Revision Sportfördergesetz: STV-Anliegen sind miteingeflossen

  • 25. Januar 2023

  • Thomas Ditzler

  • VBS/DDPS

Athletinnen und Athleten sch√ľtzen, aber Vereine nicht √ľberfordern - dies war die Forderung und Haltung des STV f√ľr die Revision der Sportf√∂rderungsverordnung. Dieser Grundsatz wurde in der revidierten Verordnung aufgenommen und somit wurden die Anliegen des Sports ber√ľcksichtigt und vor allem wird die Integrit√§t des Sports gest√§rkt.

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Bundesrätin und Sportministerin Viola Amherd hat an einer Medienkonferenz vom Mittwoch, 25. Januar 2023 in Bern die Revision der Sportförderungsverordnung (SpoFöV) präsentiert. Der Schweizerische Turnverband nimmt die Überarbeitung wohlwollend zur Kenntnis.

Verst√§rkung des Schutzes insbesondere von jungen Athletinnen und Athleten vor Gewalt, Diskriminierung und psychischer Pers√∂nlich¬≠keits¬≠verletzung. Mit der Revision des Sport¬≠f√∂rderungs¬≠verordnung schafft der Bundesrat verbindliche Vorgaben f√ľr ethisches Verhalten. Der Schweizerische Turnverband (STV) begr√ľsst das Massnahmenpaket des Bundesrates zugunsten des fairen und sicheren Sports. Das Kernelement bildet dabei die rechtliche Verankerung der unabh√§ngigen Melde- und Disziplinarstelle.

Erfreut zeigt sich der Schweizerische Turnverband auch dar√ľber, dass die Anliegen, welche der Verband w√§hrend der Vernehm¬≠lassung im Mai 2022 zuhanden von Bundesr√§tin und Sportministerin Viola Amherd eingebracht hatte, in die Revision eingeflossen, erkannt und aufgenommen wurden. So machte der STV in seinem Schreiben auf verschiedene Punkte wie Transparenz, Wertsch√§tzung des Ehrenamtes und m√∂gliche Auswirkungen der Sport¬≠f√∂rderungs¬≠verordnung auf die Verb√§nde und Vereine aufmerksam.

Medienkonferenz ¬ęSchutz vor Gewalt im Sport: Bundesrat schafft verbindliche Vorgaben f√ľr ethisches Verhalten¬Ľ

Turnen wird weiter gestärkt

¬ęWir sind froh, dass mit der Revision der Sport und somit auch das Turnen weiter gest√§rkt werden¬Ľ, kommentiert STV-Zentralpr√§sident Fabio Corti die Revision.

Wohlwollend nimmt der Schweizerische Turnverband vor allem auch zur Kenntnis, dass die abgesegnete Verordnung bei den Vorgaben an die ¬ęGood Governance¬Ľ in einer abgeschw√§chten und reduzierten Form umgesetzt werden. Gerade eine in der Vernehmlassung urspr√ľnglich geforderten 12‚ÄĎj√§hrigen Amtszeitbeschr√§nkung h√§tte f√ľrs Ehrenamt in den Verb√§nden und Vereinen einschneidende Folgen gehabt.

¬ęDas ehrenamtliche Engagement h√§tte nicht noch zus√§tzlich belastet werden d√ľrfen¬Ľ, so STV-Direktorin B√©atrice Wertli. Umso zufriedenstellender f√§llt die Reaktion von Seiten des Schweizerischen Turnverbandes aus, dass der grosse Stellenwert der Ehrenamtlichkeit im Schweizer Sport ber√ľcksichtigt wird. ¬ęUnserer Forderung, mit der √ľberarbeiteten Verordnung das Ehrenamt zus√§tzlich zu st√§rken, wurde somit ebenfalls grosse Beachtung geschenkt¬Ľ, sagt Zentralpr√§sident Corti. Der Bundesrat empfiehlt nun einzig eine maximale Amtsdauer, √ľberl√§sst die definitive Regelung aber Swiss Olympic.

STV nimmt Vorreiterrolle ein

Bereits eine Vorreiterrolle nehmen die dem STV angeschlossenen Turnverb√§nde und -vereine bei der Besetzung der Leitungsorgane ein. Die vom Bundesrat neu auch bei Sport¬≠organisationen geforderte Rollenverteilung der Geschlechter mit mindestens je 40 Prozent zeigt sich sowohl bei den Vereinsvorst√§nden mit rund 58 Prozent Frauen- und rund 41 Prozent M√§nneranteil (Stand 2021), sowie bei den Verb√§nden mit einem Prozentanteil von 61 (Frauen) zu 39 (M√§nner). Die Quote wird jedoch ausschliesslich f√ľr den Dachverband Swiss Olympic sowie nationale Sportverb√§nde gelten.

Die Verordnungs√§nderungen wurden vom Bundesrat an seiner Sitzung vom 25. Januar 2023 beschlossen und werden auf den 1. M√§rz 2023 in Kraft gesetzt. Der STV begr√ľsst das Projekt ¬ęEthik im Schweizer Sport¬Ľ, damit auch ethische Grunds√§tze in der Ausbildung von Fachpersonen, in der Nachwuchsf√∂rderung und im Bereich der Elternmitarbeit implementiert werden. ¬ęEs ist ein wichtiges Arbeitsinstrument und unterst√ľtzt den STV in seiner Arbeit f√ľr eine ethisch korrekte Aus√ľbung unseres Sports¬Ľ, freut sich STV-Direktorin B√©atrice Wertli.
 

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