Im Gleichschritt in den Mehrkampf-Final – Hegi-Sturz am Reck

10. April 2019

An den Kunstturn-Europameisterschaften im polnischen Stettin schaffen Eddy Yusof (12.) und Christian Baumann (13.) am Mittwoch, 10. April 2019 souverän die Qualifikation für den Mehrkampf-Final vom Freitag. Insgesamt holen sich die Schweizer fünf EM-Finalplätze. Oliver Hegi wird seinen EM-Titel am Reck jedoch leider nicht verteidigen können.

Den beiden Schweizer Mehrkämpfern  Eddy Yusof als auch Christian Baumann gelang am Mittwoch, 10. April 2019 an der Kunstturn-EM in Stettin (POL) die Qualifikation für den Mehrkampf-Final vom Freitag, 12. April 2019. Beide haben ihre Qualifikation mit einer Note von jeweils 81,697 punktgleich beendet. Mit einem 12. (Yusof) und 13. Rang (Baumann) haben sich beide souverän für den Final der besten 24 Mehrkämpfer qualifiziert. Baumann zeigte vor allem am Barren eine sehr starke Übung, welche mit einer Note von 14,666 belohnt wurde. Dem Aargauer gelang als Qualifikations-Siebter an diesem Gerät damit auch der Sprung in den Barrenfinal vom Sonntag.
Yusof zeigte derweil am Sprung eine starke Darbietung. Sein Yeo gebückt wurde mit 14,700 Punkten bewertet. Den beiden Schweizen zeigten einen von Beginn an gelungenen Wettkampf. Einzig am Schlussgerät Pauschenpferd mussten Yusof und Baumann je einen Sturz verkraften.

Gischard in zwei Finals
Neben Baumann am Barren, schaffte auch Benjamin Gischard die Qualifikation für die Einzelgeräte-Finals. Der Berner, welcher mit Taha Serhani und Oliver Hegi in der dritten Subdivision die Qualifikation absolvierte, wird neben dem Bodenfinal am Samstag auch im Sprungfinal vom Sonntag dabei sein. Vor allem am Boden trumpfte Gischard gross auf. Seine Traumübung wurde mit einer Note von 14,800 bewertet, was zugleich der dritte Rang nach der Qualifikation hinter dem Israeli Dolgopyat und dem Russen Artur Dalaloyan bedeutete. Eine ähnlich starke Übung zeigte Gischard zum Abschluss der Qualifikation auch am Sprung: Mit einem Tsukahara und einem Roche realisierte er die neuntbeste Übung (14,366) in der Qualifikation. Weil vor Gischard vier Russen qualifiziert waren, rutscht der Berner, nationenbereinigt als Siebter, in den Sprungfinal nach.

Baumann Ersatz am Reck
Es hat nicht sollen sein, so das Fazit aus der Sicht von Oliver Hegi. Der Reck-Europameister von 2018 wird seinen Titel in Stettin leider nicht verteidigen können. Nachdem sich der Aargauer in der Vorbereitung zur EM im Training noch leicht verletzte, verzichtete er in der Folge auf den Mehrkampf. Hegi konzentrierte sich in der Qualifikation auf die beiden Geräte Pauschenpferd und Reck. Bei beiden Übungen musste Oliver Hegi jedoch leider jeweils einen Sturz in Kauf nehmen und verpasste somit eine Finalteilnahme. Am Reck stürtzte Hegi nach einer halben Drehung zum Deff, am Pauschenpferd wurde ihm das Magyar-Wandern zum Verhängnis. Am Reck erhielt Hegi die Note 12,966, seine Pferd-Übung wurde mit 12,933 benotet.
Taha Serhani, der zweite Schweizer am Reck, verpasste die Final-Qualifikation äusserst knapp. Als Zwölfter (14,066) kann sich Serhani, der zwar eine saubere Übung turnte, jedoch bei der Landung einen grossen Ausfallschritt machte, als dritter Ersatz eine kleine Hoffnung auf eine Finalteilnahme machen. Ebenfalls dritter Ersatz ist Serhani am Barren. Christian Baumann ist seinerseits erster Ersatz am Reck.

Die Schweizer Final-Qualifikationen im Überblick
Mehrkampf (Freitag): Eddy Yusof und Christian Baumann
Boden (Samstag): Benjamin Gischard
Sprung (Sonntag): Benjamin Gischard
Barren (Sonntag): Christian Baumann

Text: Thomas Ditzler
Foto: Jasmin Schneebeli-Wochner

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