Ariella Kaeslin hatte das harte Los, als Letzte am Sprung zu starten. Keine leichte Aufgabe: «Ich bin überhaupt nicht gerne die Letzte. Da werde ich zittrig. Ich musste die ganze Zeit rum rennen.» Zudem ging sie als Favoritin an den Start, der Druck war enorm. Obwohl sie müde war, konnte sie vor Nervosität nicht gut schlafen. Doch selbstbewusst sagte Ariella Kaeslin: «Ich bin für die Goldene aufgestanden». Kaeslin bewies einmal mehr Nervenstärke. Sie zeigte einen ausgezeichneten «Tschussowitina»: 15,125 die erneut sehr hohe Wertung. Der Sprung war nicht mehr ganz so perfekt wie gestern, Kaeslin musste einen Ausfallschritt machen. Auch der zweite Sprung gelang. Publikum, Trainer und vor allem Ariella konnten jubeln! Ariella Kaeslin schreibt damit ein weiteres Stück Schweizer Turngeschichte und wird erste Europameisterin im Frauen Kunstturnen.
Renate Ried, Medienchefin STV