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Kunstturnen: Schweiz Qualifikations-Dritte, sieben Gerätefinals

ahv

Am zweiten Tag, 26. Mai 2016, der Europameisterschaften Kunstturnen in Bern, lieferte das Schweizer Männer-Team einmal mehr eine starke Leistung ab und qualifizierten sich als dritte Mannschaft hinter den Favoriten aus Russland und Grossbritannien für den Final vom kommenden Samstag. Ausserdem schafften die Turner den Einzug in sieben Gerätefinals.

Die Mannschaft mit Christian Baumann, Pablo Brägger, Benjamin Gischard, Oliver Hegi und Eddy Yusof musste lange warten, bis sie in der dritten und letzten Subdivision um 18 Uhr, endlich in die Geräte greifen durften. Das schien ihnen aber nichts auszumachen. Die Schweizer konnten die hohen Erwartungen erfüllen. Die Jungs starteten am Sprung gut in den Wettkampf. Vom Heim-Publikum getragen, erturnten sich alle drei Athleten am Barren Noten von über 15 Punkten. Am Reck musste Oliver Hegi einen Sturz hinnehmen, der ihn den erhofften Finalplatz kostete. Weil an der Team-EM der Modus 5/3/3 (5 im Team/3 pro Gerät/3 in der Wertung) gilt, kommt auch jeder Sturz in die Wertung. Die Schweizer liessen sich aber nicht beirren und präsentierten sich am Boden stark. Am Zittergerät Pauschenpferd gab es einen weiteren Sturz, bevor die einheimischen Athleten mit stabilen Ringleistungen ein Schlusstotal von 263,662 Punkten erreichten.

Im Teamfinal vom Samstag, 28. Mai 2016, beginnt alles wieder bei null. Den dritten Platz zu verteidigen, wird nicht ganz einfach, weil die Konkurrenten aus Deutschland (256,262) und der Ukraine (262,228) ebenfalls Stürze verzeichneten. Die Kräfte gut einteilen, heisst es für die Gerätefinalisten. Baumann darf am Sonntag, 29. Mai 2016 am Barren, Pauschenpferd und Reck, Brägger am Barren, Boden und Reck nochmal ran. Gischard qualifizierte sich als Siebter für den Sprungfinal. Damit stehen sieben Gerätefinals für die Schweiz zu Buche. Das gab es bis zur heutigen Zeit noch nie.

«Besser hätte ich heute nicht turnen können. Ich bin mehr als zufrieden», freute sich Christian Baumann. Und fügte hinzu: «Wenn mir heute Morgen jemand gesagt hätte, dass ich mich für drei Gerätefinals qualifiziere, hätte ich ihm nicht geglaubt.» Auch Captain Pablo Brägger ist glücklich: «Unser Wettkampf war nicht perfekt, aber gut. Wir sind sehr zufrieden mit der Teamleistung.»

Text: Alexandra Herzog

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