In der Qualifikation turnte Giulia Steingruber noch auf Sicherheit und wählte einen einfacheren ersten Sprung. Im heutigen Final zeigte sie einen ausgezeichneten «Tschussowitina» und erhielt dafür die hohe Note von 15,325 Punkten (D-Score 6,3). Auch der Tsukahara mit einer Schraube gelang sehr gut – 14,000 (5,2). Der Sieg war ihr nicht mehr zu nehmen. Giulia Steingruber gewann mit 0,825 Punkten Vorsprung auf die Deutsche Nadine Jarosch. «Ich bin mega glücklich, einfach ein perfekter Tag», so die strahlende Siegerin und spricht damit auch den Stufenbarren an. Am Stufenbarren zeigte sie heute ihre neue erschwerte Übung. Dank der neuen Bückfelge mit ganzer Drehung erhöhte sich der Schwierigkeitswert (D-Score) um 0,2 Punkte auf neu 5,7. Gewonnen wurde der Stufenbarrenfinal von der Engländerin Elizabeth Tweddle (u.a. an diesem Gerät Europameisterin 2011 und Weltmeisterin 2010).
Morgen geht es für Giulia Steingruber weiter mit dem Balkenfinale. Claudio Capelli turnt am Barren und Reck und Pablo Brägger am Barren.
Renate Ried