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Trampolin: Drei Finalplätze am Nissen Cup (Weltcup) in Arosa

Renate Ried

Am 47. Nissen Cup, der zur FIG Weltcup Serie zählt, werden Morgen Samstag die Schweizer Farben in drei Finals vertreten sein. Nicolas Schori (Ecublens Actigym) steht im Einzelfinal der Männer und im Synchron-Final zusammen mit Fabian Wyler (TV Stäfa). Fanny Chilo (FSG Morges) und Mélanie Peterhans (FSG Aigle-Alliance) qualifizierten sich für den Synchron-Final der Frauen.

Cheftrainer Roby Raymond ist sehr zufrieden mit den Schweizern: «Sie turnten alle sehr stabil. Schade, sind sie in der Pflichtübung etwas schüchtern eingestiegen.» Die 18-jährige Fanny Chilo hatte die nicht ganz einfache Aufgabe, als Erste den Welt-Cup zu eröffnen. «Dies war sicher schwierig in diesem Klasse-Startfeld», räumt Roby Raymond ein. «In der Kür turnten alle sehr engagiert. Die ganze Equipe hat bewiesen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das Niveau hier in Arosa war wirklich sehr hoch», lobt der Cheftrainer die Athletinnen und Athleten. Am Nissen Cup, dem letzten Weltcup vor den Olympischen Spielen, dominierten in der Qualifikation erwartungsgemäss die Chinesen. Bei den Männern liegt Dong Dong (2. WM Birmingham 2011, 3. OS Peking 2008) in Führung vor drei Landsleuten. Der amtierende Weltmeister Lu Chunglong (China) war nicht am Start. Bester Schweizer war Nicolas Schori (Ecublens Actigym), als 14. verpasste er den Final der besten Acht (zwei pro Nation) um nur vier Ränge. Als Schweizer ist er aber in Arosa als Neunter Finalteilnehmer qualifiziert. Auch bei den Frauen führt nach der Qualifikation die Chinesin Huang Shanshan vor ihrer Landsfrau Li Dan. Die Schweizerinnen klassierten sich geschlossen auf den Rängen 21. – 24. (Fanny Chilo, Sylvie Wirth, Simone Scherrer, Mélanie Peterhans). Fanny Chilo, die das erste Jahr im Nationalkader ist, zeigte nach dem Weltcup in Albacete (Sp) von letzter Woche heute zum zweiten Mal ihre neue, schwierigere Kür (Difficulty 13,1). «Im Training turnt sie schon Übungen mit Ausgangswert 14,0. Ich bin sicher, dass sie dies nächstes Jahr zeigen kann», strahlt Roby Raymond. Zum Vergleich: Die Siegerin der Qualifikation Huang Shanshan hatte einen D-Note von 15,0.

Auch im Synchronturnen setzten sich die Chinesen an die Spitze. Chilo/Peterhans wurden Dritte und Scherer/Wirth Vierte. Da im Synchronturnen im Final der besten Acht nur eine Nation zugelassen ist, müssen dieses Mal Scherer/Wirth zusehen, letztes Wochenende wurden sie am Weltcup in Albacete (Sp) Dritte. Fabian Wyler und Nicolas Schori strahlen nach den zwei gelungenen Synchronübungen um die Wette. «Unseren letzten gemeinsamen Synchron-Wettkampf turnten wir vor zwei Jahren am Nissen Cup in Davos. Es war genial, wie wir immer noch harmonierten», erzählte Fabian Wyler. Nicolas Schori turnte die letzten Synchronwettkämpfe jeweils mit Alexey Kovgar, der in Arosa fehlte. Wyler/Schori wurden in der Qualifikation Vierte.

Am internationalen Junioren Wettkampf in Arosa qualifizierten sich Fabio Hug und Cédric Jeannerat (TV Grenchen) als Achte für den Synchronfinal Boys. Die Einzel Qualifikationswettkämpfe der Junioren beginnen morgen Samstag um 10:00 Uhr.

Das ganze Organisationskomitee mit allen Helfern war weltcupwürdig – Weltklasse, wie Athleten und Trainer aus dem Ausland immer wieder erwähnten. Einen Spezial-Applaus erhielt zum Beispiel Simon, ein Hilfesteher bei einer Trampolinecke. Als ein russischer Turner unfreiwillig die Trampolinfläche verliess, fing er diesen souverän auf.

1958 wurde in Wasen im Emmental der erste Nissen Cup durchgeführt. Der Nissen-Cup ist der älteste internationale Trampolin-Wettkampf und wird alle zwei Jahre in der Schweiz ausgetragen. Benannt ist er nach dem Erfinder des Trampolins, dem Amerikaner George Nissen († 2010). Seit 2004 gehört der Nissen Cup zur FIG Weltcup Serie.

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