Roman Gisi (Seltisberg BL) gehörte zu den vielversprechenden Jungturnern seiner Generation. An den Junioren-Europameisterschaften 2002 in Patras (Grie) gewann er Silber mit der Mannschaft. Der elegante Allrounder vertrat die Schweiz an drei Weltmeisterschaften (2007, 2009, 2010) und an zwei Europameisterschaften (2009 und 2010). An der WM 2011 musste er aufgrund einer Mittelfussknochenverletzung als Reserveturner zusehen. Hinzu kamen diverse Länderwettkämpfe und internationale Turniere. Zu seinen grössten Erfolgen bei der Elite gehören der 13. Rang im Mehrkampffinal an den Weltmeisterschaften 2010 in London sowie der fünfte Mannschaftsrang an der EM 2010 in Birmingham.
Der Baselbieter dankt allen, die ihn jahrelang und in jeder Situation unterstützt haben. «Vor allem meiner Familie und meinen Trainern, welche mich sozusagen grossgezogen haben». Roman Gisi wechselte im Jahr 2006 nach der abgeschlossenen Berufsausbildung nach Magglingen. «Dank der Unterstützung meines damaligen Praxisbildners und den Abteilungsleitern konnte ich eine kaufmännische Ausbildung kombiniert mit dem Spitzensport absolvieren, für mich war dies enorm wichtig.» Zu schätzen wusste er auch die Unterstützung des Swiss Olympic Medical Teams (Physiotherapie, Massage, Sportpsychologie etc.) und des Bundesamtes für Sport BASPO, wo er im Human Resources arbeiten konnte. «Die Arbeit ermöglichte mir einen Ausgleich und eine Abwechslung zum Sport», so Gisi. «Aus sportlicher Sicht kann ich extrem viele schöne Erfahrungen mitnehmen. Vor allem der Austausch mit Sportlern aus anderen Ländern war sehr bereichernd. Was die Zukunft bringt, ist offen, aber sie wird mit Menschen zu tun haben.»

Niki Böschenstein (Würenlos AG) gehörte zu den vielversprechenden Jungturnern seiner Generation. An den Junioren-Europameisterschaften 2002 in Patras (Grie) gewann er Silber mit der Mannschaft. Bei der Elite vertrat er die Schweiz an fünf Weltmeisterschaften (2003, 2005, 2006, 2007, 2009) und an sieben Europameisterschaften (2004 bis 2010). Hinzu kamen diverse Länderwettkämpfe und internationale Turniere. Fünf Mal durfte er sich als Schweizer Meister feiern lassen, ein Kunststück, das seit den 50-er Jahren keinem Turner mehr gelang.
Zu seinen grössten Erfolgen gehören der 13. Rang im Mehrkampffinal an der WM 2005, sowie die beiden Gerätefinaldiplome an den Europameisterschaften 2009 (8. Barren) und 2010 (7. Ringe). Mit der Mannschaft erreichte er den achten Rang an der WM 2006 und den fünften an der EM 2010. Immer wieder wurde er nach erfolgreichem Abschneiden durch Verletzungen zurückgeworfen. 2002 musste er sein Sprunggelenk zwei Mal operieren. Nach der erfolgreichen EM 2010 musste er wegen einer schmerzhaften Achillessehne sowie Schmerzen in der linken Schulter die Wettkampfsaison frühzeitig beenden. Nach der Schulteroperation, der Rehabilitation und dem Training konnte Niki Böschenstein den Trainings- und Wettkampfrückstand nicht aufholen. Im Mai 2011 kam noch ein Bruch des Wadenbeines hinzu.
Nun zieht Niki Böschenstein die Konsequenzen: «Ich muss auf meinen Körper hören und die Signale ernst nehmen. Die vielen Verletzungen zwingen mich, vom Spitzensport zurückzutreten und wirken sich ehrlicherweise auch auf meine Motivation aus.» Niki Böschenstein bedankt sich bei allen, die ihn jahrelang unterstützt haben: «Ohne diese Unterstützung hätte ich diese Erfolge nicht realisieren können. Der Dank gilt meiner Familie und Freunden, meinem Verein, dem STV Neuenhof, dem Aargauer Kunstturnerverband, dem STV und meinen Sponsoren und natürlich all meinen Fans! Dem Kunstturnen werde ich auf alle Fälle verbunden bleiben.»
Der Schweizerische Turnverband dankt den beiden Turnern für ihren Einsatz für das Kunstturnen.
Renate Ried, Medienchefin STV



