Ein Sommerspielplatz f√ľr Vereine

  • 31. Mai 2023

  • Emilie Lambiel

  • Switzerland Tourism / Christian Meixner

  • Erschienen im GYMlive 2/203

Plant ihr einen sommerlichen Ausflug mit dem Turnverein? Wir haben f√ľr euch Ideen f√ľr originelle und vielseitige Aktivit√§ten zusammengetragen. Egal, ob Nervenkitzel, atemberaubende Landschaften, Abk√ľhlung oder Natur-Kuriosit√§ten ‚Äď es ist f√ľr jeden Geschmack etwas dabei.

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Aussergewöhnliche Seilbahnen

Zahlreiche Seilbahnen, Standseilbahnen oder auch Zahnradbahnen gehören zum Bild der Schweiz. Hier ist unsere Auswahl an ungewöhnlichen Bergbahnen. Bitte einsteigen!

Verdreht

Die Titlis Rotair ist die erste sich drehende Seilbahn der Welt. W√§hrend der f√ľnfmin√ľtigen Fahrt, welche die Passagiere auf den 3062 Meter hohen Titlis bringt, dreht sich die Kabine um 360¬į und bietet einen atemberaubenden Panoramablick auf das Engelberger Tal.

Foto: Roger Gruetter

Steil, steiler, Gelmer

Wer den Nervenkitzel liebt, wird die Fahrt mit der offenen Bahn auf der Berner Seite des Grimselpasses zweifellos geniessen. Mit einer Steigung von 106 Prozent, h√§lt die Gelmerbahn den Rekord der steilsten Standseilbahn Europas. Nach der Ankunft darf eine kleine Wanderung zum t√ľrkisfarbenen Gelmersee nicht fehlen.

Foto: David Birri

Freie Sicht in den Himmel

Die Stanserhornbahn ¬ęCabriO¬Ľ macht ihrem Namen alle Ehre: Mit ihrem offenen Dach bietet sie den Wandernden, die in der Region Stans unterwegs sind, ein v√∂llig neues Erlebnis. Von der Spitze der Doppelkabine der ¬ęCabriO¬Ľ aus bietet die v√∂llig freie Aussicht spektakul√§re und einzigartige Eindr√ľcke.

Unesco-Stätten

In der Schweiz gibt es 13 Stätten/Orte, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Drei davon solltet ihr unbedingt gesehen haben.

Aletschgebiet

Auf ungef√§hr 2000 Metern √ľber dem Meer gelegen, ist das Aletschgebiet ein Paradies f√ľr Wandernde. Mehrere Gipfel, die von den Ferienorten Fiescheralp, Bettmeralp und Riederalp aus erreichbar sind, bieten herrliche Ausblicke auf den Aletschgletscher und die sch√∂nsten Viertausender im Wallis. Die Region der Schweizer Alpen ¬ęJungfrau-Aletsch¬Ľ wurde wegen ihrem Panorama von aussergew√∂hnlicher Sch√∂nheit in die Liste des Unesco-Naturerbes aufgenommen.

Foto: Switzerland Tourism / Lorenz Richard

Die Weinberge des Lavaux

Die terrassenf√∂rmig angelegten Weinberge der Region Lavaux √ľberragen den Genfersee und bieten Spazierg√§ngern einen aussergew√∂hnlichen Blick auf den See und die umliegenden Berge. Ein Lehrpfad, der sich von Lausanne bis Montreux erstreckt, l√§dt die Besucherinnen und Besucher ein, die Sch√∂nheiten der Weinberge zu entdecken. Der ¬ęTrain des Vignes¬Ľ verbindet Vevey mit Puidoux-Chexbres und f√ľhrt durch die Weinberge. Geniesser k√∂nnen auf diesen Fahrten die lokalen Weinprodukte in den kleinen Orten probieren.

