Medien- und Akkreditierungsrichtlinien

  • 1. Mai 2023

  • Naomi Kempter

  • STV

Medienschaffende tragen dazu bei, dass Erlebnisse und Erfolge im Turnsport auch f√ľr diejenigen festgehalten werden k√∂nnen, welche selbst nicht dabei sein konnten und Emotionen auch f√ľr sp√§ter als Erinnerung zug√§nglich bleiben. Diese Aufgabe ist zentral und wichtig. Genauso wichtig ist es, dass die entsprechende Berichterstattung nicht auf Kosten der Involvierten geschieht.

Zum Schutz der Athletinnen und Athleten sowie Trainerinnen und Trainer hat der STV Medienrichtlinien formuliert. Diese werden an Events und Wettk√§mpfen vom STV umgesetzt und dienen als Grundlage der Akkreditierungsvoraussetzungen. Der STV empfiehlt, auch auf kantonaler und regionaler Ebene Medien- und Akkreditierungsrichtlinien einzusetzen. Der STV hat diesbez√ľglich eine Vorlage f√ľr Verb√§nde und Vereine ausgearbeitet.

Medien- und Akkreditierungsrichtlinien f√ľr Verb√§nde und Vereine

Der STV empfiehlt den Einsatz der neu erstellten Vorlage f√ľr die Richtlinien f√ľr Verb√§nde und Vereine, um so den Anforderungen auf kantonaler und regionaler Ebene gerecht werden zu k√∂nnen. Dies soll auch Unterst√ľtzung bieten, um den Schutz der Athletinnen, Athleten, Trainerinnen und Trainer an s√§mtlichen Anl√§ssen sicherzustellen. Dadurch wird auch auf Verbands- und Vereinsebene versucht, anz√ľgliche oder anderweitig ethisch heikle Aufnahmen zu verhindern und den Jugendschutz zu verbessern.

Es ist dem STV ein Anliegen, dass die Richtlinien gem√§ss der Vorlage √ľbernommen werden und nicht beliebig angepasst werden. Dabei ist sich der STV bewusst, dass je nach Gr√∂sse des Anlasses nicht alle Vorgaben praktikabel sind. Diesbez√ľglich erwarten wir von den Verb√§nden und Vereinen, dass sie eigenverantwortlich handeln und diejenigen Vorgaben versuchen umzusetzen, die f√ľr den jeweiligen Anlass umsetzbar sind.

Damit der STV eine √úberpr√ľfung der Akkreditierungen auf kantonaler Ebene vornehmen kann, wird der organisierende Verein/Verband aufgefordert, bis sp√§testens zwei Arbeitstage vor dem Anlass eine Liste der zu akkreditierenden Personen dem STV zu zustellen. Um den Aufwand f√ľr Verb√§nde und Vereine m√∂glichst gering zu halten, ist es auch m√∂glich, dem STV zu Beginn des Jahres eine Liste mit zu akkreditierenden Medienschaffenden f√ľr eine √úberpr√ľfung zukommen zu lassen. Die √úberpr√ľfung gilt jeweils bis Ende des Kalenderjahres.

STV-Medienrichtlinien

Mit der Unterzeichnung der STV-Medienrichtlinien werden sowohl die Ethik-Charta als auch das Ethik-Statut des Schweizer Sports anerkannt. Die Medienschaffenden unterstellen sich somit dem Ethik- und Doping-Statut von Swiss Olympic. So k√∂nnen mutmassliche Verst√∂sse durch Swiss Sport Integrity untersucht und von der Disziplinarkammer des Schweizer Sports beurteilt und sanktioniert werden. Zum weiteren Schutz der Turnerinnen und Turner wird festgehalten, dass keine anz√ľglichen oder anderweitig ethisch heiklen Fotos ver√∂ffentlicht und weitergegeben werden d√ľrfen. Im neuen Foto-Manual sind zur Veranschaulichung einige Beispiele von heiklen Posen/Situationen illustriert. Dem STV ist bewusst, dass solche Fotos entstehen k√∂nnen bei der Actionfotografie. Es geht vor allem darum, die Medienschaffenden darauf sensibilisieren und den gesunden Menschenverstand walten zu lassen.

Rechtliche Grundlage geschaffen

Mit der Formulierung der Medienrichtlinien verspricht sich der STV sich im Bereich des Datenschutzes weiter zu verbessern und die Turnenden besser vor pers√∂nlichkeitsverletzenden Aufnahmen zu sch√ľtzen. Indem die Medienschaffenden dem Ethik- und Doping-Statut unterstellt werden, kann bereits wesentlich fr√ľher interveniert werden, da k√ľnftig nicht mehr das Erreichen der Schwelle eines strafrechtlich relevanten Verhaltens n√∂tig ist, um einzugreifen. Durch die Richtlinien wird klargestellt, welche Verhaltensweisen und Aufnahmen erw√ľnscht sind und welche nicht.

Mit der Einf√ľhrung der Akkreditierungsvoraussetzungen schafft der STV zudem eine rechtliche Grundlage, um bei allf√§lligen Verst√∂ssen gegen die Akkreditierungsvoraussetzungen die betroffenen Personen zu verwarnen oder diese bei schwerwiegenden Verst√∂ssen bzw. im Wiederholungsfall von k√ľnftigen Akkreditierungen auszuschliessen.

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