Noe Seifert gewinnt EM-Bronze

  • 27. April 2024

  • Thomas Ditzler

  • Janis Fasser

  • VIDEOS SRF

Noe Seifert turnt an den Kunstturn-Europameisterschaften in Rimini aufs Podest. Der Aargauer gewinnt im Barrenfinal seine erste EM-Medaille. Hinter Illia Kovtun (UKR) und Marios Georgiou (CYP) holt sich der 25-Jährige seine erste EM-Medaille. Am Reck wird er zudem Vierter. Luca Giubellini belegt derweil im Sprungfinal Rang acht.

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Drei Jahre nach den letzten EM-Medaillen f√ľr die Schweiz an der Heim-EM in Basel sorgt Noe Seifert in Rimini f√ľr den n√§chsten Medaillen-Erfolg f√ľr die STV-Delegation. Im Barrenfinal vom Samstag, 27. April 2024 muss sich der Aargauer einzig vom Ukrainer Illia Kovtun und dem Cyprioten Marios Georgiou geschlagen geben. Die Bronzemedaille ist zugleich der erste internationale Erfolg auf Elite-Stufe f√ľr den 25-J√§hrigen. Bis sein Medaillengewinn jedoch feststand, musste Seifert bis zum letzten Turner hoffen. Als Zweiter geturnt, setzte Seifert mit 14,833 Punkten eine Marke, die nur noch zweimal √ľbertroffen werden konnte. ¬ęNach einigen Finalteilnahmen hat es nun endlich mit Edelmetall geklappt¬Ľ, freute sich Seifert nach dem Wettkampf. Es f√ľhle sich sehr gut an, f√§hrt der Aargauer fort, der seinen Erfolg damit beschreibt, dass ihm ein Stein vom Herzen gefallen sei.

Viel Zeit, um den Erfolg zu realisieren, ist dem frischgebackenen Medaillengewinner nach der Siegerehrung jedoch nicht geblieben. Bereits wenige Minuten danach, musste Seifert wieder an die Ger√§te. Im abschliessenden Reckfinal war der 25-J√§hrige als erster Turner an der Reihe. Trotz dieser kurzen Zeit zwischen Medaillen-Freude und Konzentration auf den n√§chsten Final habe die Reck-√úbung dann sehr gut geklappt, f√ľhrte Seifert fort: ¬ęIch hatte gegen Schluss der Reck-√úbung kaum noch Energie.¬Ľ Umso gr√∂sser sei die √úberraschung gewesen, als er den Dreifach-Salto beim Abgang praktisch m√ľhelos setzen konnte. Nur ein kurzer Schreckmoment gab es w√§hrend der √úbung, als er beinahe die Reck-Stange mit den H√§nden verfehlte. Getragen vom Barren-Erfolg zuvor und von den Schweizer Fans im Publikum liess er sich jedoch nichts anmerken und turnte auch seinen zweiten Final souver√§n durch. Mit dem Gewinn von Barren-Bronze, tr√∂stete er sich wohl auch etwas dar√ľber hinweg, dass ihm am Reck mit Rang vier nur 0,100 Punkte f√ľr eine weitere Medaille gefehlt hatte. Zudem steht mit dem Teamfinal am Sonntag f√ľr Seifert und Co. noch ein weiterer H√∂hepunkt der Kunstturn-EM 2024 bevor.

F√ľr Fehler abgestraft worden

Neben Seifert stand im ersten Ger√§tefinal der Elite mit Luca Giubellini ein weiterer Schweizer am Sprung im Einsatz. Nachdem ihm der erste Sprung trotz etwas tiefer Landung gegl√ľckt war, musste Giubellini beim zweiten Sprung bei der Landung einen Sturz in Kauf nehmen. ¬ęNat√ľrlich bin ich etwas entt√§uscht, wie es gelaufen ist¬Ľ, sagt der Aargauer. Auch wenn ihm bewusst war, dass es ihm auch mit zwei guten Spr√ľngen wohl nicht aufs Podest gereicht h√§tte: ¬ęDas Teilnehmerfeld war heute derart stark.¬Ľ Beim zweiten Sprung sei er f√ľr den fehlenden Abdruck am Sprungtisch bestraft worden, so Giubellinis Fazit. Aber alleine die Tatsache, dass er nach der EM 2023 in Antalya zum zweiten Mal in Serie im Sprungfinal turnen durfte, stufte der 20-J√§hrige f√ľr sich pers√∂nlich als sehr hoch ein. Mit einer Note von 13,516 Punkten (14,366 / 12,666) belegte Luca Giubellini letztendlich den achten Schlussrang.

Bereits am Vormittag war mit Nico Oberholzer ein Schweizer bei den Ger√§te-Entscheidungen der Junioren im Einsatz. Oberholzer turnte, nachdem er sich am Donnerstag als Sechster qualifiziert hatte, im Reck-Final. Nach einer sehr gelungenen √úbung klatschte der Z√ľrcher sichtlich erleichtert mit seinem Trainer Marco Rizzo ab. ¬ęIch war sehr zufrieden. Den Winkel, ein F-Element, hatte ich seit langer Zeit nicht mehr geturnt. Das Ziel war es, die √úbung durchturnen. Dies ist mir sehr gut gelungen. Entsprechend bin ich happy¬Ľ, so Oberholzer. Seine Darbietung wurde von den Kampfrichtern mit einer Note von 13,033 belohnt, was gleichbedeutend mit dem 5. Schlussrang im Final war. ¬ęIch hatte w√§hrend des Wettkampfes ein sehr gutes Gef√ľhl¬Ľ, sagte er. Bereits mit seinem Auftritt in der Qualifikation sei er sehr zufrieden gewesen. Nach dem Fieber in der Vorwoche h√§tte er nie damit gerechnet, dass er in Rimini auch noch einen Ger√§tefinal bestreiten darf:  ¬ęDer Final war f√ľr mich der Bonus obendrauf.¬Ľ

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