Giulia Steingruber konnte ihre Leistung vom Boden-Mehrkampffinal heute leider nicht ganz abrufen. Nach dem gestreckten Tsukahara hatte sie etwas Probleme bei der Landung, steigerte sich dann aber wieder. Der Doppelstreck-, Doppelhock- und Doppelbücksalto waren sehr gut – so auch die Gestaltung der Übung. «Es war heute nicht die schönste Übung. Dennoch bin ich aber sehr zufrieden», sagte Steingruber.
Mit dem fünften Rang im Bodenfinal schliesst die 19-jährige St. Gallerin ihre erfolgreichste Weltmeisterschaft ab und sorgt ebenso für die Erreichung der Ziele des Schweizerischen Turnverbandes bei den Frauen. Diese waren eine Klassierung unter den ersten 15 Athletinnen im Mehrkampf und in den Gerätefinals ein Rang unter den ersten Acht (Diplom). «Ich hätte mir nie erträumt eine so gute WM zu turnen», fasste Giulia Steingruber zum Schluss zusammen.
Auch Felix Stingelin (Chef Spitzensport) zeigt sich sehr zufrieden. «Wir können ein sehr positives Fazit herausziehen. Speziell erwähnen darf man Giulia Steingrubers Resultate. Sie ist nicht nur eine gute Turnerin am Sprung, sondern hat auch bewiesen, dass sie eine gute Mehrkämpferin ist und es auch in Weitere Gerätefinals wie den Boden schafft», so Stingelin. Ebenso erwähnte er aber auch die guten Leistungen der anderen und vor allem auch jüngeren Turnerinnen und Turnern. «Sie haben gutes Potenzial und haben die Aufgaben hier vor Ort sehr gut gelöst», fügte er hinzu.
Am Montag, 7. Oktober 2013 kehrt die Schweizer Delegation in die Schweiz zurück. Der Schweizerische Turnverband organisiert am Flughafen einen kleinen Empfang. Fans und Presse sind herzlich eingeladen, mit dabei zu sein.
Text: Chantal Weinmann
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WM-Kunstturnen: Boden-Diplom für Steingruber (aktualisiert)
Am Sonntag, 6. Oktober 2013, dem letzten WM-Tag in Antwerpen, erreichte Giulia Steingruber im Bodenfinal den guten fünften Platz. Die Goldmedaille holte sich Mehrkampf-Siegerin Simone Biles (USA), gefolgt von Vanessa Ferrari (It) und Larisa Iordache (Rum).