«Die Umsetzung der Strategie und der Ausbau unserer Leistungen benötigen Ressourcen. Wir bewegen uns in einem Spannungsfeld zwischen steigenden Anforderungen und zunehmendem finanziellen Druck», sagte ZV-Präsident Fabio Corti.
Die Jahresrechnung 2025 schliesst bei einem Gesamtumsatz von 22,55 Millionen Franken mit einem Aufwandüberschuss von rund 570’000 Franken ab. Gegenüber dem Budget ergibt sich eine Abweichung von 311’000 Franken (1,37 Prozent). Kurt Hunziker, Abteilungsleiter Finanzen, erläuterte wesentliche Punkte: Budgetierte Sponsoringerträge konnten nicht im vorgesehenen Umfang realisiert werden, zudem blieb auch das Mitgliederwachstum hinter den Erwartungen zurück. Die Kantonal- und Regionalturnverbände wurden vorab über den Jahresabschluss informiert und konnten im Vorfeld Fragen dazu einreichen.
Finanzielle Basis intakt – Handlungsbedarf besteht
Trotz des Defizits bleibt die finanzielle Basis solid: Das frei verfügbare Organisationskapital beträgt per Ende 2025 5,18 Millionen Franken. Der festgelegte Mindestbetrag von 5 Millionen Franken wird damit weiterhin eingehalten, der finanzielle Spielraum wird jedoch enger. Um die Stabilität zu sichern, sind in den kommenden Jahren wieder ausgeglichene Rechnungen notwendig. Die STV-Leitung hat dazu die Eckpunkte einer Verzichtsplanung sowie den vorgesehenen Zeitplan vorgestellt. Konkrete Massnahmen werden zeitnahe umgesetzt, um das Organisationskapital mittelfristig zu stärken und die finanzielle Handlungsfähigkeit des Verbandes langfristig zu sichern.
Planung wird verbindlicher
Als Reaktion auf die Budgetabweichungen wurden verschiedene Massnahmen beschlossen, um die Planungssicherheit zu erhöhen. Auf Antrag des Thurgauer Turnverbandes wurde entschieden, die Mitglieder künftig mit den effektiven Mitgliederzahlen des aktuellen Jahres, welche neu bereits Ende März gemeldet werden, zu budgetieren. Darüber hinaus sollen die übrigen Einnahmen vorsichtiger anhand der Vorjahreszahlen eingeplant werden. Ziel ist eine belastbare Planung, die Abweichungen reduziert.
Transparenz und Vertrauen stärken
Der Workshop zur Zusammenarbeit bot Raum für einen offenen Austausch. Dabei zeigte sich, dass Information und Kommunikation eine noch zentralere Rolle einnehmen und künftig stärker auf die unterschiedlichen Zielgruppen ausgerichtet sowie klarer strukturiert werden sollen. Auch im Projektmanagement wurden Ansatzpunkte identifiziert, um Abläufe zu schärfen und die Mitgliederverbände frühzeitiger in Prozesse einzubeziehen.
Zudem wurde der Bedarf nach verständlichen Erklärungen von Systemen und Zusammenhängen betont, um Transparenz und Vertrauen zu stärken. Die Erkenntnisse werden nun ausgewertet und an der Herbst-Verbandsleitungskonferenz 2026 erneut aufgenommen.
Mitgliederbeiträge Kategorie Inklusion
Mit der Anpassung der Mitgliederstruktur ab 2027 wird neu die Kategorie Inklusion eingeführt. Den Verbandsvertreter*innen wurde die vorgesehene Beitragshöhe erläutert. In den kommenden Wochen haben die Verbände die Möglichkeit, ihre Rückmeldungen im Rahmen einer Umfrage einzubringen. Die Genehmigung soll an der Abgeordnetenversammlung (AV) 2026 erfolgen.
Neue administrative Präsidien:
- Aliénor Genevaz (GYM Vaud)
- Thomas Nef (Glarner Turnverband)
- Rico Hauser (Schaffhauser Turnverband)
- Pascal Rüegg (Kantonal-Schwyzer Turnverband)
- Pauline Bovier (GYM Valais-Wallis)
Neue technische Präsidien:
- Renya Schena (Graubündner Turnverband)
- Matiu Gabriel (Graubündner Turnverband)
- Stefanie Meier, (Turnverband Luzern, Ob- und Nidwalden)
- Loris Laib, (Kantonal-Schwyzer Turnverband)
Die ZV-Mitglieder Aurélie Fänger und Philipp Moor hiessen die neuen administrativen sowie technischen Präsidentinnen und Präsidenten herzlich willkommen.






