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Testevent: Schweizer Kunstturner sind „akklimatisiert“

Renate Ried

Die Angewöhnungszeit der Schweizer war sehr knapp. Am Samstag in London angekommen, hiess es vom OK aus: Heute gibt es keine Trainingsmöglichkeit. Somit mussten Claudio Capelli und Pascal Bucher heute Sonntag direkt ins Podiumstraining einsteigen. Eine ungewohnte Situation auch für Routinier Claudio Capelli: «Ist schon eine sehr kurze Angewöhnungszeit, ich bin gespannt, wie das läuft. Aber um die Geräte zu spüren wird es schon reichen», gab sich der Berner zuversichtlich vor dem Einsatz.

Situationsbedingt wählte der Cheftrainer Berhard Fluck eine andere Strategie, als üblich. Nur am Startgerät Pauschenpferd mussten die Turner eine ganze Übung zeigen, an den anderen Geräten war das Ziel Elemente und Übungshälften durchzuturnen.

Für Pascal Bucher galt es zudem am Podiumstraining zu entscheiden, was er im Wettkampf am Dienstag, 10. Januar turnen will/kann. Seit zwei Wochen hat er Schmerzen im linken Ellbogen. «Es ist eine Überlastung des Ellbogens, kein Unfall», erklärt Pascal Bucher. Das nach der WM in Tokio formulierte Ziel muss er nun abschwächen. Er wollte sicher an drei Geräten seine Übungen erschweren. Nach dem heutigen Podiumstraining ist klar, dass Pascal Bucher „nur“ am Reck und Pferd schwerer als an der WM in Tokio turnen wird. Zuversicht gibt ihm die Tatsache, dass er mit seinen „alten“ Übungen den WM-Final in Tokio erreicht hat. Und mit diesem Resultat ist das Olympiaticket problemlos erreichbar. Er braucht also nicht zwingend die schwierigeren neuen Übungen. Sein Ziel ist allerdings das Neue zu zeigen und einzubauen: «Ich bin froh, dass es am Reck und Pferd klappt, körperlich bin ich fit, aber der Ellbogen schmerzt schon.»
Bernhard Fluck ist zufrieden mit den Turnern nach dem Podiumstraining: «Es war den Umständen entsprechend ein gutes Training, welches aber nicht mit einem normalen Podiumstraining vergleichbar ist. Die Turner konnten sich an die wirklich sehr grosse Halle angewöhnen. Beide wissen wohin sie wollen. Morgen gibt es noch ein Korrekturtraining und dann gilt es am Dienstag ernst.»

Renate Ried

Langversion und weitere Infos auf der STV Webunterseite: <link _blank>Testevent

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