«Wir haben Unglaubliches geleistet»

  • 8. Oktober 2023

  • Thomas Ditzler

  • Janis Fasser

  • Das Schweizer Kunstturnen setzte in Antwerpen zum Höhenflug an.

Das Kunstturnen der MĂ€nner kann mit den Resultaten in Antwerpen auf eine der erfolgreichsten Weltmeisterschaften der vergangenen Jahre zurĂŒckblicken. Zum Abschluss der TitelkĂ€mpfe in Belgien blicken Delegationsleiter David Huser und Nationaltrainer Claudio Capelli auf die Woche in Antwerpen zurĂŒck.

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Claudio Capelli, eine unglaubliche Weltmeisterschaft liegt aus Schweizer Sicht hinter uns. Wie stolz bist du als Trainer auf die Leistungen?

Claudio Capelli: Sehr stolz. Die Leistung, welche die Jungs als Team erbracht haben, war unglaublich. Sie hatten einen super Teamgeist und haben entsprechend auch sehr gut geturnt. Es war auch fĂŒr uns als Trainerteam sehr toll, diese Leistungen mit dem Team erleben zu dĂŒrfen. Auch im abschliessenden Mehrkampf haben Noe und Florian nochmals ihre beachtlichen Leistungen unter Beweis gestellt.
 

Ihr dĂŒrft aus MĂ€nner-Sicht auf eine unglaubliche WM-Woche zurĂŒckblicken. Welches Fazit ziehst du?

Es ist unglaublich. Wir haben unser Ziel völlig ĂŒbertroffen, was wunderschön ist. Dennoch gilt es, weiter an uns zu arbeiten, damit wir möglichst noch oft solche Momente wie hier in Antwerpen erleben dĂŒrfen. FĂŒr dieses Ziel arbeiten wir weiterhin hart. Nun gilt es aber auch einmal, diese Leistungen einfach zu geniessen.
 

Neben den Top-Resultaten im Mehrkampf und mit dem Team, wurdet ihr zum Abschluss auch noch mit dem Infinity Award fĂŒr eure Teamleistung an dieser WM geehrt. Was bedeutet dieser Preis fĂŒr euch?

Es zeigt einfach nochmals, dass die Jungs etwas Unglaubliches hier geleistet haben und dass diese Leistung auch von den anderen Nationen zur Kenntnis genommen wurde. Das wir als kleine Schweiz fĂŒr diesen Preis ausgewĂ€hlt wurden, macht mich unglaublich stolz. Es ist einfach nur krass!

David Huser, Claudio nimmt im Bezug auf die WM das Wort «krass» in den Mund. Durchaus zurecht, denn diese WM brachte fĂŒr die Schweiz sowohl auf MĂ€nner- als auch auf Frauenseite so viele Höhepunkte. Was lösen diese Erfolge bei dir aus?

David Huser: Es macht mich extrem stolz. Es ist eine grosse Teamleistung, die vollbracht wurde. Eine Teamleistung, die nicht nur den Turnenden und der Delegation hier in Antwerpen zu verdanken ist, sondern auch jenen Personen in Magglingen oder jene in den regionalen Leistungszentren. Es löst bei mir eine unglaubliche Freude aus.
 

Welche Erkenntnisse nimmst du als Chef Olympische Mission von dieser WM mit?

Der Mehrkampf-Final mit dem Diplom-Rang von Noe Seifert zeigte abschliessend nochmals deutlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir mĂŒssen aber weiter an uns arbeiten, denn es gilt noch einiges zu entwickeln. Ich bin aber sehr positiv gestimmt, was die Zukunft betrifft.
 

Mit dem Ziel, das Olympia-Ticket zu gewinnen, ist die Delegation nach Antwerpen gereist. Nun lĂ€sst sich bilanzieren, dass alle Erwartungen ĂŒbertroffen wurden. Wie ist diese Leistung zu erklĂ€ren?

Es ist eine Teamleistung, die hier vollbracht wurde. Und mit Team meine ich, alle, die hier vor Ort waren und auch jene, die im Vorfeld fĂŒr diese Mission gearbeitet haben. Wir versuchen fĂŒr die Athletinnen und Athleten die optimalen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sie ihren Traum erfĂŒllen und ihre Leistungen am Tag X abrufen können. Dazu braucht es jeden einzelnen, angefangen beim Medical Team bis hin zu jeder Person, die ein Teil in dieser Delegation war. FĂŒr den Moment bin ich sehr happy und dennoch blickt ein Auge auch bereits weiter Richtung Olympische Spiele 2024 in Paris. Denn diese Vorbereitung startet unmittelbar nach dem Ende dieser WM, damit wir auch in einem Jahr, das Beste aus unserem Team herausholen können.
 

Das i-TĂŒpfelchen auf diese Leistungen erfolgte in Form der PreisĂŒbergabe des Infinity Award nach dem Mehrkampf-Final am Donnerstagabend fĂŒr das Schweizer MĂ€nner-Team. Was bedeutet dieser Preis fĂŒr das Turnen in der Schweiz?

Wenn man die GrĂŒnde weiss, wieso wir diesen Preis erhalten habe und man sieht, welche Nationen den Preis in jĂŒngster Vergangenheit erhalten haben, wie beispielsweise Japan oder China, dann ist diese Auszeichnung extrem hoch einzustufen. Es ist eine riesige Ehre, dass wir diesen Preis bekommen durften. Und noch einmal, auch dieser Award ist der Verdienst eines ganz grossen Teams, welches hinter all diesen Leistungen steht – alle Athleten in Magglingen, die Trainer-Crew und noch ganz viele mehr. Es ist schlichtweg eine riesengrosse Ehre fĂŒr uns!

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