Während international oft der Spitzensport im Zentrum steht, setzt sich der STV auch bewusst für die Sichtbarkeit des Breitensports auf der internationalen Bühne ein. Er positioniert sich als starker Vertreter des Vereinsturnens und -lebens. Dieses Modell ist international zunehmend gefragt – insbesondere im Hinblick auf Gesundheit und soziale Komponenten.
Länder wie Griechenland, Brasilien oder Nepal zeigen grosses Interesse am Schweizer Vereinsmodell.
Schweizer Vereinsturnen als Referenzmodell
Um den Austausch unter den internationalen Verbänden zu fördern, findet jedes Jahr ein Breitensport-Kolloquium statt. Am diesjährigen Kolloquium in Mexiko-Stadt präsentierte der STV zum Thema «Social Impact» (dt.: sozialer Einfluss) das Schweizer Vereinsturnen als weltweit fast einmaliges Modell. Es ging um Vereine als soziale Treffpunkte, generationenübergreifende Wettkämpfe und Grossanlässe wie das Eidgenössische Turnfest, die sportliche Leistung mit Gemeinschaft verbinden.
Teilnehmende Länder, wie zum Beispiel Griechenland, Irland, Brasilien oder Nepal, zeigen grosses Interesse am Schweizer Modell und erkundigen sich nach Reglementen, Konzepten und Unterlagen. «Viele Länder stehen vor der Frage, wie sie Turnangebote für alle Altersgruppen aufbauen können. Das Schweizer Modell zeigt, dass Vereinsleben ein Schlüssel für nachhaltigen Breitensport sein kann», betont Jérôme Hübscher, Abteilungsleiter Sportförderung beim STV. Besonders das Zusammenspiel der Altersstrukturen sowie der soziale Beitrag langjährig engagierter Mitglieder sei für die anderen Verbände interessant.
Das wachsende Interesse am Breitensport sieht man an den Verbänden. Als ich 2008 zum ersten Mal dabei war, haben nur wenige Nationen teilgenommen. Heute sind es über 100 Verbände.
Austausch, der auch den STV weiterbringt
Auch der STV nutzt den internationalen Austausch gezielt, um sich weiterzuentwickeln. Projekte aus anderen Ländern – etwa im Bereich Inklusion – liefern wertvolle Impulse. «Wir präsentieren nicht nur unsere Lösungen, sondern lernen auch viel von anderen. Gerade in Themen wie Inklusion oder Schutzkonzepte sind Länder wie Grossbritannien oder Irland weiter – davon profitieren wir direkt», so Hübscher. So fliessen internationale Erkenntnisse in laufende oder geplante Projekte des STV ein und stärken die Qualität der nationalen Verbandsarbeit.
Netzwerke mit konkretem Nutzen
Neben dem fachlichen Austausch vertritt der STV auf internationaler Ebene auch konkrete Schweizer Interessen im Breitensport. Hübscher ist neben seiner Funktion beim STV auch Vize-Präsident des Komitees «Gymnastics for All» (dt.: Breitensport) bei World Gymnastics, dem Internationalen Turnverband. Durch gezieltes Engagement und persönliche Netzwerke gelingt es dem STV, sich wirkungsvoll für den Schweizer Turnsport einzusetzen. «Solche Erfolge entstehen nicht zufällig. Sie basieren auf Vertrauen, Präsenz und langfristiger Beziehungsarbeit», betont Hübscher. Um diese Wirkung langfristig zu sichern, legt der STV Wert auf den nachhaltigen Aufbau internationaler Kompetenzen und Netzwerke im Verband – auch mit Blick auf künftige personelle Wechsel.
So positioniert sich der STV international als verlässlicher, kompetenter Partner im Breitensport. Er bringt Schweizer Erfahrungen ein, lernt von anderen Ländern – und leistet so einen aktiven Beitrag zur Weiterentwicklung des Turnsports weltweit.
Breitensport mit internationaler Wirkung
Mit seinem Engagement in internationalen Gremien zeigt der STV, dass Breitensport weit über nationale Grenzen hinaus Wirkung entfalten kann. Das Schweizer Vereinsmodell liefert Antworten auf zentrale Fragen von Gesundheit, Gemeinschaft und nachhaltiger Sportförderung – und wird damit zunehmend zur internationalen Referenz.
















