Spannung bis zur letzten Landung
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Spannung bis zur letzten Landung

Carolina Estibeira
Foto: Stephan Boegli

Der Swiss Cup Zürich gehört seit Jahren zu den spektakulärsten Wettkämpfen im internationalen Kunstturnen. 2026 schlägt der Traditionsanlass ein neues Kapitel auf: mit einem komplett überarbeiteten Wettkampfmodus und einer 360-Grad-Arena.

Wer den neuen Swiss Cup Zürich (SCZ) verstehen will, darf ruhig an die Fussball-WM denken. Auch dort gibt es eine Qualifikation (Gruppenphase) und K.o.-Duelle (vom Viertelfinal bis Final). Genau nach diesem Prinzip funktioniert künftig auch der SCZ.

Neu treten fünf Teams gegeneinander an, bestehend aus je zwei Frauen und zwei Männern.

In den ersten drei Runden sammeln die Teams Punkte. Jedes Team turnt pro Runde zwei Übungen. Nach der dritten Runde, also nach sechs Übungen pro Team, steht das Team mit der höchsten Punktzahl direkt im Halbfinal.

Die Teams auf den Rängen 2 bis 5 müssen in die sogenannte Entscheidungsrunde (Viertelfinal). Dort treffen sie in direkten Duellen aufeinander – Rang 2 gegen Rang 5 sowie Rang 3 gegen Rang 4. Die Punkte werden genullt. Es treten die Athletinnen und Athleten an, die in der dritten Runde nicht geturnt haben.

Von der Qualifikation in die K.o.-Phase

Nach der Entscheidungsrunde messen sich die verbleibenden drei Teams im Halbfinal. Es starten alle wieder bei null. Pro Team kommen eine Turnerin und ein Turner zum Einsatz. Das Team mit der niedrigsten Punktzahl scheidet aus. Die anderen qualifizieren sich für den Final.

Auch der Final beginnt auf Augenhöhe. Wieder werden alle bisherigen Punkte zurückgesetzt. Sämtliche vier Athletinnen und Athleten eines Teams absolvieren je eine Übung. Die addierte Punktzahl entscheidet über den Sieg beim Swiss Cup Zürich 2026.

Jeder Moment kann entscheidend sein. Der neue Modus sorgt dafür, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Ein Fehler in der Vorrunde bedeutet nicht automatisch das Aus, weil später alles wieder auf null gestellt wird. Gleichzeitig kann sich kein Team auf einem frühen Vorsprung ausruhen.

Mehr Taktik durch den Buzzer

Zusätzliche Spannung verspricht ein neues taktisches Element: der Buzzer. Jedes Team darf in der Qualifikation (Runde 1–3) eine Übung benennen, die doppelt zählt. Allerdings muss die Entscheidung vor der jeweiligen Übung getroffen werden. Wer den richtigen Moment erwischt, kann sich einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Wer sich verzockt, könnte wichtige Punkte verlieren.

Die Arena wird zum Hexenkessel

Neben dem Wettkampfmodus wartet eine weitere Neuerung auf das Publikum: die 360-Grad-Arena. Anstatt das Geschehen nur von drei Seiten aus zu verfolgen, umringen die Zuschauenden künftig die gesamte Wettkampffläche. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die sich deutlich von klassischen Turnveranstaltungen unterscheidet. Die Fans sind näher am Geschehen, erleben jede Landung, jede Emotion und jeden Jubel unmittelbar mit.

Die Arena wird damit zum Mittelpunkt des Events. Die Athletinnen und Athleten stehen förmlich im Zentrum des Geschehens und werden von allen Seiten unterstützt.

Mehr Show, mehr Spannung, mehr Swiss Cup

Der neue Swiss Cup Zürich verbindet sportliche Höchstleistungen mit einem verständlichen Wettkampfformat und einer noch intensiveren Publikumserfahrung. Direkte Duelle, taktische Entscheidungen, ständig neue Ausgangslagen und die 360-Grad-Arena sorgen dafür, dass jede Übung Bedeutung erhält. Oder anders gesagt: Der Swiss Cup Zürich bleibt sich treu – und wird gleichzeitig moderner.

Das Wichtigste im Überblick
  • Fünf Teams
  • Vier Athlet*innen pro Team (zwei Frauen und zwei Männer)
  • Drei Runden in der Qualifikation
  • Sechs Übungen pro Team in der Qualifikation
  • Einmal darf der Buzzer eingesetzt werden

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