Die Faustballsaison geht los
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Die Faustballsaison geht los

Fabio Baranzini / Swiss Faustball

Am Wochenende startet die neue Feldsaison im Faustball. Die Frauen starten am Sonntag, die Männer bereits am Samstag. In der Nationalliga A der Frauen starten die Titelverteidigerinnen aus Diepoldsau als Favoritinnen. Bei den Männern startet ein offener Kampf um die Final4-Plätze. Die Ausgangslage verspricht viel Spannung und bietet Potenzial für Überraschungen.

In der Halle ist die Titelserie von Diepoldsaus Frauen gerissen. Im Endspiel mussten sie sich Kreuzlingen in einem hochspannenden Final knapp geschlagen geben. Auf dem Feld sind die Rheininslerinnen aber noch immer die Nummer eins. Die letzten sechs Schweizer Meistertitel gingen allesamt nach Diepoldsau. Entsprechend ist die Zielsetzung klar: «Wir wollen unseren Titel verteidigen», sagt Jamie Bucher. 

Klar ist aber auch, dass Kreuzlingen mit noch mehr Selbstvertrauen in die neue Saison starten wird. Sie haben in der Halle gezeigt, dass sie in der Lage sind, auch in einem wichtigen Spiel ihre Leistung abzurufen und ein Final gegen Diepoldsau zu gewinnen. Warum also auf dem Feld nicht noch einmal? Die Chancen sind durchaus vorhanden.

Diepoldsaus Frauen streben den siebten Titel auf dem Feld in Folge an.

Verstärkung für Jona

Gespannt sein darf man auch auf das Team aus Jona. Die routinierten Jonerinnen haben Verstärkung bekommen durch die beiden Nationalspielerinnen Adéla und Makéta Lang, die von Elgg-Ettenhausen nach Jona gewechselt haben. In dieser Konstellation streben die Jonerinnen das Final4-Turnier an und wollen dort ein Wörtchen um den Titel mitreden. Voraussetzung dafür ist aber wohl, dass die beiden aktuell verletzten Spielerinnen Adéla Lang (Angriff) und Tina Baumann (Abwehr) wieder fit sind. 

Challenge für Widnau

Auch Elgg-Ettenhausen und Schlieren setzt sich die Final4-Teilnahme zum Ziel und werden wohl den vierten Platz am Finalturnier in Neuendorf unter sich ausmachen. Schwierig wird die Saison für die Aufsteigerinnen aus Widnau, denn der Niveauunterschied zwischen der NLA und der NLB ist bei den Frauen relativ gross. Das Ziel der Widnauerinnen ist denn auch primär die Weiterentwicklung des Teams und man will von den Begegnungen gegen die stärkeren Gegnerinnen profitieren. 

In der Nationalliga B fällt am kommenden Sonntag ebenfalls der Startschuss in die neue Feldsaison. Auch dort werden sechs Teams antreten, darunter mit Kirchberg, Rickenbach-Wilen und Bozen auch deren drei, die für den Aufstieg in die Nationalliga A in Frage kommen. Die drei anderen Equipen sind nicht aufstiegsberechtigte Zweitmannschaften.

Elgg-Ettenhausen startet bei den Männern als Titelverteidiger in die neue Saison.

Im letzten Jahr hat die FG Elgg-Ettenhausen etwas überraschend den Schweizer Meistertitel auf dem Feld gewonnen. Die Elgger haben jedoch bewiesen, dass dieser Erfolg kein Zufall war, standen sie doch auch in der Halle im Final. Entsprechend gehören die Elgger auch für diese Feldsaison zu den meistgenannten Titelanwärtern. Dasselbe gilt für Hallen-Schweizer-Meister Oberentfelden. Auch die Aargauer stehen bei vielen Expertinnen und Experten ganz oben auf dem Zettel.

Viele Final4-Anwärter

Doch wie bereits in den letzten Jahren ist auch in dieser Saison ein enger Kampf um die Final4-Plätze zu erwarten. Da wäre beispielsweise die Equipe aus Affeltrangen, der mittlerweile seit längerem ein Exploit im Kampf um den Schweizer Meistertitel zugetraut wird. Aber auch die Routiniers von Faustball Wigoltingen, die in den letzten Jahren Stammgast im Endspiel waren, muss man auf der Rechnung haben, auch wenn sie mittlerweile das klar höchste Durchschnittsalter aller NLA-Teams aufweisen. 

Die Equipe aus Neuendorf um Angreifer Dominik Rhyn und Mittelmann Kevin Nützi, der nach einer Verletzungspause wieder zurück ist, möchte ebenfalls um die Final4-Teilnahme mitkämpfen. Vor allem weil das Final4-Turnier in diesem Jahr von den Neuendörfern organisiert wird. Auch Widnau setzt sich zum Ziel, am Final4-Turnier in Neuendorf dabei zu sein.

Wundertüte Diepoldsau

Schwierig einzuschätzen ist, wie stark die Equipe aus Diepoldsau sein wird nach den Abgängen der Leistungsträger Malik Müller (Mitte), Christian Lässer und Sven Muckle (beide Angriff). Die Rheininsler spielen im Angriff mit den beiden Neuzugängen Simon Schlattinger und Jérôme Sepin, sowie Laurin Juen. Was in dieser Konstellation für Diepoldsau möglich ist, wird sich im Verlauf der Saison zeigen. Rickenbach-Wilen, das im letzten Jahr den Gang in die Barrage antreten musste, will in diesem Jahr möglichst viel Distanz zwischen sich und die Abstiegs- und Barrageplätzen legen. Aufsteiger Jona nimmt derweil den Ligaerhalt ins Visier. 

In den beiden Nationalliga B Gruppen Ost und West beginnt die neue Saison erst eine Woche später, nämlich am 9. Mai. Dies hängt damit zusammen, dass die beiden Ligen im Vergleich zum letzten Jahr verkleinert wurden. Statt wie bisher neun Teams laufen in der Nationalliga B pro Gruppe nur noch sechs Equipen auf.

Spieldaten und Resultate sind auf swissfaustball.ch zu finden.

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