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Claudio Capelli jüngster Kunstturnmeister aller Zeiten

Esther Meier

Zwei Wochen vor seinem 18. Geburtstag wurde der Berner Claudio Capelli in Herrliberg neuer Schweizer Meister im Kunstturnen. Er ist damit der jüngster Mehrkampfmeister aller Zeiten.

Topfavorit und Vorjahressieger Niki Böschenstein war letztes Jahr zum Zeitpunkt des Titelgewinnes fünf Monate älter als Capelli jetzt. Als Siebenter im Mehrkampffinal der Junioren-Europameisterschaften im Mai dieses Jahres in Ljubljana hatte er seine Stabilität angedeutet. Der Berner ist offensichtlich ein Mann der Meisterschaften: Bereits letztes Jahr in Bern war er Fünfter im Mehrkampf.

Niki Böschenstein musste bei seiner Pferdübung, der zweiten Disziplin, nach einem Fehler improvisieren (nur 7,05) und lag in der Zwischenrangliste auf Platz 15. Er startete zu einer Aufholjagd, kämpfte sich auf Platz zwei vor. Die Reckübung gelang aber nicht wunschgemäss, sodass er schliesslich Vierter wurde. Silber gewann überraschend der Zürcher Oberländer Flavio Fanconi (22), der stabil turnte und deshalb Mark Ramseier (20) auf den Bronzeplatz verdrängte. Mit Fehlern am Barren und am Reck vergab der Aargauer Silber.

Nachdem bereits Roland Häuptli (18) verletzt ausfiel (Knieverletzung vor eine Woche), erwischte es in Herrliberg Roger Sager (23) verletzte sich Roger Sager nach einem Sturz vom Reck so schwer, dass er den Wettkampf aufgeben musste. Eine genaue Untersuchung Anfang nächster Woche wird zeigen, ob sich die erste Diagnose (Kreuzbandriss) bestätigen wird.

In den Gerätefinals rehabilitierte sich Böschenstein mit den Titeln am Boden und am Barren. Seine erste Akrobatikbahn in der Bodenübung mit einem gestreckten Doppelsalto mit Schraube zum sicheren Stand war Extraklasse.

Die andern vier Titel gingen an vier verschiedene Turner: Am Pauschenpferd gewann Mark Ramseier, an den Ringen Kevin Bachmann – beide mit Ausgangsnoten 10 –, beim Sprung konnte Patrick Dominguez seine beiden Versuche als einziger sicher stehen, und zum Abschluss am Reck triumphierte Roman Gisi (19). Der EM-Bronzemedaillengewinner Christoph Schärer hatte seine neue, erschwerte Übung im Mehrkampf verturnt und war lediglich Ersatz im Final. Gisi gewann die erste Goldmedaille für das Kunstturnzentrum Liestal, nachdem er im Mehrkampf (Fünfter) bereits für das wertvollste Resultat aller Zeiten für die Baselbieter gesorgt und am Pferd Silber gewonnen hatte.

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Erwin Hänggi, Medienchef STV

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