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Schweiz dreht die Partie gegen Brasilien

14. August 2019

Dienstag, 13. August: Nach einem Satzrückstand kämpft sich die Schweiz im dritten Faustball-WM-Spiel zurück und bezwingt Brasilien im letzten Gruppenspiel in Winterthur mit 3:1. Damit beendet die Schweiz die Vorrunde auf Rang 1. Am Mittwoch, 14. August treffen die Gastgeber entweder auf Namibia oder Argentinien.

Nach zwei souveränen 3:0-Auftaktssiegen gegen Chile und die USA stand für die Schweiz am Dienstag ein Härtetest an. Schweiz gegen Brasilien: Diese Affiche versprach hochklassigen Faustballsport. Genau das boten die beiden Teams im letzten WM-Spiel des Tages auf dem sehr gut gefüllten Center Court mit mehr als 4500 Zuschauern.

Bevor die beiden Teams das Stadion Schützenwiese kurz vor halb neun betraten, bereiteten sich die Schweizer mit einer Trainingseinheit in Seuzach konzentriert auf das Spitzenspiel in der Gruppe B vor. Es ging es um den Gruppensieg. Aber noch fast wichtiger: ums Selbstvertrauen. «Wir wollen dieses Spiel gewinnen. Das gäbe uns ein richtig gutes Gefühl und viel Selbstvertrauen», sagte Nationaltrainer Oliver Lang vor der Partie und forderte von seinen Spielern, Emotionen aufs Feld zu bringen.

Harziger Start der Schweizer
Die Startaufstellung der Schweiz war identisch wie gegen Chile. Lukas Lässer und Raphael Schlattinger im Angriff, Malik Müller und Martin Dünner in der Abwehr, sowie Mario Kohler am Zuspiel. Die Schweizer hatten sich vorgenommen, über die Defensive ins Spiel zu kommen. Das klappte in der Startphase nicht wie gewünscht. Die Zuspiele waren zu wenig präzise, so dass die Schweizer im Angriff zu wenig Druck entwickeln konnten. Die logische Konsequenz: Satz eins ging mit 11:7 an Brasilien.

Lang reagierte und brachte im Angriff Captain Ueli Rebsamen für Raphael Schlattinger. Das Spielgeschehen war nun ausgeglichener, doch auch so gerieten die Schweizer mit 6:8 ins Hintertreffen. Angetrieben vom lautstarken Publikum kämpfen sich die Gastgeber zurück in den Satz. Mit 13:11 holten sie diesen Durchgang. «Am Anfang waren die Pässe unser Problem. Je länger das Spiel dauerte, konnten sich die Spieler steigern», analysierte Lang.

Grossartige Kulisse in Winterthur
Den Satzgewinn-Schwung konnten die Schweizer gleich mitnehmen. Sieben Punkte in Folge gelangen ihnen und damit war Satz drei entschieden. Mit 11:6 ging der ebenfalls an die Schweiz. Der vierte Durchgang war ein munteres Hin und Her mit spektakulären Ballwechseln. Mit dem allerletzten Punkt des vierten Satzes gewannen die Schweizer das Spiel mit 3:1. «Vor dieser Kulisse zu spielen, ist das Beste, was mir je passiert ist. Ein unbeschreibliches Gefühl, dafür finde ich keine Worte», freute sich Raphael Schlattinger nach der Partie.

Auch Trainer Oliver Lang zog ein positives Fazit. «Ich bin extrem zufrieden, dass alle unsere Schläger positive Momente hatten. Darauf lässt sich aufbauen für die nächsten Partien.» Die Schweiz trifft morgen in der «Double Elimination» auf den Sieger der Partie Argentinien gegen Namibia. Das Spiel der Schweizer findet um 17:45 Uhr statt.

Faustball Weltmeisterschat. Männer. in Winterthur. Vorrunde: Schweiz vs. Brasilien 3:1 (7:11, 13:11, 11:6, 15:14). – Rangliste: 1. Schweiz 3/6. 2. Brasilien 2/4. 3. Chile 2/2. 4. USA 2/0.

Text und Foto: Fabio Baranzini/PD: Swiss Faustball/adapt: fri.

Alle WM-Infos:www.faustballwm2019.ch und/oder www.swiss-faustball.ch.

Bild ganz oben:«Vor dieser Kulisse zu spielen, ist das Beste, was mir je passiert ist», freute sich Raphael Schlattinger nach dem Spiel gegen Brasilien.

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