Kouhar verlor in der Kür laufend an Höhe und im letzten Sprung hatte er zusätzlich grobe Haltungsfehler zu verzeichnen. Schir musste nach einer guten Pflicht seine Kürübung nach dem zweiten Sprung abbrechen. Der Schweizer Hoffnungsträger Nicolas Schori hatte von Beginn weg Mühe mit den «Gymnova»-Geräten. Bei seiner guten Pflichtübung kam er nicht über die 30-Punkte-Marke hinaus. Nachdem Schori gut in die Kür gestartet war (3-fach vorwärts gebückt mit 3/2-Schraube), kam er aus dem Rhythmus und musste seine Übung erleichtern. Obwohl Schori immer mehr an Höhe verlor und unsauber turnte, brachte er seine Übung durch. «Schori konnte unter Druck seine Leistung nicht bringen. Er hat Potenzial, aber im fehlt die Stabilität», so der Schweizer Cheftrainer Roby Raymond.
Joey Dias beendete den Einzelwettkampf bei seiner ersten WM-Teilnahme auf dem 47. Rang. Seine Pflichtübung verlief soweit gut. Bei der Kür landete er beim letzten Sprung auf der Umrandung und stürzte. Für ihn gilt es, Erfahrungen zu sammeln und WM-Luft zu schnuppern.
Samira Zehtabchi (42. Rang) und Mélanie Peterhans (45. Rang) brachten beide ihre Übungen durch. «Ihnen fehlt es an Schwierigkeiten und die Flughöhe für bessere Resultate», erklärte Raymond. Peterhans gehört noch ins Juniorinnenkader und bestreitet in Metz folglich ihre ersten Weltmeisterschaften. Es geht auch darum internationale Wettkampferfahrungen zu sammeln.
«Olympische Spiele 2012 in weiter Ferne»
Die Schweizer Trampolinathletinnen und -athleten hatten im Allgemeinen Mühe sich mit den «Gymnova»-Trampolins zurechtzufinden. Dieses Problem hatten zwar auch andere Nationen, aber die Besten, zum Beispiel China, konnten auch auf diesen Geräten ihre Klasse demonstrieren.
«Mit dieser Leistung liegt eine Olympia-Qualifikation in weiter Ferne - hier braucht es einen Ruck», so STV-Spitzensportchef Felix Stingelin.
Es bleibe zu hoffen, dass die Resultate im Synchronwettkampf etwas besser ausfallen.
Die Qualifikation im Synchron der Frauen (1 CH-Paar) und der Männer (2 CH-Paare) findet wie folgt statt:
Freitag, 12. November 2010: 12.15 – 14.45 Uhr.
Text: Alexandra Vetsch, Mediendienst STV