Nils Haller wirkte heute weniger spritzig, als noch in der Qualifikation. Der 22-jährige Bieler bestätigte dies nach dem Wettkampf: «Ich stieg top motiviert in den Wettkampf ein, merkte aber rasch, dass mir etwas Frische fehlte». Eigentlich wollte Nils Haller gegenüber der Qualifikation und dem Teamfinale seine Ringübung erschweren. «Während der Übung nach dem dritten Element merkte ich, dass die Kraft fehlte, so liess ich die geplante Felge zum Kopfkreuz weg», erklärte er. Am Barren konnte sich Nils Haller mit einer guten Übung gegenüber der Qualifikation um einen Rang verbessern und wurde wie an den Ringen Siebter. «Ich bin mit dieser EM und dem heutigen Tag sehr zufrieden», so Nils Haller. «Ich kam nach Montpellier mit der Hoffnung auf einen Final, den an den Ringen und schliesslich stand ich zusammen mit dem Team im Final und auch am Barren. Diese EM werde ich wohl immer in Erinnerung behalten», strahlt er, «ich bin noch kein Routinier an Grossanlässen und hoffe, dass ich auch in Zukunft wieder in Finals turnen darf.»
Spitzensportchef Felix Stingelin ist ebenfalls zufrieden mit Nils Haller: « Er hat das rausgeholt, was machbar ist. In der Qualifikation turnte er ein Quäntchen besser. Doch er hat an den Ringen den Rang gehalten und sich am Barren um einen verbessert. Nils Haller darf stolz mit seinem Auftritt sein, er hat ein gutes Bild hinterlassen.»
Renate Ried
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