Die Schweizer Kunstturnerinnen wurden hinter den favorisierten Französinnen Zweite vor Holland und Österreich. Die Holländerinnen setzten wegen Verletzungen nur drei Turnerinnen ein. Zudem reisten die zwei Besten nicht nach Österreich, sondern starteten beim Weltcup in Gent.
Nationaltrainer Eric Demay war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Die Olympiateilnehmerin Melanie Marti turnte wie schon vor zwei Wochen nur auf dem Balken , um den verletzten Arm (Bizepsanriss) zu schonen. Dies kostete der Mannschaft neben drei Streichnoten mehrere Punkte. Weil Schweizer Team aber insgesamt nur zwei Stürze – beide am Balken durch Danielle Englert und Ariella Kaeslin – in Kauf nehmen musste, fiel der Rückstand auf Frankreich mit 2,80 Punkten relativ gering aus. Frankreich und Holland belegten an der EM 2004 die Plätze 7 und 8, die Schweiz war mit klarem Abstand Elfte geworden.
Die Schweizerinnen entschieden den Sprung und auch die Disziplin Schwebebalken gegen die weit höher eingestuften Französinnen für sich. Neben Ariella Kaeslin (18),die mit Noten zwischen 8,55 und 8,90 ein Total von 34,875 Punkte erreichte, beeindruckte Linda Stämpfli (17) mit einer stabilen Leistung. Mit ihrem vierten Platz (34,375) verfehlte sie die Limite für die Einzel-Europameisterschaften von Anfang Juni in Debrecen (Un) nur knapp.
Erwin Hänggi, Medienverantwortlicher Kunstturnen STV
Resultate
Klagenfurt. Frauen. Vierländerkampf: 1. Frankreich 139,60. 2. Schweiz 136,80. 3. Österreich 127,50. 4. Holland 101,00 (nur 3 Turnerinnen). – Geräteklassemente. Sprung: 1. Sz 35,95. 2. Fr 35,75. 3. Ö 33,55. – Stufenbarren: 1. Fr 35,65. 2. Sz 34,825. 3. Ö 32,775. – Balken: 1. Sz 33,10. 2. Fr 32,80. 3. Ö 29,60. – Boden: 1. Fr 35,40. 2. Sz 32,925. 3. Ö 31,575.
Einzel: 1. Ariella Kaeslin (Sz) 34,875 (8,90, 8,875, 8,55, 8,55). 2. Rose Bellemare (Fr) 34,85. 3. Katheleen Lindor (Fr) 34,50. 4. Linda Stämpfli (Sz) 8,95, 8,725, 8,10, 8,60). 5. Stephanie Thymes (Ho) 34,15. 6. Caroline Ranc (Fr) 33,975. 7. Danielle Englert (Sz) 33,925 (9,20, 8,90, 7,75, 8,075). – Ferner die weiteren Schweizerinnen. 3 Geräte: 16. Joy Studer 25,25 (Sprung 8,90). – 1 Gerät: 19. Sabina Flückiger 8,325(Stufenbarren). 21. Melanie Marti 7,80 (Balken).
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