Foto: Switzerland Tourism

Burgen von Bellinzona

Die Festung von Bellinzona, das Symbol der Tessiner Hauptstadt, geh√∂rt zum Unesco-Weltkulturerbe. Sie besteht aus drei Schl√∂ssern, einer Mauer und einem Wall, die das gesamte Tal umschliessen. Die Festung ist das einzige Beispiel f√ľr mittelalterliche Milit√§rarchitektur dieser Art in Europa. Von den drei Burgen aus bietet sich ein wunderbares Panorama, das sich √ľber die Stadt, die umliegenden Berge und den Lago Maggiore erstreckt.

Foto: Hannes Heinzer Fotografie

Wasser-Aktivitäten

Die Wagemutigen unter euch k√∂nnen beim Rafting einen Fluss hinunterst√ľrzen. Alle anderen k√∂nnen sich an Bord der ¬ęBelle Epoque¬Ľ begeben und sich auf dem Genfersee entspannen.

Rasante Fahrt auf dem Fluss

Das Rafting ist ein eindr√ľckliches Gruppenerlebnis und kann in der Schweiz auf zahlreichen Fl√ľssen Rafting betrieben werden: auf der L√ľtschine ab Interlaken, dem Rhein ab Illanz, dem Inn, der Landquart, der Simme, der Rh√īne, der Arve, der Vispa und auch auf der Saane. Die Abfahrten auf wilden Gew√§ssern gibt es in verschiedenen Niveaus, angepasst an die Teilnehmenden. Die Rheinschlucht geh√∂rt wegen ihrer imposanten Felsw√§nde, die durch den Flimser Bergsturz geformt wurden, zu den sch√∂nsten Rafting-Gegenden der Schweiz. Sie wird manchmal auch als ¬ęGrand Canyon der Schweiz¬Ľ bezeichnet.

Foto:  Switzerland Tourism

Zu Fuss durch den Fluss

Das Canyoning ist eine Wassersportart, die in Fl√ľssen und B√§chen ausge√ľbt wird. Es geht darum, einen Flusslauf hinabzusteigen, indem man rutscht, l√§uft, springt oder abseilt. Angebote gibt es in vielen Kantonen und die Canyoning-Strecken sind in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade eingestuft. Das Val Malvaglia oder auch der Torrent de Chavalet in Champ√©ry eignen sich hervorragend f√ľr diese Aktivit√§t.

Foto: Switzerland Tourism / Christian Meixner

Mehr Informationen

Die Schiffe der ¬ęCompagnie g√©n√©rale de Navigation¬Ľ (CGN) bieten verschiedene √úberfahrten auf dem Genfersee an. Geht in Lausanne-Ouchy an Bord und fahrt zu einem der 40 H√§fen am Schweizer oder franz√∂sischen Ufer, wie zum Beispiel Montreux, Vevey oder Evian. F√ľr eine noch speziellere Erfahrung macht eine Fahrt einem der acht Schaufelraddampfer, welche zu der prestigetr√§chtigsten Belle-Epoque-Flotte der Welt geh√∂ren.

Foto: Switzerland Tourism

Erfrischende Spaziergänge

Eine Sommerwanderung ist gut. Eine Sommerwanderung am Wasser entlang ist noch besser. Es geht nichts √ľber eine Suone oder einen Wasserfall, um die warme Luft zu geniessen und dabei erfrischt zu bleiben.

Kanäle im Wallis

Suonen sind Bewässerungskanäle, die man im Kanton Wallis findet. Sie sind echte historische Denkmäler. Sie leiten das Wasser aus den Bergbächen auf die Felder, Weinberge und Obstplantagen. Viele der Suonen werden auch heute noch genutzt und sorgfältig gepflegt. Die Wanderwege entlang der Suonen laden zu abwechslungsreichen und malerischen Spaziergängen auf historischen Pfaden ein.

Foto: Switzerland Tourism

Die Reichenbach-Fälle

Die siebenstufigen Reichenbach-F√§lle wurden dank Sir Arthur Conan Doyle weltber√ľhmt. Seine Figur Sherlock Holmes inszenierte dort seinen eigenen Tod, indem er von der Plattform des gr√∂ssten der sieben F√§lle auf 120 Metern H√∂he verschwand. Eine historische Standseilbahn f√ľhrt an die Spitze dieser Treppen. Sie ist aber auch zu Fuss vom Hotel Zwirgi aus zu erreichen.

