Korbball U20: Urtenen zum vierten Nunningen zum zweiten Mal

28. Januar 2019

Die Hallen-Korbball-U20-Damen- und -Herrenmeisterschaft 2018/19 wurde am Samstag, 26. Januar 2019 in Erlen abgeschlossen. Die Spieler/-innen der Turnvereine Urtenen (Ti) und Erschwil (Tu) reisten als Führende der Zwischenrangliste in die Ostschweiz. Im Reich der Apfelkönigin Marion Weibel (Balterswil) holten sich die Bernerinnen vom TV Urtenen- und die Solothurner vom TV Nunningen die U20-Korbball-Krone 2019.

War das ein Sportwochenende, dieser Samstag/Sonntag, 26./27. Januar 2019: Die Skimänner fuhren in Kitzbühl (AUT), die -frauen in Garmisch (GER) den Berg hinunter, die Bobfahrer stürzten sich in St. Moritz in den Eiskanal, die Tennis-Spieler/-droschen in Melbourne (AUS) die Filzkugeln über das Netz und holten ihre Millionen-Dollar-Schecks. Das Schweizer Fernsehen liefert von überall bewegte Bilder und mehr oder weniger spannende Interviews.

Von den SRF-Fernsehkameras leider nicht eingefangen wurden in der Ostschweiz, in Erlen, zwei weitere Schweizer Meistertitel 2019, die im Schweizerischen Turnverband (STV) vergeben wurden: Die beiden Goldmedaillen der 26. Korbball-U20-Hallenmeisterschaft der Turner/-innen.

Die insgesamt 18 Mann- und Frauschaften des STV-Korbball-Nachwuchses spielten in der Ostschweiz die letzten 4, der insgesamt 16 Begegnungen (vier Spieltage, Start am 4. November 2018 in Aarwangen). Was die eingangs beschriebenen Fernsehbilder jeweils so eindrücklich macht, war in der Aachtalhalle von Erlen ebenfalls zu sehen: Athletik, Schweiss, geniale Spielzüge, Jubel, Ärger, Tränen, Schiri-Diskussionen und die verschiedensten emotionalen Zustände und Ausbrüche: Sport eben.

Treffer wie beim Morgartenschiessen
Die Spannung und Dramatik vor den letzten vier Begegnungen um den U20-Turnerinnen-Sieg hielt sich sehr in Grenzen. Wer auf Urtenen, die Titelverteidigerinnen und Siegerinnen 2016, 2017 und 2018 setzte, konnte nichts falsch machen. Die Frauschaft um Nicole Hess (Spielführerin) hatte bis Erlen jedes Spiel gewonnen. Dies sollte sich in den letzten Partien nicht ändern. Das (Korb-)Schützenfest à la Morgartenschiessen, Motto: «Wer hat noch nicht, wer will auch noch Körbe schiessen?», ging im Osten weiter.

Siegerinnen-Podest, v. o.: 1. TV Urtenen (Schweizer U20-Meisterinnen, weiss), 2. TV Zihlschlacht (gelb) und 3. TV Buchthalen (blau).

Die Bernerinnen schossen in der Saison 2017/18 insgesamt 220 Körbe und mussten deren 91 entgegennehmen. Ein Jahr später, 2018/19, kam es noch besser: Die Bernerinnen trafen 260 (!) mal und mussten 98 Gegentreffer einstecken. Dies ergibt ein Durchschnittsresultat von 16,25 zu 6,125 Körben je Spiel für Urtenen. Dies 16 Mal am Stück. Der vierte Meisterinnen-Titel in Folge (2016, 2017, 2018, 2019) ist hochverdient. Die Turnerinnen aus dem Verband Bern Mittelland verloren keine Begegnung, lagen immer in Führung und holten mit 32 Zählern aus 16 Spielen das Maximum heraus. Mehr geht nicht. Der SM-Titel ist damit verdient.

Direktbegegnung entschied
Mehr Spannung erzeugten die neun Korbballriegen der Turner. Vor allem die Solothurner vom TV Erschwil und TV Nunningen. Eine Mannschaft aus diesem Duo wird es packen. Mit dieser Gewissheit reiste der Schreibende nach Erlen. Erschwil führte die Zwischenrangliste nach dem dritten Spieltag mit lediglich einem Punkt Vorsprung auf Nunningen an. In Erlen kam es um 9.35 Uhr zur Direktbegegnung Nunningen gegen Erschwil. Diese entschied Nunningen mit 9:5 für sich, übernahm damit die U20-Führung und gab diese mit drei weiteren Siegen nicht mehr ab: zweiter Schweizer U20-Meistertitel. Den ersten Titel holten die Solothurner 2004.

Sieger-Podest, v. o.: 1. TV Nunningen (Schweizer U20-Meister, weiss), 2. TV Erschwil (gelb) und 3. TV Oberaach (gelb-grün).

Saison 2018-2019 ‒ das Fazit
Isa Kohler (FTV Buchthalen) und Patricia Götschi (STV Bachs) hielten, neu, die Zügel der U20-Korbballmeisterschaft 2018/2019 in den Händen. Kohler zieht Fazit: «Zuerst will ich einen Dank an die vier Organisatoren der Spielrunden sowie an alle Mann- und Frauschaften loswerden. Dank ihnen lief es optimal. Bei den Turnerinnen hatte Urtenen alles im Griff, bei den Turnern hielt die Spannung an. Das Spielniveau und die Leistungen waren an allen vier Spieltagen hoch. Die Spielenden verhielten sich diszipliniert und fair Wir mussten lediglich eine 20-Franken-Busse aussprechen. Wir sind mit der Saison 2018/2019 sehr zufrieden, natürlich auch mit den Schiris.»

Text und Fotos: Peter Friedli


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Bild g. oben: Das Umschaltspiel - Verteidigung/Angriff - klappt bei Urtenen (weiss) ausgezeichnet.

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