Entwicklung und Dialog im Zentrum der Herbst-VLK

  • 5. September 2022

  • Alexandra Herzog

  • STV

Am Samstag, 3. September 2022 trafen sich die Verantwortlichen der Kantonal- und Regionalturnverb√§nde zur Herbst-Verbandsleiterkonferenz in Bern. Im Fokus standen die Entwicklung des Turnsports mit der ¬ęVision 2032¬Ľ sowie die Finanzplanung.

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Rund 80 administrative und technische Pr√§sidien der Kantonal- und Regionalturnverb√§nde trafen sich am Samstag, 3. September 2022 zur Herbst-Verbandsleiterkonferenz (H-VLK) im Kongresszentrum Kreuz in Bern. Begr√ľsst wurden die VLK-Teilnehmenden von STV-Zentralpr√§sident Fabio Corti und von Matthias Aebischer, Nationalrat und Pr√§sident der parlamentarischen Gruppe Sport, der die signifikante Arbeit des STV hervorhob und den Verband aufgrund seiner f√ľhrenden Gr√∂sse als ¬ędas gr√∂sste Sport- und Gesundheitsprojekt der Schweiz¬Ľ betitelte. 
 
STV-Zentralpr√§sident Fabio Corti zeigte den Anwesenden auf, wohin sich der Schweizerische Turnverband bis zu seinem 200-Jahr-Jubil√§um im Jahr 2032 langfristig entwickeln m√∂chte. Die Vision ¬ęSTV 2032¬Ľ sieht folgendes vor: 

  • Der STV ist gr√∂sster Sportanbieter der Schweiz 

  • Das ehrenamtliche Engagement bleibt das Fundament 

  • Der STV leistet einen entscheidenden Beitrag zur Volksgesundheit und Gemeinschaft 

Um diese Ziele zu erreichen, sind verschiedenste Schritte n√∂tig. Unter anderem muss der Verband, insbesondere auch zur St√§rkung der Vereine, die Weiterentwicklung der Sportarten und seines Angebots vorantreiben. Aber auch in der Ablauf- und Aufbauorganisation sowie der Mitgliederstruktur des STV braucht es Anpassungen. Ausserdem muss die Finanzierung diversifiziert aufgestellt werden. 

Die bereits angegangene verbandsinterne Umstrukturierung erforderte es, das Funktionsdiagramm anzupassen. Zu diesem Traktandum gab es noch relevante Inputs der Verb√§nde, woraufhin der Zentralvorstand eine zweite Lesung anl√§sslich der Fr√ľhlings-VLK 2023 beantragte. 

Weiter informierte die STV-Leitung √ľber den Stand der Dinge zu den laufenden Projekten wie ¬ęmySTV-FSG¬Ľ und ¬ęSTV-Contest 2.0¬Ľ (s. dazu auch Newstext Fr√ľhlings-VLK 2022). 

Sportförderung im STV

Die F√∂rderung und Weiterentwicklung des Sports ist einer der zentralen Punkte, um die Zukunftsvision des Schweizerischen Turnverband verwirklichen zu k√∂nnen. Bereits an der Fr√ľhlings-Verbandsleiterkonferenz im April wurde aufgezeigt, wie dies umgesetzt werden soll. J√©r√īme H√ľbscher (Chef Sportf√∂rderung) gab dem Plenum nochmal einen Kurz√ľberblick zur Einstufung der STV-Sportarten (s. auch hier). 

Gastreferent Hippolyt Kempf, Sport√∂konom beim Baspo, pr√§sentierte dynamisch die Studie ¬ęLeistungssport Schweiz¬Ľ (SPLISS), in welcher das Schweizer Sportf√∂rdersystem kritisch analysiert wird. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen auf, dass weitere Optimierungen der Athletenwege, die St√§rkung der Karrierem√∂glichkeiten f√ľr Trainerinnen und Trainer sowie die langfristige Verbesserung der sportarten√ľbergreifenden Strukturf√∂rderung notwendig sind. 

Im anschliessenden Panel konnten sich die Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Mitgliederverb√§nden und Ressorts zum Thema ¬ęSport im STV f√∂rdern und von der Breite zur Spitze entwickeln¬Ľ mit Hippolyt Kempf austauschen. 

Hohe Investitionen aus dem Eigenkapital f√ľr 2023 budgetiert

An der Herbstverbandsleiterkonferenz in Bern wurde wie √ľblich das Budget 2023 pr√§sentiert, welches dann an der Abgeordnetenversammlung Ende Oktober zur Abstimmung vorgelegt wird. Dieses sieht bei einem Gesamtumsatz von 30 Millionen einen Aufwand√ľberschuss von knapp 700'000 Franken vor. Wie STV-Finanzchef Kurt Hunziker erl√§uterte, w√ľrden notwendige Investitionen nach der Pandemie, die Anpassung der Ressourcen auf Grund der ver√§nderten Anspruchshaltung, die pandemiebedingt tieferen Mitgliederzahlen und die R√ľckstufung der Rhythmischen Gymnastik von Einstufung 3 zu Einstufung 4 wesentlich zum hohen Defizit f√ľhren. Das Organisationskapital ist aktuell mit 7,1 Millionen Franken sehr solide. Der STV will einen gesunden Finanzhaushalt sicherstellen und ein Eigenkapital von mindestens sechs Millionen Franken wahren. Zudem sollen die aktuellen Mitgliederbeitr√§ge bis Ende 2025 beibehalten werden (Konsultativabstimmung). 

Die STV-F√ľhrung ist der Meinung, dass die finanzielle Lage des STV die n√∂tigen Investitionen und Ausgaben zulassen. Sie ist sich aber auch bewusst, dass mittelfristig wieder ein ausgeglichener Budgethaushalt erzielt werden muss.

Vereine bei Herausforderungen unterst√ľtzen

Ein weiterer wichtiger Aspekt, um auch in Zukunft erfolgreich zu bestehen, ist die St√§rkung der Basis, sprich der Vereine. Die gross angelegte Trendstudie hatte aufgezeigt, mit welchen Herausforderungen diese konfrontiert sind beziehungsweise zuk√ľnftig sein werden. In einem Workshop wurden die drei Themen ¬ęEntgegenwirken von Vereinsaustritte/-aufl√∂sungen¬Ľ, ¬ęGemeinsame St√§rkung der Vereine¬Ľ sowie ¬ęHerausforderungen der Vereine¬Ľ aufgegriffen und gemeinsam diskutiert, wie man diesen Trends begegnen k√∂nnte. 

ZV-Kandidatin sowie Bekanntgabe der zu ehrenden Personen

In einer kurzen Rede stellte sich die an der AV zur Wahl stehende Zentralvorstands-Kandidatin Aur√©lie F√§nger vor. Und schliesslich wurden auch die ebenfalls an der AV zur Wahl stehenden Ehrenmitglieder und Ehrenauszeichnungen bekanntgegeben. 

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