Christian Baumann landet in Barren-Final auf 8. Schlussrang

  • 24. Oktober 2021

  • Vasilije Mustur

  • Jasmin Schneebeli-Wochner

Der Schweizer Routinier Christian Baumann konnte seine starke Leistung in der Qualifikation im Barren-Final an den diesjährigen Kunstturn-Weltmeisterschaften in Japan nicht wiederholen. Eine fehlerhafte Übung bescherte dem Aargauer den achten Platz. Gold und Bronze gehen nach China - Silber auf die Philippinen.

‚Äď Anzeige ‚Äď

Christian Baumann gegen den Rest der Welt: So k√∂nnte der neutrale Beobachter den Kampf um eine Medaille im Barren-Final an den diesj√§hrigen Kunstturn-Weltmeisterschaften im japanischen Kitakyushu beschreiben. Tats√§chlich gelang es dem Schweizer Kunstturner sich als einziger Europ√§er f√ľr den Ger√§te-Final am Barren an den internationalen Wettk√§mpfen in Japan zu qualifizieren.

Doch nach einer starken Qualifikation musste der Aargauer im Ger√§te-Final einen R√ľckschlag hinnehmen: Seine Barren-√úbung war von Beginn an gespickt von Fehlern - angefangen bei seinem eigenen Element, dem ¬ęBaumann¬Ľ, bis hin zu einer unsauberen Landung zum Abschluss seiner Darbietung. ¬ęBei meinem eigenen Element habe ich mich auf dem Finger abgest√ľtzt, was zum Fehler f√ľhrte. Danach ging es leider nur noch bergab¬Ľ, sagt Baumann zu seiner Leistung. Mit dem darauffolgendem Sturz war es mental schwierig, den Wettkampf geb√ľhrend zu Ende zu turnen, wie der Aargauer weiter erkl√§rt. Die internationalen Kampfrichter bestrafen denn auch die fehlerhafte Leistung des 26-J√§hrigen Routiniers mit einer Schlussnote von 12,333 Punkten. Unter dem Strich bedeutete dies f√ľr den Schweizer den achten Schlussrang. 

Dennoch blickt der Barren-Spezialist auf erfolgreiche Weltmeisterschaften zur√ľck:  ¬ęIch bin nach Japan gefahren, habe nur ein Ger√§t geturnt und bin dort gleich in den Final eingezogen¬Ľ. Ein gutes Fazit, wie Baumann findet. In der Tat kann Christian Baumann neben seiner Final-Premiere an Weltmeisterschaften auf eine gegl√ľckte Saison zur√ľckblicken. Der Schweizer Kunstturner gewann an den Heim-Europameisterschaften in Basel am Barren die Bronze-Medaille und erturnte sich an den Olympischen Spielen in Tokio im Team-Final mit der Mannschaft den hervorragenden sechsten Schlussrang. 

Kampf um Medaillen auf hohen Niveau

Somit konnte Christian Baumann auch nicht mehr ins Geschehen um die Medaillenvergabe eingreifen - ganz im Gegensatz zu den chinesischen, philippinischen und japanischen Kunstturnern: So er√∂ffnete Daiki Hashimoto den Wettkampf mit einem starken Auftritt. Ruhig, souver√§n und auf hohen Niveau schwang sich der japanische Weltklasse-Turner durch den Barren und erhielt am Ende 15,000 Punkte. Trotz dieser guten √úbung war dies im Vergleich zur Qualifikation ein kleiner R√ľckschritt f√ľr den Japaner von rund 0,2 Punkten. Dies war auf die unsaubere Landung Hashimotos zur√ľckzuf√ľhren. Doch auch sein Landsmann Kazuma Kaya konnte den Barren-Final wie Baumann und Hashimoto nicht ohne Fehler durchturnen und erturnte sich ¬ęlediglich¬Ľ 14,900 Z√§hler. 

Fehler schlichen sich danach auch beim Qualifikationssieger Edriel Carlos Yulo ein. Der philipinische Kunstturner leistete sich zu Beginn seiner Barren-√úbung beim Ausf√ľhrungswert eines Elements einen Schnitzer. Danach turnte sich Yulo aber ohne Fehler am Barren zu stolzen 15,300 Punkten. 

Hu gewinnt Gold

Diese Punktzahl reichte Yulo nicht zu Gold. Der Grund: Die chinesischen Barren-Spezialisten Xuwei Hu und Cong Shi verfolgten einen anderen Plan - und f√ľhrten diesen ohne Fehler aus. Xuwai Hu turnte fl√ľssig, sicher und √§sthetisch durch den Barren und wurde daf√ľr von den Kampfrichtern mit 15,466 Punkten belohnt - was gleichbedeutend mit der Goldmedaille f√ľr den Chinesen war. Cong Shi seinerseits konnte als letzter Turner seinen Landsmann mit seiner eigenen √úbung nicht mehr am Weltmeistertitel hindern und wurde Dritter. Somit gewinnt Hu Gold im Barren-Final vor dem philipinischen Kunstturner Yulo und dem chinesischen Athleten Shi. 

Co-Partner

Partner

SCHLIESSEN