Foto: Switzerland Tourism

Wassermassen des Rheins

In der N√§he von Schaffhausen, am Rheinfall, k√∂nnen die Besucherinnen und Besucher den gr√∂ssten Wasserfall Europas von n√§chster N√§he bewundern und die Gewalt dieser Wassermassen geniessen. √úber eine L√§nge von 150 Metern donnern pro Sekunde 700'000 Liter Wasser √ľber die 23 Meter hohen F√§lle. Ein Boot bringt die Besuchenden zu den Schl√∂ssern, in das Wasserfallbecken und sogar bis zu dem imposanten Felsen, der inmitten des sprudelnden Wassers liegt. Inmitten dieses Naturschauspiels k√∂nnen die Mutigsten auch den Mittelfelsen besteigen.

Foto: Switzerland Tourism / Andre Meier

Naturwunder

Als Land der Gebirge schlechthin, ist die Schweiz von Schluchten durchzogen und bietet auch Schätze unter der Erde. Bereit, diese zu erkunden?

Die Schluchten der Areuse

Die normalerweise friedliche Areuse fliesst mit viel Get√∂se durch die elf Kilometer langen Schluchten zwischen Noiraigue und Boudry im Kanton Neuenburg. Ein wundersch√∂ner Wanderweg f√ľhrt am Flussbett √ľber Steinbr√ľcken, Passarellen und Treppen durch Felsverengungen und an eindr√ľcklichen Felsw√§nden entlang. Besonders beeindruckend ist das Naturspektakel vom ¬ęSaut de Brot¬Ľ mit seiner idyllischen alten Steinbr√ľcke aus.

Die Höhlen von Vallorbe

Die H√∂hlen von Vallorbe bieten eine faszinierende Reise ins Herz der Erde ‚Äď mit einem unterirdischen Fluss und wundersch√∂nen Formationen von Stalamiten, Stalagtiten, Draperien und Fisteln. Sie geh√∂ren zu den sch√∂nsten H√∂hlen Europas und beinhalten das l√§ngste bekannte H√∂hlensystem im Schweizer Jura. Liebhaberinnen und Liebhaber von speziellen regionalen Produkten k√∂nnen auch ¬ęle Vagrotte¬Ľ degustieren, ein K√§se, der an dieser St√§tte reift.

Die Schluchten von Trient

Die 200 Meter tiefe Trientschlucht wurde vom gleichnamigen Fluss in den Fels des Mont-Blanc-Massivs gegraben. In Vernayaz, in der N√§he von Martigny, bildet der Trient eine enge, tiefe und sehr eindr√ľckliche Schlucht. Diese wird von zwei Br√ľcken in schwindelerregender H√∂he √ľberragt. Unterwegs lernt man spannende Details √ľber die Geologie, die Tierwelt und die Geschichte des Ortes. Die Wanderung endet mit einem spektakul√§ren Panorama auf das Rhonetal und einem eindr√ľcklichen Ausblick auf den Wasserfall ¬ęPissevache¬Ľ.

Staud√§mme und Br√ľcken

Die Schweiz ist nicht nur rein Synonym f√ľr Natur und Seen. Von Menschen gebaute Staud√§mme und √úberg√§nge sind in unserer Gegend zahlreich. Diese beeindruckenden Konstruktionen sind ein Besuch wert.

La ¬ęGrande Dixence ¬Ľ und der ¬ęLac des Dix¬Ľ

Das Schmelzwasser von 25 Walliser Gletschern von der Region Zermatt bis ins Val d‚ÄôH√©rens sammelt sich hinter der h√∂chsten Gewichtsstaumauer der Welt (285 Meter) ‚Äď der ¬ęGrande Dixence¬Ľ. Im Innern der Mauer werden Ton- und Lichtf√ľhrungen angeboten. Von der Krone der Staumauer aus bietet sich ein beeindruckender Panoramablick auf die Walliser Berggipfel und den ¬ęLac des Dix¬Ľ. Die Staumauer ist auch Ausgangspunkt f√ľr mehrere alpine Wanderungen, wie zum Beispiel den Steinbockpfad.

