Bis zur drittletzten Turnerin hatte Steingruber die Rangliste angeführt – Medaillenduft lag in der Luft. Dann folgten die beiden Amerikanerinnen Mc Kayla Marony (Siegerin Qualifikation) und Simone Biles sowie die Nordkoreanerin Un Jong Hong, die noch besser turnten als die Schweizerin. Marony gewann den Sprungfinal mit 15,724 Punkten vor der Mehrkampf-Weltmeisterin Biles 15,595. Den dritten Platz belegte Hong.
Erstmals hatte Steingruber an einem Wettkampf den Jurtschenko mit Doppelschraube als zweiten Sprung gezeigt (14,966). Auch der Tschussowitina gelang ihr sehr gut (15,500). Mit einem Schnitt von 15,233 Punkten war die 19-jährige Schweizerin so hoch bewertet worden wie noch nie bisher.
Die amtierende Europameisterin im Sprung kann auf ihre Leistung stolz sein. «Ich bin zufrieden, meine beiden Sprünge waren fast perfekt. Habe sie noch nie so schön geturnt», so Steingruber. Dies bestätigte auch Cheftrainer Trainer Zoltan Jordanov. «Giulia hat alles richtig gemacht.»
«Die anderen Turnerinnen haben höhere Ausgangswerte bei ihren Sprüngen. Da versuche ich noch aufzustocken, damit ich im nächsten Jahr um die Medaillen mitturnen kann», meinte die ambitionierte Schweizer Turnerin weiter.
Am Sonntagnachmittag, 6. Oktober ist Steingruber noch im Bodenfinal zu sehen.
Text: Alexandra Herzog-Vetsch
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WM Kunstturnen: Steingruber wird am Sprung ausgezeichnete Vierte (aktualisiert)
Im Sprungfinal an der WM in Antwerpen (Bel) vom Samstag, 5. Oktober 2013 zeigte Giulia Steingruber zwei einwandfreie Sprünge und klassierte sich auf dem undankbaren, aber trotzdem ausgezeichneten vierten Platz.