Ohne grosse Erwartungen, dafür mit viel Vorfreude ging Bickel in ihren ersten EM-Gerätefinal. «Ich bin zufrieden mit dem, was ich geturnt habe. Es war mein erster Final», sagte sie nach ihrem Auftritt. Auch wenn sie sich bei der Bewertung etwas mehr erhofft hatte, überwog der Stolz: «Ich habe alles gegeben. Auf meine Leistung kann ich stolz sein.»
Der Finalauftritt rundete für Bickel eine gute Woche in Zagreb ab. Im Mehrkampf erreichte sie den zehnten Rang. Ebenfalls auf Platz zehn klassierte sie sich mit dem Schweizer Team, das sich damit das Ticket für die Weltmeisterschaften sicherte.
Neben den Resultaten nimmt Bickel vor allem die Erfahrung aus Zagreb mit. Vieles rund um einen grossen Gerätefinal war für sie noch neu. «Ich wusste nicht wirklich, wie so ein wichtiger Final funktioniert.» Nun kennt sie die Abläufe – und weiss auch, woran sie weiterarbeiten will: «Ich habe noch Zeit, neue Sachen zu lernen und meine Schwierigkeiten zu verbessern. Hoffentlich läuft es beim nächsten Mal noch etwas besser.»
Drei Top-10-Plätze, die WM-Qualifikation mit dem Team und die erste Finalerfahrung: Bickel reist mit einigen positiven Eindrücken aus Zagreb ab.
Die Medaillen am Boden sicherten sich Manila Esposito (ITA), Elena Colas (FRA) und Angelina Melnikova (WG2).





