Faustball-Showdown in Wängi
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Faustball-Showdown in Wängi

Fabio Baranzini
Fotos: Fabio Baranzini

Am kommenden Wochenende findet in Wängi das Final4-Turnier statt, bei dem die besten vier Männer- und Frauenequipen der Qualifikation um den Schweizer Meistertitel in der Halle kämpfen. Einen klaren Favoriten zu bestimmen, ist dabei sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern kaum möglich.

Titelverteidigerinnen werden richtig gefordert

In den letzten sieben Jahren haben die Diepoldsauserinnen sechsmal den Schweizer Meistertitel in der Halle gewonnen. Einzig Jona konnte die Serie vor drei Jahren durchbrechen. In dieser Hallensaison bietet sich der Konkurrenz nun wieder einmal eine Chance, die Dominanz von Diepoldsau zu stoppen. Die Rheininslerinnen, die mehrere Runden auf Hauptangreiferin Tanja Bognar verzichten mussten, belegten in der Qualifikation nur den vierten Rang und erspielten sich dabei sechs Zähler weniger als ihre Halbfinalgegnerinnen aus Jona. 

Offenes Duell im Halbfinal

Entsprechend wird dieses Halbfinalduell mit Spannung erwartet. Jamie Bucher, Spielerin bei Diepoldsau, beschreibt die Ausgangslage wie folgt: «Unser Ziel bleibt der Final und die Titelverteidigung. Wir wissen aber, dass das schwieriger wird als in anderen Jahren. Unsere Halbfinalgegnerinnen aus Jona kennen wir schon ewig und wissen, was uns erwartet. Die Partie kann jedoch auf beide Seiten kippen.» Etwas zurückhaltender gibt sich Charly Raymann, der bei Jona an der Seitenlinie steht. «Die Ausgangslage ist sehr spannend, denn aus unserer Sicht ist aufgrund der Qualifikation kein Team zu favorisieren. Das Halbfinalspiel ist völlig offen. Wir hoffen, unsere Bestleistung abrufen zu können, und dann ist die Finalqualifikation möglich.»

Kreuzlingen in der Favoritenrolle

Im anderen Halbfinal messen sich Kreuzlingen und Elgg-Ettenhausen. Die Direktduelle in der Qualifikation zwischen diesen beiden Teams endeten jeweils 3:1, wobei beide Equipen je einmal siegreich blieben. In der Zwischenzeit hat sich allerdings die personelle Situation bei den Equipen verändert. Bei Kreuzlingen sind die verletzten Angreiferinnen Sara Peterhans und Kim Niemann zurück im Team, womit Kreuzlingen in Bestbesetzung antreten kann. Bei Elgg-Ettenhausen dagegen werden sich die Abgänge der Leistungsträgerinnen Adéla und Markéta Lang sowie von Oliver Lang an der Seitenlinie wohl bemerkbar machen. «Wir starten als Favoritinnen ins Halbfinale, wissen aber auch, dass es ein umkämpftes Spiel geben wird und dass Elgg sicher nie aufgeben wird. Unser Ziel ist jedoch der Schweizer Meistertitel», sagt Fabienne Frischknecht von Faustball Kreuzlingen. Annika Huber von der FG Elgg-Ettenhausen: «Unser Mindestziel ist eine Medaille. Wir werden im Halbfinal alles geben, aber Kreuzlingen ist zu favorisieren. Kein anderes Team ist auf jeder Position so stabil besetzt wie Kreuzlingen. Sie sind für mich daher die Titelfavoritinnen. Wir werden aber versuchen, die Überraschung zu schaffen.»

Offene Ausgangslage am Final4-Turnier der Männer

Es verspricht ein spannendes Final4-Turnier zu werden bei den Männern, denn jedes Team kann Argumente für sich in die Waagschale werfen. Oberentfelden startet als Titelverteidiger und Qualifikationssieger. Diepoldsau bringt viel Routine mit und hat in der Qualifikation – bis auf die letzte Runde – einen richtig starken Eindruck hinterlassen. Elgg-Ettenhausen hat in der Qualifikation gezeigt, dass der Feld Schweizer Meistertitel alles andere als Zufall war und auch in der Halle mit ihnen zu rechnen ist. Und Affeltrangen bringt durchaus das Potenzial mit, die anderen Teams zu schlagen – vor allem, weil das Final4 Turnier für sie ein Heimspiel ist. Gespielt wird in der Halle in Wängi und der STV Affeltrangen ist der Organisator des Hallen-Saisonhighlights. 

Oberentfelden mit leichten Vorteilen

Im ersten Halbfinal kämpfen Titelverteidiger Oberentfelden und Affeltrangen um den Finaleinzug. Die letzten Duelle waren allesamt umkämpft, gingen jedoch jeweils zu Gunsten von Oberentfelden aus. Eines davon war das Bronzespiel am Feld-Final4-Turnier, wo Oberentfelden nach abgewehrten Matchbällen noch gewann. In der Qualifikation siegten die Aargauer mit 3:1 und 3:2. «Wir wissen, was es braucht, um Affeltrangen zu schlagen. Wir sind uns aber bewusst, dass wir unser Potenzial voll ausschöpfen müssen, um den Finaleinzug zu schaffen. Wir wollen unseren Titel verteidigen, sehen aber aktuell kein Team als klaren Favoriten», sagt Ramon Hochstrasser, Captain der Oberentfelder. Praktisch identisch ist die Zielsetzung der Affeltranger. Angreifer Marcel Haltiner sagt: «Unser Ziel ist die Goldmedaille. Wir haben gegen Oberentfelden in dieser Saison zwei Mal knapp verloren, haben aber gezeigt, dass wir das Spiel auch auf unsere Seite ziehen können.»

50:50-Spiel

Das zweite Halbfinalduell lautet Diepoldsau gegen Elgg-Ettenhausen. In diesem Spiel einen Favoriten auszumachen, ist aufgrund der Resultate in der Vorrunde nicht möglich. Beide Direktbegegnungen gingen über die volle Distanz, wobei beide Teams je einmal mit 3:2 gewinnen konnten – ein klassisches 50:50-Spiel also. Laurin Juen, Angreifer bei Diepoldsau, sagt: «Wir haben eine tolle Vorrunde gespielt und sind bereit für das Halbfinale. Wir wollen den Titel zurückholen, wobei die grosse Erfahrung in unserem Team für uns sprechen könnte.» Leon Heitz, Abwehrspieler der FG Elgg-Ettenhausen, fasst die Ausgangslage für sein Team wie folgt zusammen. «Unser Fokus liegt voll und ganz auf dem Halbfinal gegen Diepoldsau. Sollten wir da gewinnen, wollen wir im Final natürlich Gold holen. Ich erwarte jedoch bereits im Halbfinal einen offenen Schlagabtausch, denn ich sehe alle vier Teams auf Augenhöhe. Wer am Tag X seine Bestleistung abrufen kann, wird den Titel holen.»

Kampf um den letzten NLA-Platz

Ebenfalls im Rahmen des Final4-Turniers wird die NLA/B-Barrage ausgetragen. Gekämpft wird um den letzten freien NLA-Platz für die nächste Hallensaison. Drei Teams kommen dafür in Frage: Jona, der Tabellenletzte aus der Nationalliga A, Rickenbach-Wilen, der NLB-Meister aus der Ost-Gruppe, und Vordemwald, das bestklassierte, aufstiegsberechtigte Team aus der West-Gruppe. Die drei Teams spielen alle je einmal gegeneinander. 

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