Erfolgreiche Premiere der «Swiss Parkour Series»

  • 14. August 2021

  • Alexandra Herzog

  • Association Waterings

Am 14. August 2021 war es soweit: Der erste Parkour-Wettkampf des Schweizerischen Turnverbandes konnte stattfinden. Dieser wurde im Rahmen des «Waterings-Contest» im Hafen von Montreux durchgefĂŒhrt. Das Echo von Teilnehmenden und Organisatoren auf dieses neue Format fĂ€llt durchwegs positiv aus. Linus Egli aus ZĂŒrich konnte die Premiere fĂŒr sich entscheiden.

Im Hafen «Territet» von Montreux herrschten vergangenen Samstag optimale Bedingungen. 22 Athleten und vier Athletinnen traten am ersten vom Schweizerischen Turnverband (STV) organisierten Parkour-Wettkampf in der Disziplin «Speed» an. Es galt möglichst schnell, einen Kurs mit bereits bestehenden Hindernissen, wie BĂ€nke, Tische, GelĂ€nder oder Mauern, aber auch extra aufgestellte, verschiedene Blöcke aus Holz zu ĂŒberwinden. Dabei durften die Markierungslinien nicht ĂŒbertreten werden, ansonsten gab es Strafsekunden.

In der Vorrunde hatten alle Traceure (so werden die Athleten genannt) zwei Chancen, um eine möglichst gute Zeit aufzustellen. Die acht schnellsten MÀnner sowie die zwei schnellsten Frauen zogen in den Final ein. Linus Egli setzte im zweiten Durchgang die Qualifikations-Bestzeit auf. Auch im Final liess er die Konkurrenz hinter sich. Er absolvierte den Parkour in 19,5 Sekunden. Nicolas Fischer klassierte sich auf Rang 2 (19,69) und auf dem dritten Rang Claudio Ceppi (19,73).

Favorit Chris Harmat, der sich als Zweitschnellster qualifiziert hatte, konnte den Finaldurchgang nicht beenden. Bei den Frauen entschied Ekatharina Fischer das Rennen fĂŒr sich.

Linus Egli absolvierte den Kurs am schnellsten. // Foto: Maxime Gasser
Ich finde, es braucht so kompetitive Formate wie dieses.
Oskar Dietschi Teilnehmer "Parkour Speed"

Impressionen Waterings / Swiss Parkour Event

Foto: LoĂŻc Privet
Foto: Maxime Gasser
Foto: LoĂŻc Privet
Foto: Luc Morisod
Foto: Alexandra Herzog
Foto: Luc Morisod

Das macht Parkour aus

Sowohl bei den Teilnehmenden als auch beim OK kam der Anlass gut an. Die Verbindung des Parkour-Wettkampfes mit dem «Waterings Contest» begeisterte. «Man hat einen sehr kreativen Kurs aufgebaut und auch sonst ist die Location cool», lobte Chris Harmat, der in der internationalen Parkour-Szene vorne mitmischt.
«Die Hindernisse sehen nicht sehr spektakulÀr aus, aber wenn man sich auf der Strecke befindet, merkt man, dass sie technisch herausfordernd sind», meinte Traceur Nicolas Fischer. «Der Einbezug von bereits bestehenden Objekten in den Kurs war super. Das macht Parkour aus», so Fischer weiter.

Dem pflichtete auch Oskar Dietschi (Jona SG): «Es ist super, dass bereits bestehende Objekte in den Kurs eingebaut wurden. Ich finde, es braucht so kompetitive Formate wie dieses. Cool am Sport Parkour finde ich, dass es trotz Konkurrenzkampf ein Miteinander ist.»
Damit liefert Dietschi ein weiteres Argument, warum Parkour gut zum Turnsport passt.

Der Abgang ins kĂŒhle Nass

WĂ€hrend der Parkour-Event Premiere feierte, wurde der «Waterings Contest» bereits zum sechsten Male durchgefĂŒhrt. Bei diesem spektakulĂ€ren Wettkampf geht es darum, an Schaukelringen, die am Wasserrand angebracht sind, zu turnen und beim Abgang möglichst akrobatisch und sauber ins kĂŒhle Nass abzutauchen. Die Punktevergabe erfolgt durch eine Jury.

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