Unerwartet qualifizierte sich Oliver Hegi mit dem ausgezeichneten dritten Rang für den Reckfinal am Sonntag. Der erwartete Barren- oder Pauschenpferd-Final blieb dafür aus. Selbst Hegi ist darüber erstaunt. Vor ihm (Reck) klassieren sich nur die stetigen Überflieger: Epke Zonderland (Ho) auf Rang 1 und Fabian Hambüchen (De) Rang 2.
Mit Rang 7 (Nationen bereinigt) erreichte Claudio Capelli den schon länger angepeilten Bodenfinal. «Ich freue mich riesig! Schon seit längerer Zeit war ein Finalplatz am Boden mein Ziel. Momentan sind die Gefühle jedoch noch etwas gemischt, denn auf der einen Seite bin ich noch etwas enttäuscht wegen des verpassten Team-Finals, aber den Bodenfinal habe ich geschafft und nun heisst es Vollgas für den Sonntag», sagte Capelli. Der dritte Finalplatz am Sprung eroberte Michael Meier. Er qualifizierte sich mit dem guten siebten Rang für den Sonntag. «Die drei Gerätefinals sind super! Ich hätte höchstens mit einem gerechnet», sagte Cheftrainer Bernhard Fluck glücklich.
Die Schweizer Mannschaft zeigt sich mit ihren Leistungen heute zufrieden. «Wir erreichten den neunten Platz, ganz knapp hinter dem Achten. Von dem her gesehen haben wir unser Ziel zwar nicht erreicht, zeigten aber trotzdem einen super Wettkampf mit nur einem Sturz in der Wertung – wir können mit uns zufrieden sein», kommentierte Capelli. Auch Oliver Hegi fühlt sich in Bezug auf den Teamwettkampf gut: «Wir haben bis zum letzten Gerät gekämpft. Natürlich ist es schade, dass wir schlussendlich nur den neunten Rang belegen», so Hegi.
Text: Chantal Weinmann