Null-Toleranz bei sexuellen Übergriffen

17. August 2019

Stellungnahme des Schweizerischen Turnverbandes zur Festnahme des Cheftrainers Kunstturnen Frauen des Regionalen Leistungszentrums Ostschweiz.

Der Schweizerische Turnverband (STV) wurde Anfang dieser Woche darüber in Kenntnis gesetzt, dass das Regionale Leistungszentrum Ostschweiz in Wil/SG seinen Cheftrainer Kunstturnen Frauen per sofort freigestellt hat. Gegen den Trainer war eine Anzeige erstattet worden im Zusammenhang mit einem möglichen Sexualstrafdelikt. Der Trainer befindet sich zurzeit in Untersuchungshaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

«Wir sind erschüttert über diese Informationen und nehmen die Situation sehr ernst. Allgemein verfolgt der Schweizerische Turnverband beim Thema «sexuelle Übergriffe» eine klare Null-Toleranz-Politik. Jegliche Form von Missbrauch und Ausbeutung wird nicht toleriert und hat im Turnsport keinen Platz», äussert sich Ruedi Hediger, Geschäftsführer des STV. «Im aktuellen Fall warten wir auf die Ergebnisse der Untersuchung durch die St. Galler Behörden», so Hediger weiter.  

Alle beim STV angestellten Trainerinnen und Trainer sowie alle Regionalen Leistungszentren verpflichten sich in ihren Arbeits- und Partnerverträgen, sich an die Ethik-Charta von Swiss Olympic und an den Verhaltenskodex des STV zu halten. Des Weiteren hat der Zentralvorstand des STV im Mai 2019 die Schaffung einer Ethikkommission beschlossen. Diese soll in Zukunft als unabhängige Aufsichtsbehörde sicherstellen, dass die Prinzipien der Ethik-Charta eingehalten werden. Turnerinnen und Turner, sowie Mitglieder und Gremien sollen sich bei Vorfällen an diese wenden und sich von ihr beraten lassen können. 

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