Vier Weltmeistertitel und zahlreiche Podestplätze für die Schweiz
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Vier Weltmeistertitel und zahlreiche Podestplätze für die Schweiz

Carolina Estibeira/Sabine Krumm
Fotos: Stefan Roth

Das Schweizer Rhönrad-Nationalteam hat an den Weltmeisterschaften in Göttingen (GER) eindrücklich auf sich aufmerksam gemacht. Mit vier Weltmeistertiteln, weiteren Silber- und Bronzemedaillen sowie zahlreichen Finalqualifikationen gehörte die Schweiz zu den erfolgreichsten Nationen des Wettkampfs. Zudem qualifizierte sich das Team sowohl bei den Juniors als auch bei den Seniors für die Team-WM 2027 in Salzburg (AUT).

Gleich mehrfach erklang in Göttingen die Schweizer Nationalhymne. Besonders erfolgreich verlief der Wettkampf für Simon Rufener (SATUS Züri 12). Der erfahrene Athlet qualifizierte sich für sämtliche Finals und gewann gleich drei Weltmeistertitel: im Mehrkampf, in der Disziplin Gerade und in der Spirale. Für ihn waren es gleichzeitig die letzten internationalen Wettkämpfe seiner Karriere.

Für weiteres Schweizer Gold sorgte Elea Peter (SATUS Züri 12). Die Juniorin überzeugte im Geradefinal mit einer nahezu fehlerfreien Kür und durfte sich verdient Weltmeisterin nennen. Auch Manuel Roth (TV Waldstatt) konnte sich trotz einer Knieverletzung Anfang der Woche auf das Podest turnen. Er qualifizierte sich mit einem spektakulären Doppelsalto für den Sprungfinal und musste sich dort nur einem Konkurrenten aus Japan geschlagen geben.

Auch Timon Peter (SATUS Züri 12) zeigte einen hervorragenden Wettkampf. Er qualifizierte sich für alle möglichen Finals und gewann gegen ein äusserst starkes Teilnehmerfeld mehrere Medaillen.

Elea Peter
Manuel Roth
Timon Peter

Bronze trotz Rückschlägen

Für einen der emotionalsten Schweizer Erfolge sorgte Olivia Notter (TV Liestal). Die erst 14-Jährige kämpfte in den vergangenen Monaten mit einer Sprungblockade. An ihrer ersten WM bewies sie jedoch mentale Stärke und gewann Bronze im Sprung. Ebenfalls Bronze sicherte sich Meret Stark (TV Liestal) in der Spirale. Ihre Leistung ist umso bemerkenswerter, da sie sich erst wenige Monate zuvor einer Meniskusoperation unterziehen musste. 

Auch Cheyenne Rechsteiner (TV Liestal) zeigte starke Leistungen. Nach mehreren Finalqualifikationen durfte sie sich über Silber in der Spirale freuen. Gleichzeitig verpasste sie in weiteren Disziplinen das Podest nur um wenige Hundertstel.

Cheyenne Rechsteiner
Olivia Notter
Meret Stark

Breite Schweizer Stärke

Neben den Medaillengewinner*innen überzeugten zahlreiche weitere Schweizer Athlet*innen. Shannon Rüttimann (STV Untersiggenthal) zeigte trotz einer Zahnverletzung beim Einturnen starke Nerven und überzeugende Leistungen. 

Nadine Kamm (SATUS Baar) erreichte bei ihrer ersten Weltmeisterschaft die Finals im Mehrkampf und in der Spirale. Olivia Suter (TV Liestal) zeigte starke Leistungen, verpasste in einem äusserst dichten Teilnehmerfeld jedoch die Finalqualifikation. Simona Waser (STV Untersiggenthal) und Sandrine Peter (SATUS Züri 12) sammelten bei ihren WM-Debüts wertvolle internationale Erfahrungen und deuteten ihr grosses Potenzial an. Katharina Müller (SATUS Züri 12) zeigte ebenfalls einen engagierten Wettkampf und verabschiedet sich jetzt aber nach der WM vom internationalen Wettkampfsport. 

Gemeinsam unterstrichen sie die Breite und das Potenzial des Schweizer Rhönradsports.

Standing Ovations für Martin Rüetschi

Für einen besonderen Höhepunkt sorgte Martin Rüetschi (STV Bözberg) im Cyr Wheel. Der 63-Jährige war der älteste Teilnehmer der Weltmeisterschaften und begeisterte mit seiner James-Bond-Kür das Publikum derart, dass er seine Darbietung am Finaltag als Showeinlage nochmals präsentieren durfte. Die gesamte Arena feierte seinen Auftritt mit langanhaltendem Applaus.

Team-WM 2027 fest im Blick

Die starken Resultate zahlten sich auch in der Nationenwertung aus. Dank den hervorragenden Leistungen qualifizierte sich die Schweiz erfolgreich für die Team-Weltmeisterschaften 2027 in Salzburg (AUT). Die Seniors belegten Rang 2, die Juniors Rang 3.

So kehrt die Schweizer Delegation nicht nur mit einer eindrucksvollen Medaillenausbeute, sondern auch mit viel Selbstvertrauen und einer vielversprechenden Perspektive für die kommenden internationalen Herausforderungen nach Hause zurück.

 

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