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Testevent: Aus der Traum für Nicolas Schori

Nicolas Schori konnte heute sein Potential nicht abrufen und verpasste als 16. den Olympiaquotenplatz im Trampolinturnen für die Schweiz.

Schon in der ersten Übung konnte Nicolas Schori nicht zeigen, was er wirklich kann. Er war ungewohnt tief und dementsprechend auch tiefer in der Wertung. Der Druck in der zweiten Übung perfekt durchzukommen wurde dadurch zu gross. Die ersten drei Sprünge, der zehnteiligen Übung gelangen sehr gut. Doch nach dem vierten Sprung kam Nicolas Schori schlecht aufs Tuch, musste einen Zwischensprung einschieben und dann nur einen Salto rückwärts mit halber Schraube, anstelle des geplanten dreifachen Saltos (Triffis), anhängen. Der Rest gelang wieder. «Um einen Sturz zu verhindern, musste ich umstellen, ich versuchte zu „überleben“», erklärt der extrem enttäuschte Nicolas Schori. Mit den Übungen, die er im Podiumstraining gezeigt hatte, wäre der Olympiaquotenplatz für die Schweiz drin gelegen. «Heute war ein extrem schwieriger Wettkampf. Auf allen Turnern, die sich noch für die OS qualifizieren wollten, lag ein enormer Druck. Alle warteten, bis der Erste einen Fehler machte. Unglücklicherweise war dies Nico. Mit seiner gewohnten Leistung hätte es reichen müssen, schade», so Cheftrainer Roby Raymond. Auch Raymond wirkt frustriert. Auch Felix Stingelin, Chef Spitzensport ist die Enttäuschung anzusehen: «Die Olympiaqualifikation war in Griffnähe. Leider wurde die, durch einen dummen Fehler, verpasst». Im Trampolinturnen hat ein kleiner Fehler grosse Auswirkungen, der Turner hat keine Chance diesen zu korrigieren. Hinzu kommt, dass an den Olympischen Spielen nur 16 Turner starten werden.

Nicolas Schori muss seine Enttäuschung zuerst einmal verarbeiten: «Es ist extrem hart, vor allem da ich heute nicht meinem Niveau entsprechend gesprungen bin. Mal sehen, wie es weitergeht. Zuerst muss ich dieses Erlebnis aus dem Kopf bringen.» In den nächsten Wochen wird der 24-jährige vermutlich nicht viel Zeit haben, dem verpassten Olympiatraum nachzuhängen. Seine Freundin ist hochschwanger. Geburtstermin ist nächste Woche. Und immerhin findet Nicolas Schori für einen kurzen Moment sein Lächeln wieder: «Nun freue ich mich auf mein Baby!»

Renate Ried

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