Team USA gewinnt Swiss Cup ZĂŒrich – Schweizer TrĂ€ume platzen frĂŒh

  • 27. November 2022

  • Thomas Ditzler

  • Stephan Boegli

  • VIDEOS SRF Sport

Addison Fatta und Yul Moldauer holen den Sieg am Swiss Cup ZĂŒrich 2022. Das US-Team setzt sich im Final mit 27,900 Punkte hauchdĂŒnn gegen Martina Maggio und Nicola Bartolini aus Italien (27,750) durch. FĂŒr die beiden Schweizer Teams endet der Wettkampf im Hallenstadion ZĂŒrich ĂŒberraschend frĂŒh.

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Das Team USA holt sich nach dem Erfolg von 2019 (Jade Carey / Allan Bower) den Titel am Swiss Cup ZĂŒrich zurĂŒck. Besonders gross war die Freude am Sonntag, 27. November 2022 im Hallenstadion beim Amerikaner Yul Moldauer. Der 26-JĂ€hrige nahm den Gewinn, der von Stephan Schmidlin angefertigten Skulptur, eigentlich bereits im Vorjahr in den Fokus. Als sich seine damalige Turn-Partnerin beim EinwĂ€rmen jedoch verletzte, musste Moldauer seine Titelambitionen im Jahr 2020 bereits vorzeitig begraben.

Neues Jahr, neue Partnerin, neues GlĂŒck: Bei der 39. Austragung des internationalen Kunstturn-Wettkampfs konnte sich der WM-Bronze­medaillengewinner am Boden von 2017 mit der UnterstĂŒtzung von seiner Mitturnerin Addison Fatta mit dem Hallenstadion versöhnen. Der Wettkampf von Fatta und Moldauer glich einem Steigerungslauf. Nach dem ersten Durchgang auf Platz drei liegend, kĂ€mpfte sich das Duo im weiteren Verlauf zwischenzeitlich auf Rang zwei vor, ehe sie im Halbfinal gegen das Team TĂŒrkiye mit Bilge Tarhan und Adem Asil den Einzug in den Final realisieren konnten.

Starker Auftritt von Maggio und Bartolini

Im Kampf um die TrophĂ€e kam es dort zum Duell mit Martina Maggio und Nicola Bartolini. Das Duo aus Italien zeigte einen ebenso starken Wettkampf. Sowohl nach dem ersten als auch zweiten Durchgang lagen Maggio/Bartolini in der Zwischenrangliste in FĂŒhrung. Im Halbfinal hatte auch Spanien (Laura Casabuena/Joel Plata) das Nachsehen. Nicht zuletzt wegen der sehr sauber geturnten BodenĂŒbung von Bartolini, seines Zeichens Boden-Weltmeister von 2021.

Im Final glĂ€nzte dann Moldauer ein zweites Mal am Barren, nachdem er an diesem GerĂ€t bereits im ersten Durchgang erfolgreich geturnt hatte. Steigern konnte sich auch Fatta am Stufenbarren. In der zweiten Runde musste sie am selben GerĂ€t noch einen Sturz in Kauf nehmen. Im Final turnte sie dann fehlerfrei. Mit 27,900 Punkten gegenĂŒber 27,750 Punkten von Bartolini (Sprung) und Maggio (Balken) holte das US-Turn-Duo den Sieg am Swiss Cup ZĂŒrich 2022. Entsprechend gross die Freude von Moldauer beim Platzinterview: «Gerade nach dem letzten Jahr bedeutet es mir sehr viel, wieder hier turnen zu können. Wir haben eine grossartige Woche in der Schweiz erleben dĂŒrfen, welche mit dem Sieg gekrönt wurde. Die AtmosphĂ€re im Hallenstadion war wiederum einmalig.»

Asil lÀsst Muskeln spielen

Im kleinen Final setzte sich TĂŒrkiye (Adem Asil/Bilge Tarhan) gegen Spanien (Joel Plata/Laura Casabuena) durch. Adem Asil liess im Kampf um Bronze sprichwörtlich seine Muskeln spielen. Der frischgebackene Ringe-Weltmeister glĂ€nzte ein zweites Mal vor rund 5200 Zuschauenden im Hallenstadion an seinem ParadegerĂ€t.

Addison Fatta (Team USA)
Yul Moldauer (Team USA)
Martina Maggio (Team Italien)
Nicola Bartolini (Team Italien)
Das Sieger-Podest des Swiss Cup ZĂŒrich 2022 mit Italien, USA und TĂŒrkiye (von links).

Schweizer Teams scheiden in erster Runde aus

Weniger erfreulich verlief der Swiss Cup ZĂŒrich 2022 hingegen fĂŒr die beiden Schweizer Teams. Sowohl Lena Bickel und Noe Seifert (Schweiz I; 25,750) als auch Anina Wildi und Taha Serhani (Schweiz II; 25,550) schieden gleich nach der ersten Runde auf den RĂ€ngen neun und zehn liegend aus. «Wir haben unser Bestes gegeben. Es tut mir leid, dass wir so frĂŒh ausgeschieden sind», sagte eine sichtlich enttĂ€uschte Bickel im Platzinterview.

Wir haben unser Bestes gegeben. Es tut mir leid.
Lena Bickel Team Schweiz I

Vor einem Jahr glĂ€nzten Bickel und Seifert noch mit dem Halbfinal-Einzug. In diesem Jahr platzten die Schweizer TrĂ€ume bereits frĂŒh. Von grossem Erwartungsdruck wollte Seifert jedoch nichts wissen: «Ich habe mich gut gefĂŒhlt und war eigentlich auch zufrieden mit meiner Übung.» Die internationale Konkurrenz war fĂŒr die beiden Schweizer Teams in diesem Jahr jedoch schlichtweg zu gross. Somit endete der «Swiss Cup ZĂŒrich»-Wettkampf einzig fĂŒr die USA und insbesondere fĂŒr Yul Moldauer mit einem Happy-End.

EnttÀuschung beim Schweizer Duo Anina Wildi und Taha Serhani.
Noe Seifert
Taha Serhani
Anina Wildi
Lena Bickel
Die Jugend des STV Balgach glĂ€nzte mit ihrer BodenĂŒbung als Zwischennummer.

RĂŒckschau Swiss Cup ZĂŒrich 2022

Im Videocenter sind alle Übungen der Athleten vom Swiss Cup ZĂŒrich aufgeschaltet. Geniesse nochmals ihre unglaublichen Auftritte.

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