Foto: Valais-Wallis Promotion / Alban Mathieu

Die ¬ęCharles Kuonen¬Ľ-Br√ľcke

In der N√§he von Zermatt, oberhalb von Randa, bricht die Charles-Kuonen-Br√ľcke mit einer L√§nge von 494 Metern alle Weltrekorde. Hoch √ľber dem Grabengufer bietet diese H√§ngebr√ľcke einen herrlichen Blick auf das Weisshorn und die Berge des Zermatter Tals. Spazierg√§ngerinnen und -g√§nger √ľberqueren die Br√ľcke in einer H√∂he von 85 Metern vom Boden bis zum h√∂chsten Punkt. Die Gitterverkleidung der Br√ľcke, bietet st√§ndig einen ¬ęBlick in die Leere¬Ľ.

Die Staumauer von Emosson

Die Staumauer von Emosson oberhalb des Trient-Tals ist ein beliebtes Ausflugsziel. Entlang der  Staumauer-Krone bieten sich mehrere Wanderungen und ein Panorama auf die Mont-Blanc-Bergkette. Auf dem Geologie- und Panorama-Pfad k√∂nnen Spazierende mehr √ľber die Geschichte der Entstehung der Alpen erfahren. Am Ziel befindet sich eine grosse Felsplatte mit Abdr√ľcken von krokodil√§hnlichen Reptilien, die vor 240 Millionen Jahren die Erde bev√∂lkerten. 

Foto: Switzerland Tourism

Mit Seeblick

Viele der helvetischen Gipfel bieten atemberaubende Ausblicke. Und wie wäre es zum krönenden Abschluss mit aussergewöhnlichen Panoramen auf unsere grossen Seen.

Les Rochers de Naye

Oberhalb von Montreux bieten die ¬ęRochers de Naye¬Ľ einen atemberaubenden Blick auf die Alpen und den Genfersee. Der Aufstieg zum Gipfel kann entweder mit der Zahnradbahn oder zu Fuss vom Bahnhof Jaman aus erfolgen. Den Wanderern stehen mehrere Routen zur Verf√ľgung. Im Sommer k√∂nnen die Wagemutigsten sogar einen kleinen Teil der Strecke in H√∂hlen zur√ľcklegen. Der Aufstieg ist relativ anstrengend, wird aber mit einem fantastischen Panorama belohnt.

Foto: Switzerland Tourism

Der Monte San Giorgio

Der Monte San Giorgio, der sich im sonnigen S√ľden des Tessins auf etwa 1100 Metern H√∂he erhebt, ist seit dem 19. Jahrhundert eine der wichtigsten Fossilienlagerst√§tten der Welt, von denen einige √ľber 200 Millionen Jahre alt sind. Von seinen D√∂rfern oder dem Gipfel aus bietet der Monte San Girogio einen herrlichen Blick auf den Luganersee, die Berge oder das Dorf Morcote. Die Fossilien sind im Museum von Meride ausgestellt, einem Werk des Tessiner Architekten Mario Botta.

Der Moléson-Gipfel

Das Greyerzerland ist nicht nur f√ľr das Mittelalter-St√§dtchen Gruy√®res und seinen weltber√ľhmten K√§se bekannt, sondern auch f√ľr seinen Berg, den Mol√©son, der von Weitem zu sehen ist. Vom Gipfel auf 2002 Metern √ľber dem Meer, erwartet einen ein herrliches 360¬į-Panorama. Dieses erstreckt sich √ľber den Genfersee, die Voralpen sowie die Berner und Walliser Alpen. Der Weg zum Gipfel ist allein schon die Anstrengung wert. Eine Standseilbahn und eine Seilbahn mit Panoramafenstern verbindet das Dorf Mol√©son-sur-Gruy√®res mit dem Voralpen-Gipfel.

Foto: Switzerland Tourism / Nicola Fuerer

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