Emotionaler PluSport-Tag mit Bundesrätin Viola Amherd

  • 11. Juli 2023

  • Janine Geigele

  • zvg/Buchlifotografie

Der 62. PluSport-Tag am vergangenen Sonntag in Magglingen war ein voller Erfolg. Rund 1700 Personen feierten mit der Sportministerin Viola Amherd Inklusion im ¬ęEnd der Welt¬Ľ in Magglingen.

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Motivation, Spass und Ehrgeiz ‚Äď ob beim Sprint, bei Balldisziplinen, beim Weitsprung oder bei Geschicklichkeitsparcours, √ľberall waren die Athletinnen und Athleten aus den Clubs der ganzen Schweiz eifrig an ¬ęihrem¬Ľ nationalen Behindertensporttag mit Freude dabei. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurden tolle Leistungen und fetzige Shows geboten. Diese genoss erstmals auch Bundesr√§tin Viola Amherd. Kaum war die Sportministerin in Magglingen eingetroffen, war sie schon vom attraktiven Show-Klettern begeistert. Im Hinblick auf die inklusiven Para-Kletter-Weltmeisterschaften ab dem 1. August in Bern, demonstrierten f√ľnf Para-Klettende ihr K√∂nnen. Christoph Zundel, Martin Villiger, Andreas Suhner, Sarah Longhi und Roland Paillex sind alle f√ľr die inklusiven Para-Kletter Weltmeisterschaften selektioniert und sprachen nach ihrem Auftritt mit der Bundesr√§tin √ľber ihre Lieblingsportart.

Der PluSport-Tag schafft ein Gemeinschaftsgef√ľhl, wie wir es uns f√ľr andere Bereiche des t√§glichen Lebens nur w√ľnschen k√∂nnen.
Viola Amherd Schweizer Sportministerin

Die Sportministerin wiederum war fasziniert, wie zum Beispiel Sarah Longhi aus dem Rollstuhl heraus die Wand hochkletterte, wie Christoph Zundel und Martin Villiger ihre Beinprothesen abstreiften und mit nur einem Bein kletterten. Oder von Roland Paillex, der sehbehindert ist und sich von seiner Frau ¬ęguiden¬Ľ liess und dank ihr reibungslos das Ziel erreichte. ¬ęIch bin beeindruckt von diesen Leistungen und dieser tollen Atmosph√§re hier. Der PluSport-Tag schafft ein Gemeinschaftsgef√ľhl, wie wir es uns f√ľr andere Bereiche des t√§glichen Lebens nur w√ľnschen k√∂nnen. Es ist ein Tag voller Herzlichkeit, Fairness und Toleranz. Ein Schaufenster der Lebensfreude. Niemand kann sich dieser aussergew√∂hnlichen Atmosph√§re entziehen; davon konnte ich mich heute selber √ľberzeugen¬Ľ, sagte Bundesr√§tin Amherd. Die Sportministerin selbst zeigte Talent beim Ballwurf, Kugelstossen und mit dem Speer. Und sie liess es sich nicht nehmen, mit Boxhandschuhen in den Ring zu steigen. Das Thema Inklusion ist Bundesr√§tin Amherd ein grosses Anliegen. Sie hat daf√ľr gesorgt, dass Sportlerinnen und Sportler mit Beeintr√§chtigung in der Armee die Spitzensport-RS absolvieren k√∂nnen. ¬ęEs gibt noch viel zu tun in der Inklusion, aber wir haben auch schon einiges erreicht, dank der Unterst√ľtzung des Bundes. Ich m√∂chte da beispielsweise J+S und nat√ľrlich die Spitzenport-Rekrutenschule erw√§hnen¬Ľ.

Wie PluSport-Spitzensportler von der Rekrutenschule profitierten, davon schw√§rmte auch Para-Snowboard-Weltmeister Aron Fahrni. ¬ęIch trainiere mit neuen Teamkollegen, und alle haben den Sport im Fokus, das motiviert mich unglaublich¬Ľ, so Fahrni, der in Magglingen mit einigen Nationalr√§ten beim legend√§ren Promi-Fussball-Match mitspielte und gleich mehrere Tore schoss.

Inklusion schaffen ist wie einen Viertausender besteigen. Aber wir befinden uns erst im Basislager.
Markus Gerber Präsident PluSport Schweiz

Kooperationen mit Regelsportverbänden

Neben den Einzel- und Gruppen-Wettk√§mpfen wurden w√§hrend dem ganzen Tag attraktive Workshops angeboten. In Zusammenarbeit mit Partnerverb√§nden wie Swiss Boxing, dem Schweizerischen Turnverband, dem Schweizer Alpenclub, Swiss Athletics (die u. a. auch den Visana-Sprint durchgef√ľhrt haben), Swiss Badminton, Swiss Boxing und Swiss Karate Federation wurden inklusive Workshops durchgef√ľhrt, die rege ausprobiert wurden. ¬ęGenau so sollte es sein, dass sich auch die Clubs und Verb√§nde √∂ffnen¬Ľ, sagte Nationalrat und PluSport-Ehrenpr√§sident Christian Lohr. Markus Gerber, Pr√§sident PluSport Schweiz, erg√§nzte: ¬ęInklusion schaffen ist wie einen Viertausender besteigen. Aber wir befinden uns erst im Basislager. Es ist sehr viel gegangen in den letzten Jahren, aber gleichzeitig hat es noch viel Entwicklungspotential.¬Ľ

Der STV bot am PluSport-Tag zwei Schnupper-Workshops Fachtest Allround und Unihockey an.

Stabs√ľbergabe von Ren√© Will zu Christof Baer

Nach knapp 20 Jahren als Gesch√§ftsf√ľhrer hat sich Ren√© Will in Magglingen verabschiedet. Der neue CEO von PluSport heisst Christof Baer, und er freut sich extrem auf die Aufgabe: ¬ęIch gehe meine neue Herausforderung mit viel Respekt an, bin aber sicher, dass wir uns gerade im Bereich Inklusion noch weiterentwickeln k√∂nnen, so sich alle im Sport mit oder ohne Behinderung bewegen k√∂nnen. Es war ein sehr emotionaler PluSport-Tag mit vielen gl√ľcklichen Momenten. Unsere Partner haben gesehen, dass der inklusive Sport nicht nur auf Seite der Menschen mit Behinderungen einen Mehrwert generieren kann, sondern auch beim Regelsport. Dieser Tag ist einer von vielen Schritten, die in Richtung einer inklusiveren Gesellschaft noch folgen werden.¬Ľ

Das Kompetenzzentrum f√ľr Bewegung ‚Äď Sport ‚Äď Behinderung ‚Äď Inklusion

Als Dachverband f√∂rdert PluSport in der Schweiz Menschen mit Behinderung vom Breiten- bis hin zum Spitzensport. F√ľr alle Altersklassen und Behinderungsformen, in unterschiedlichen Sportarten und stets mit dem Ziel der Integration und Inklusion.

Das ist die Vision von PluSport: ¬ęMenschen mit Beeintr√§chtigung sind ein gleichwertiger und selbstbestimmter Teil unserer Gesellschaft. Die Sport-, Bewegungs- und Dienstleistungsangebote von PluSport f√∂rdern die Gleichwertigkeit und leisten einen wichtigen Beitrag hin zu einer inklusiven Gesellschaft.¬Ľ

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