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Faustball: Silber für das Schweizer Männerteam an den World Games

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Es hat nicht ganz gereicht, die Schweizer Faustballer holen an den World Games in Cali (Kol) wie schon bei den letzten World Games in Taiwan «nur» die Silbermedaille. Dank einem 4:1-Sieg ging der Titel an Weltmeister Deutschland. Trotzdem durften sich die Spieler von Nationaltrainer Oliver Lang in der Nacht auf Montag mit berechtigtem Stolz die Silbermedaille umhängen lassen.

Grenzenlose Enttäuschung, Tränen – die Schweizer Faustballer waren nach der überraschend klaren Niederlage gegen den Weltmeister aus Deutschland am Boden zerstört und rangen nach Worten. Die bittere Pleite musste erst verdaut werden. Gefeiert wurde das Team von rund 30 mitgereisten Fans trotzdem. Denn der zweite Platz der letzten World Games in Taiwan wurde erfolgreich verteidigt – und das mit einem jungen und (noch) hungrigen Team. Cali 2013 wird trotzdem in den Köpfen der Spieler bleiben, als eine positive Erinnerung, die nun in vier Jahren in Polen nachträglich vergoldet werden soll.

Die Deutschen klar besser
Das Finalspiel verlief überraschend einseitig. Die Schweizer produzierten im Angriff zu viele Fehler und waren in der Abwehr zeitweise überfordert. Erst nach dem 0:3-Rückstand nach Sätzen und einer Umstellung im Angriff – Ueli Rebsamen spielte am Schlag, Cyrill Schreiber nur noch am Service – kamen die Vorrundensieger ins Spiel. Abwehr und Aufbau klappten plötzlich wieder präzis und Rebsamen punktete laufend. So gewannen die Rot-Weissen Satz Nummer 4 klar mit 11:2. Doch das wars dann schon. Die Deutschen liessen sich nicht beirren und nahmen die Partie gleich wieder in die Hand. Auf allen Positionen waren sie in diesem Finalspiel klar stärker, was sie mit dem 11:3-Satzgewinn mehr als deutlich unterstrichen. Die Revanche für Niederlage an der EM vom Vorjahr war dem Team von Olaf Neuenfeld damit eindrücklich gelungen.

«Silber gewonnen»
«Unmittelbar nach dem Spiel sagte ich zu mir, dass wir Gold verloren haben, eine halbe Stunde nach dem Spiel rede ich vom Gewinn der Silbermedaille», sagte Nationaltrainer Oliver lang nach dem Spiel. «Wir haben alles gegeben an diesen World Games. Leider hat es nicht bis zum Schluss gereicht.» Doch ganz zufrieden ist Lang nicht: «Wir wollten ganz klar Gold, und Silber bekamen wir. Wenn wir die Geschichte des Schweizer Faustballs anschauen, ist es zwar das beste Resultat – ever! Es gab schon letztes Mal Silber und deswegen können wir sagen, wir sind auf Augenhöhe mit bereits Gewonnenem. Aber ich gebe offen und ehrlich zu, wir wollten Gold und das haben wir nicht erreicht! Und deswegen muss ich sagen: Ziel nicht erfüllt!»
Franco Giori, Präsident von Swiss Faustball (er konnte persönlich nicht vor Ort sein) ist stolz auf seine Männer: «Bereits das Erreichen des Finalspiels ist eine Meisterleistung, der Gewinn der Silbermedaille ist wahrlich verdient. Ich gratuliere dem Team und dem Staff ganz herzlich.» Das junge Team setze damit seinen Erfolgsweg fort. Das verdiene seinen vollen Respekt und grosse Anerkennung. «Bravo!», so Giori weiter.

Text: Andreas Hörner / ahv

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