Ist es an der Zeit, die Vereinsstatuten zu √ľberpr√ľfen?

  • 24. November 2022

  • Manuela Geiser

46 Jahre seit der letzten grossen Statutenrevision und 18 Jahre seit der letzten Statuten√§nderung sind beim SVKT Root vergangen. Damit ist der Frauensportverein Root, wie er neu heisst, keine Ausnahme. Die Turnvereine sind Meister im H√ľten der alten Statuten. Umso mehr ist es jetzt an der Zeit, die Vereinsstatuten anzupassen und dabei zugleich das neue Ethik-Statut zu integrieren. Der Schweizerische Turnverband unterst√ľtzt seine Vereine dabei.

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Der Vereinszusammenschluss des SVKT Root mit der Damen- und Frauenriege des STV Root war der Ausl√∂ser f√ľr die Erstellung neuer Statuten. Dank unterschiedlicher Statuten anderer Turnvereine konnte sich der SVKT, besonders die Aktuarin, einen √úberblick verschaffen und basierend darauf die neuen Statuten formulieren. Der Vorstand diskutierte die einzelnen Artikel und √§nderte, erg√§nzte oder k√ľrzte gewisse Inhalte. 

Das Vereinsmanagement des STV empfiehlt: F√ľr die Statuten√§nderung/ -revision kann eine Projektgruppe gegr√ľndet werden, die dies im Auftrag des Vorstands ausf√ľhrt. Der Vorstand muss nicht zwingend die Statuten√§nderungen/-revision selbst bearbeiten.

Der Frauensportverein Root leitete die neu verfassten Statuten im Vorfeld ihrer Vereinsversammlung an den Turnverband LU/OW/NW zur Vorpr√ľfung weiter. Ein wichtiger Schritt ‚Äď denn dieser erg√§nzte beim Frauensportverein Root das neue Ethik-Statut und kontrollierte die Statuten auf Inhalt und zeitgem√§sse Formulierungen.  

Der gesellschaftliche Wandel zeigt sich auch in den neuen Statuten des Frauensportverein Root. So wird neu nicht nur noch von Frauen und M√§dchen gesprochen, sondern die genderneutrale Sprache verwendet. Neu sind also alle Geschlechter in der Damen- und Frauenriege Root willkommen. Um auf zuk√ľnftigen Entwicklungen flexibel reagieren zu k√∂nnen, entschied sich der Frauensportverein den Vorstand mit einer Person im Pr√§sidium und zwei weiteren Mitgliedern zu besetzen, deren Rolle nicht weiter definiert wird.  

Das Vereinsmanagement des STV empfiehlt:Indem die Vorstands√§mter in den Statuten nicht definiert sind, ist der Verein nicht verpflichtet, genau diese √Ąmter zu besetzen, sondern kann mit der Anzahl der Vorstandsmitglieder und ihren Aufgaben zeitgem√§ss auf die Zukunft reagieren.

W√§hrend diesem Prozess begegnet man Stolpersteinen ‚Äď so auch der Frauensportverein Root. An der Vereinsversammlung wurde eine Diskussion zu den Vereinsbeitr√§gen gestartet. Der Entwurf enthielt, dass ein Mitglied bei jeder mitturnenden Gruppe den Betrag zahlen muss. Nach der Diskussion konnten sich die Mitglieder auf ein neues Vorgehen einigen und dieses gleich in den Statuten integrieren. Diskussionen k√∂nnen den Verein weiterbringen und sind somit wichtig. Der Frauensportverein empfiehlt den anderen Vereinen, die Artikel gut zu studieren und sich so vorg√§ngig mit Antworten und Argumentarium auf die Fragen und Diskussionen vorzubereiten. 

Das Vereinsmanagement des STV empfiehlt: Bei heiklen Themen empfiehlt sich vorg√§ngig zur Vereinsversammlung an einem Info-Abend auf Fragen einzugehen. Die Mitglieder k√∂nnen ihre Anliegen anbringen und der Vorstand erh√§lt dadurch eine erste R√ľckmeldung sowie neue Inputs, um die Statuten noch mehr an die Bed√ľrfnisse der Mitglieder anzupassen. Kritische Vereinsmitglieder k√∂nnen vorg√§ngig miteinbezogen werden. 

Integration des Themas Ethik

Der Anlass zur Statutenrevision wurde zudem genutzt, um die anwesenden Mitglieder aus dem Vereins- und Verbandsumfeld √ľber die neusten Entwicklungen im Bereich Ethik und Pr√§vention zu informieren. Im Detail vorgestellt wurde der neu integrierte Ethik Artikel und dessen Bedeutung im Trainingsalltag. Die Thematik wurde mit Hilfe des Interventionsschemas anhand eines Fallbeispiels bearbeitet.  

Weiter wurden Erfahrungen im Zusammenhang mit Meldungen bzw. Untersuchungsverfahren bei Swiss Sport Integrity ausgetauscht. Ein Schwerpunkt war dabei die Kommunikation. Thematisiert wurden m√∂gliche Kommunikationsabl√§ufe bei betroffenen Vereinen und Verb√§nden. Als Hilfestellung dient dabei auch ein inzwischen erstelltes Merkblatt ¬ęKommunikation Intervention¬Ľ.  

Vor allem aber wurde der Blick auf die Pr√§vention gerichtet und √ľber aktuelle Pr√§ventionsprojekte berichtet:

  • Aufbau Ethik-Netzwerk mit Pr√§ventionsverantwortlichen in den Verb√§nden/Vereinen 
  • Erarbeitung von Leitlinien f√ľr Trainingslager/ Wettk√§mpfe 

  • Akkreditierungsvoraussetzungen f√ľr Medienschaffende 

F√ľr eine detailliertere Beschreibung der Projekte wird an dieser Stelle auf das Ethik-Bulletin unter ¬ęR√ľck- und Ausblick ‚Äď Pr√§ventionsarbeit, Projektvorstellung¬Ľverwiesen.  

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