STV stellt die Weichen für das Verbandsjahr 2027
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STV stellt die Weichen für das Verbandsjahr 2027

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An der Abgeordnetenversammlung (AV) wurden wichtige Entscheide für das kommende Verbandsjahr gefällt. Der Zentralvorstand wurde neu aufgestellt und eine Übergangslösung für das Zentralpräsidium beschlossen. Ebenso im Mittelpunkt standen die neue Mitgliederstruktur und das Budget 2027.

Die diesjährige AV in Eschenbach (SG) stand im Zeichen wichtiger Veränderungen für den Schweizerischen Turnverband (STV). Zum Auftakt blickte der scheidende Zentralpräsident Fabio Corti auf seine sechsjährige Amtszeit zurück. Dabei liess er prägende Entwicklungen seiner Amtszeit nochmals Revue passieren und betonte die Bedeutung eines modernen Verbandes, der Spitzen- und Breitensport gleichermassen im Blick behält.

Auch die St. Galler Regierungsrätin Bettina Surber nahm in ihrer Ansprache den Gemeinschaftsgedanken auf. Turnsport bedeute nicht nur Bewegung, sondern auch Vereinsleben, Begegnung und Freundschaften. Sie verwies zudem auf die verbindende Wirkung des Sports, etwa beim Erlernen von Landessprachen.

Mitgliederbeiträge für 2027 festgelegt

Ein zentrales Geschäft war die Festlegung der Mitgliederbeiträge im Rahmen der neuen Mitgliederstruktur, die am 1. Januar 2027 in Kraft tritt. Zur Diskussion standen neben dem Antrag des Zentralvorstands auch Anträge des Zürcher Turnverbands und des Appenzellischen Turnverbands. Diese sahen tiefere Beiträge vor, als sie vom Zentralvorstand vorgeschlagen worden waren.

Die Abgeordneten folgten schliesslich dem Antrag des Zentralvorstands. Für die Kategorie «Erwachsene Standard» beträgt der STV-Beitrag ab 2027 62 Franken, für «Erwachsene Light» (ohne Wettkampfteilnahme) 32 Franken und für «Kinder und Jugendliche» 20 Franken. Mitglieder in der Kategorie «Erwachsene Inklusion» bezahlen 20 Franken, in der Kategorie «Kinder und Jugendliche Inklusion» 10 Franken. 

Mit der neuen Mitgliederstruktur vollzieht der STV einen wichtigen Schritt hin zu einer bedürfnisgerechteren und inklusiveren Mitgliedschaft.

Budget 2027 genehmigt

Das Budget 2027 wurde verabschiedet. Die Rückmeldung aus der Herbst-Verbandsleiterkonferenz bezüglich Jugendlager und Richterausbildung wurden berücksichtigt. Mit der Genehmigung des Budgets sind die finanziellen Rahmenbedingungen für das kommende Verbandsjahr festgelegt. Die vorgesehenen Priorisierungs- und Sparmassnahmen werden 2027 weiter umgesetzt.

Vier Wahlen in den Zentralvorstand

Auch personell wurden wichtige Weichen gestellt. Philipp Moor und Aurélie Fänger wurden als Mitglieder des Zentralvorstands wiedergewählt. Neu in den Zentralvorstand gewählt wurden Alberto Martinelli (ACTG) und Patrick Locher (TBOE). Patrick Locher war nach Ablauf der ordentlichen Eingabefrist von mehreren Mitgliederverbänden als zusätzlicher Kandidat vorgeschlagen worden. Die AV stimmte seiner nachträglichen Zulassung zur Wahl zu. Zusammen mit Lysiane Tissières und Renate Krähenbühl besteht der Zentralvorstand ab dem 1. Januar 2027 aus sechs Mitgliedern.


Fänger und Moor übernehmen Zentralpräsidium ad interim

Für die Nachfolge von Fabio Corti im Zentralpräsidium lag keine Kandidatur vor. Entsprechend hatte der Zentralvorstand eine befristete Übergangslösung vorgeschlagen. Die Abgeordneten stimmten der vorgeschlagenen Lösung zu: Aurélie Fänger und Philipp Moor übernehmen ab dem 1. Januar 2027 gemeinsam das Zentralpräsidium ad interim. Die Regelung gilt für längstens ein Jahr. Die Findungskommission führt ihre Arbeit weiter, mit dem Ziel, spätestens an der nächsten ordentlichen Abgeordnetenversammlung ein neues Zentralpräsidium zu wählen.

Patrick Locher (neu), Lysiane Tissière, Philipp Moor, Aurélie Fänger, Alberto Martinelli (neu) und Renate Krähenbühl (v.l.n.r.).

Abschied aus dem Zentralvorstand

Mit Fabio Corti und Cornelia Gamma wurden zwei Mitglieder aus dem Zentralvorstand verabschiedet. Für Fabio Corti ging damit eine prägende Zeit an der Spitze des STV zu Ende. Seit 2018 gehörte er dem Zentralvorstand an, seit 2021 führte er den Verband als Zentralpräsident. Mit grossem persönlichem Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Dialogbereitschaft führte er den STV durch anspruchsvolle Jahre und prägte wichtige Entwicklungen des Verbandes. Sein grosses Engagement für den STV und den Schweizer Turnsport wurde mit langanhaltendem Applaus und der Ernennung zum Ehrenmitglied gewürdigt.

Ebenfalls aus dem Zentralvorstand verabschiedet wurde Cornelia Gamma. Der STV dankte ihr herzlich für ihr Engagement und ihren wertvollen Beitrag während ihrer Zeit im Zentralvorstand.

GPK-Wahlen

Bei der Geschäftsprüfungskommission wurden Daniel Hecht und Jürg Marbot wiedergewählt; Corina Vonplon bleibt Präsidentin. Rolf Deucher trat nicht wieder an, Priscilla Biner scheidet ebenfalls per Ende Jahr aus. Damit besteht die GPK ab dem 1. Januar 2027 vorübergehend aus drei Personen und erreicht die statutarisch vorgesehene Mindestbesetzung von fünf Mitgliedern nicht. Die AV stimmte dieser Übergangslösung für längstens ein Jahr zu. Die Suche nach weiteren Mitgliedern wird fortgeführt.

Ehrenmitglieder

Neben den wegweisenden Geschäften gehörten die Ehrungen zu den feierlichen Momenten der Versammlung. Kurt Zemp, Doris Russi und Peter Hochuli (v.l.n.r.) erhielten die Ehrenauszeichnung des STV.

Zu Ehrenmitgliedern des STV ernannt wurden Zephanja Abbühl, Martin Zollinger, Daniel Tuchschmid, Stefan Knobel, Selina Kurmann, Rolf Flury, Christian Heiss und Fabio Corti (v.l.n.r.). Damit würdigte der Verband ihr langjähriges und ausserordentliches Engagement für die Schweizer Turnbewegung.

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