Thi Ha Thanh Phan, die achte der Qualifikation zeigte heute als zweiten Sprung einen Yurchenko mit Doppelschraube und erhöhte damit ihren Schwierigkeitswert um 0,5 Punkte. Giulia Steingruber zeigte erneut gute, aber nicht perfekte Sprünge. Bei beiden Sprüngen musste sie die Landung korrigieren. Am Ende wurde sie gute Fünfte. «Ich bin sehr zufrieden, ich bin froh, dass ich beide Sprünge gestanden habe», so Giulia Steingruber, «die Qualität hätte besser sein können, meine Vorbereitung war nicht optimal, aber das soll keine Ausrede sein.» Nach 15 intensiven Tagen in Tokio ist Giulia Steingruber die Müdigkeit anzusehen.
Darauf angesprochen ob er der verpassten Medaille nachtrauert antwortet Cheftrainer Zoltan Jordanov blitzschnell: «Nein, überhaupt nicht! Ich bin very, very happy! Im Frühjahr wurde Giulia an der EM sechste, heute an der WM fünfte! Super! Und nun bereiten wir uns auf die olympischen Spiele vor.» Am olympischen Testwettkampf im Januar in London, will sich Giulia Steingruber erstmals für die Olympische Spiele qualifizieren. Bis dann will sie ihren zweiten Sprung den Tsukahara mit einer Schraube um eine Schraube erschweren. Was bedeuten würde, dass sich ihr Ausgangswert um 0,8 Punkte auf 6,0 erhöht. Zusammen mit dem „Tschussowitina“ (6,3) würde sie dann zu den Turnerinnen mit den schwierigsten Sprüngen gehören. Darauf angesprochen, ob die Zeit bis im Januar nicht zu knapp ist antwortet die 17-jährige zuversichtlich und keck: «Das reicht bis dann!»
Renate Ried
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