Annik Kälin mit Rekord – Simon Ehammer pokert hoch

8. Februar 2021

Annik Kälin (AJ TV Landquart) holt sich an den Schweizer Mehrkampf-Meisterschaften in Magglingen vom 6./7. Februar 2021 den Titel. Die Bündnerin stellte im Fünfkampf mit 4507 Punkten einen Rekord auf. Auch bei den Männern glänzte der Sieger im Siebenkampf mit einer Rekord-Punktzahl (5940). Dieser heisst jedoch nicht wie erwartet Simon Ehammer, sondern Andri Oberholzer (NET Sport Club Leichtathletik Amriswil).

Die Bündnerin Annik Kälin (Bild) zeigte am Wochenende in Magglingen an den Schweizer Mehrkampf-Meisterschaften einen äusserst starken Auftakt im Fünfkampf. Über 60 Meter Hürden verbesserte die 20-Jährige mit einer Zeit von 8,14 Sekunden um fünf Hundertstel ihre persönliche Bestleistung, welche sie vor zwei Wochen in St. Gallen aufgestellt hatte. Kälin bestätigte damit ihre bereits erfüllte Limite für die Hallen-EM in Torun (POL). Auch im Hochsprung liess die U20-EM-Bronzegewinnerin mit 1,75 Meter eine persönliche Hallenbestleistungen folgen. Mit 13,14 Metern im Kugelstossen fehlte ihr gerade einmal ein Zentimeter, um auch in dieser Disziplin eine persönliche Bestleistung aufzustellen. Mit 6,47 Metern im Weitsprung brachte sich Annik Kälin vor dem abschliessenden 800-Meter-Lauf auf Schweizer Rekordkurs. Am Ende verbesserte das TV-Landquart-Mitglied die Bestmarke (Aktive und U23) von Géraldine Ruckstuhl (STV Altbüron) aus dem Jahr 2019 um 18 Zähler auf 4507 Punkte.
Auf Rang 2 klassierte sich die letztjährige Siegerin Caroline Agnou (SATUS Biel-Stadt) mit 4259 Punkten. Sandra Röthlin (LA Nidwalden) holte sich mit 4144 Punkten die Bronzemedaille.

Weniger Glück hatte hingegen Kälins Favoriten-Pendant bei den Männern. Nach einem starken ersten Wettkampftag machte es zuerst zwar den Anschein, dass Simon Ehammer an seinem Geburtstag weiter auf Rekordkurs bleiben würde. Der Athlet des TV Teufen lancierte den Sonntag mit dem 60-Meter-Hürdenlauf in einer Zeit von 7,88 Sekunden, ehe danach im Stabhochsprung der grosse Dämpfer folgen sollte. Ehammer scheiterte dreimal auf der Einstiegshöhe von 4,70 Metern und musste so die Hoffnungen auf ein Spitzenresultat an seinem 21. Geburtstag begraben.

Titel-Chancen im Stabhochsprung vergeben
Mit Ehammers Scheitern, war der Weg frei für Andri Oberholzer, der nach langjährigen Verletzungssorgen in dieser Saison sein erfolgreiches Comeback feierte. Den guten Leistungen vom Samstag, wo er über 60 Meter (7,14) und im Hochsprung (1,99) persönliche Hallen-Bestleistungen aufgestellt hat, liess der Thurgauer am Sonntag im Stabhochsprung mit 5,20 Metern einen Exploit folgen. Den Schweizer Rekord vor Augen absolvierte der Schweizer Siebenkampf-Meister von 2017 den 1000-Meter-Lauf in persönlicher Bestleistung von 2:50,20 Minuten. So resultierten für den 24-Jährigen am Ende des zweitägigen Wettkampfes 5940 Punkte. Der Athlet des NET Sport Club Leichtathletik Amriswil übertraf damit den Schweizer Rekord von Simon Ehammer aus dem Vorjahr um 25 Punkte. Das Podest komplettierten der Zweitplatzierte Lino Wunderlin (LV Fricktal/ 5408) vor dem Bronzemedaillen-Gewinner Matthias Steinmann (LV Frenke/ 5287).

Auch in der Kategorie U20 wurden Schweizer Meistertitel vergeben. Diese gingen im Siebenkampf an Yves Baur (LAC TV Unterstrass Zürich/5244) und im Fünfkampf an Antonia Gmünder (TV Teufen/ 3693).

Für die nationale Leichtathletik-Elite geht es an den kommenden beiden Wochenenden mit zwei Wettkämpfen in Magglingen weiter. Höhepunkt werden dann am 20./21. Februar die Schweizer Meisterschaften der Aktiven sein.

Text: Thomas Ditzler
Foto: Archiv STV/Thomas Ditzler

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