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Steingruber holt sich Olympia-Ticket, Team auf Rang 17

  • 06. Oktober 2019

An den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Stuttgart sichert sich Giulia Steingruber als 17. einen Platz im Mehrkampffinal. Damit holt sich die Gossauerin die Qualifikation f√ľr die Olympischen Spiele in Tokio. Das Team beendet den Wettkampf auf Rang 17.

Alles geben, einen fehlerfreien Wettkampf zeigen und schauen was dabei rauskommt. Dies war die Vorgabe f√ľr das Frauenteam am Qualifikationswettkampf der Weltmeisterschaften gewesen. Und die Equipe mit Giulia Steingruber, Ilaria K√§slin, Stefanie Siegenthaler, Caterina Barloggio und Anny Wu setzte dies sehr gut um. Die f√ľnf Turnerinnen blieben in Stuttgart an allen vier Ger√§ten sturzfrei und zeigten eine starke Leistung. Das Schweizer Team steigerte sich gegen√ľber der WM vom Vorjahr in Doha um knapp sechs Punkte. Dies bedeutete schlussendlich Rang 17. F√ľr den ganz grossen Traum Tokio 2020 reichte dies nicht. Aufgrund der ebenfalls guten Leistungen der Konkurrenz blieb der dazu notwendige 12 Rang ausser Reichweite f√ľr die Schweiz. ¬ęWir haben gek√§mpft und gut geturnt. Ich bin sehr stolz, was diese Mannschaft heute gezeigt hat¬Ľ, meinte Teamcaptain Steingruber nach dem Wettkampf.¬†

F√ľr Steingruber geht das Projekt ¬ęTokio 2020¬Ľ weiter. Sie wird im kommenden Jahr nach London 2012 und Rio 2016 zum dritten Mal an Olympischen Spielen teilnehmen. Sie qualifizierte sich als 17. f√ľr den WM-Mehrkampffinal und sicherte sich damit einen pers√∂nlichen Olympia-Startplatz. Bei ihren ersten internationalen Titelk√§mpfen nach ihrer Knieverletzung gelang der St. Gallerin ein guter Wettkampf, bei dem sich jedoch auch ein paar kleine Fehler einschlichen. ¬ęIch habe gemischte Gef√ľhle. Ich bin sehr zufrieden, dass ich bei meiner ersten WM nach der Verletzung ohne Sturz durchgekommen bin und sehr gl√ľcklich √ľber die Olympia-Quali. Leider ist mir der zweite Sprung nicht mehr so gut gelungen wie im Podiumstraining. Schade, dass ich deshalb im Sprungfinal nur erste Reserve bin¬Ľ, so Steingruber. Lange Zeit war unklar gewesen, ob Steingruber in Stuttgart √ľberhaupt zwei Spr√ľnge zeigen wird, da sie den Jurtschenko-Sprung mit Doppelschraube erst seit kurzem wieder im Training ge√ľbt hat. Steingruber hatte deshalb, zusammen mit Cheftrainer Fabien Martin, erst kurzfristig entschieden, um den Ger√§tefinal mitzuk√§mpfen. Umso bemerkenswerter die gute Leistung von Steingruber am Sprung.¬†

Neben Steingruber absolvierten auch Ilaria K√§slin und Stefanie Siegenthaler alle vier Ger√§te. K√§slin belegte den 41. Platz im Mehrkampf, Stefanie Siegenthaler den 78. Rang. F√ľr Siegenthaler war Stuttgart eine Premiere. Es war f√ľr die Z√ľrcherin der erste Mehrkampf an internationalen Titelk√§mpfen. Ein Premiere, die gelungen ist.¬†

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