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Kunstturnen: Schweiz Quali-Dritte mit dem Team, vier Gerätefinals

ahv

Die Erfolgsstory geht weiter: Das Schweizer Frauenteam qualifiziert sich am Donnerstag, 2. Juni 2016 an den Europameisterschaften Kunstturnen in Bern als Dritte für den Final. Weiter stehen Giulia Steingruber und Ilaria Käslin in insgesamt vier Gerätefinals.

Scheinbar beflügelt von der euphorischen Stimmung in der «PostFinance-Arena» von Bern gelingt dem Schweizer Team mit Caterina Barloggio, Thea Brogli, Ilaria Käslin, Stefanie Siegenthaler und Giulia Steingruber am Sprung ein fulminanter Wettkampf-Auftakt. Mit den drei sauber gelandeten Sprüngen holten sie starke 43,598 Punkte ab. Mit starkem Selbstvertrauen präsentierten sie daraufhin ihre Übungen am Stufenbarren, womit sie nach zwei Geräten immer noch auf dem zweiten Zwischenrang lagen. Am Schwebebalken machten sich dann aber doch die Nerven bemerkbar. Barloggio musste als erste Turnerin einmal vom Gerät und Steingruber verzeichnete gar zwei Stürze. Dafür lieferte Käslin eine wunderschöne Übung ab und brachte hohe 14,266 Punkte in die Wertung. Vierter Zwischenrang vor dem letzten Gerät. Zum Abschluss drehten die Schweizerinnen am Boden nochmal auf und katapultierten sich mit einem Total von 166,128 Punkten auf den dritten Platz in der Qualifikation. «Ich bin extrem stolz auf die heutige Leistung. Es ist super, mit so tollen Kolleginnen turnen zu dürfen», freute sich Team-Kapitänin Steingruber.

«Traum erfüllt»
Und auch die Schweizerinnen schafften etwas, was es in der Turngeschichte der Frauen bisher noch nicht gab. Sie qualifizieren sich für vier EM-Gerätefinals. Steingruber in deren drei (Sprung, Stufenbarren, Boden) und Käslin in einem (Schwebebalken). Für die 18-jährige Tessinerin ist es das erste Mal, dass sie in einem EM-Gerätefinal steht. Überhaupt gelang ihr ein sehr starker Wettkampf.
«Heute war ein fast perfekter Tag. Dritte im Team, das ist unglaublich und endlich konnte ich meinen Traum von einem Gerätefinal realisieren», so eine glückliche Ilaria Käslin.
Drei Gerätefinals hiess das Ziel von Giulia Steingruber. Dieses hat sie erreicht, doch nicht ganz so, wie geplant. «Eigentlich habe ich mir Hoffnung auf den Balkenfinal gemacht und jetzt habe ich es erneut am Stufenbarren geschafft», zeigte sie sich die 22-Jährige zufrieden. Dies kann sie auch durchaus sein. An ihren beiden Paradegeräten Sprung und Boden lieferte sie genial ab, womit sie an diesen als Qualisiegerin bzw. -Zweite hervorging.

Text: Alexandra Herzog

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