„Rickenbach-Wilen hat uns überrascht. Aber wir waren selber schuld, weil wir im ersten Satz unsere Chancen nicht nutzten“, kommentierte Widnaus Captain Marcel Stoffel die verlorenen zwei Sätze. Joachim Bork, Trainer von Widnau, erklärte: „Mich freuts für den Schweizer Faustball, dass wir nicht einfach zweimal durchmarschieren konnten, sondern in einem würdigen zweiten Spiel den Titel hart erkämpfen mussten.“
„Rickenbach-Wilen hat uns überrascht. Aber wir waren selber schuld, weil wir im ersten Satz unsere Chancen nicht nutzten“, kommentierte Widnaus Captain Marcel Stoffel die verlorenen zwei Sätze. Joachim Bork, Trainer von Widnau, erklärte: „Mich freuts für den Schweizer Faustball, dass wir nicht einfach zweimal durchmarschieren konnten, sondern in einem würdigen zweiten Spiel den Titel hart erkämpfen mussten.“
Überragender Brasilianer bei Rickenbach-Wilen
Widnau und dessen Schlagmann Cyril Schreiber begannen die Partie zwar standesgemäss mit wuchtigen Angriffsbällen, doch nach dem 6:3 hielt Rickenbach-Wilen immer mehr dagegen. Im Angriff der Thurgauer steigerte sich der 20-jährige Brasilianer Gabriel Bonnevialle enorm und hielt das Duell gegen Schreiber solchermassen offen, dass dieser zu Satzmitte die Nerven verlor und reihenweise Eigenfehler beging. „Der Fehler lag nicht nur bei Cyril“, nahm Coch Pirmin Sieber den wichtigsten Spieler in Schutz, „wir kamen plötzlich auf allen Positionen nicht auf Leistung.“
Der überraschende Satzgewinn der Gäste war aber kein Zufallsprodukt. Ri-Wi erwies sich auch defensiv als enorm stark. Das Duo Bork/Sieber an der Seitenlinie musste reagieren und brachte hinten rechts Kurt Sieber für Stefan Hutter. Doch die Wirkung dieses Wechsels blieb bescheiden. Die Thurgauer gewannen mit dem Elan aus dem Startsatz auch den zweiten Durchgang.
Hart erkämpfte Wende
Während sich die erwartungsfrohen Heimzuschauer verwundert die Augen rieben, bemühten sich die Widnauer Faustballer vehement, endlich Gegensteuer zu geben. Ri-Wi leistete allerdings bis zum Ende des vierten Satzes beträchtlichen Widerstand. Bei Widnau fiel ins Gewicht, dass die defensive Teamstütze Manuel Sieber nicht den besten Tag erwischte. Ihm gelang vor allem in den ersten zwei Sätzen auch als Zweitschläger vieles nicht wunschgemäss.
Rickenbach-Wilen führte letztmals im vierten Durchgang 13:11, ehe Widnau das "böse Spiel" beendete und mit fünf Bällen in Serie die Weichen endgültig auf Sieg und damit erfolgreiche Titelverteidigung stellte. So wurde der fünfte Satz zur Freude der meisten Zuschauer zum Schaulaufen fürs Heimteam. „Da erreichten wir endlich wieder unsere Normalleistung“, freute sich Pirmin Sieber und scherzte: „Wenigstens haben wir ein spannendes Spiel bieten können.“
Möglich gemacht hat dies aber Rickenbach-Wilen. „Kompliment an meine Mannschaft“, lobte Trainer Adrian König. „Das war eine starke Reaktion nach der enttäuschenden Leistung im ersten Spiel. Wir hatten nichts mehr zu verlieren.“ (wr)
KTV Widnau - FG Rickenbach-Wilen 3:2
Lugwies. - 280 Zuschauer. - SR: Maurer (Beinwil am See). - Sätze: 11:20 (17 Minuten), 17:20 (23'), 20:15 (25'), 20:17 (24'), 20:14 (21'). - Gesamtspielzeit: 2:04 Stunden.
Widnau: Schreiber, Stoffel (Hüttig); M.Sieber, Eigenmann, Hutter (K. Sieber).
Rickenbach-Wilen: Bonnevialle, Lenzlinger; Eicher, Hungerbühler, Küttel (Iseli).
Bemerkungen: Rickenbach-Wilen ohne Zehnder (verletzt) und Bachmann (nicht eingesetzt). - Im 3. Satz Schiedsrichter René Maurer infolge Unwohlsein durch Fritz von Aesch (Knonau) ersetzt.
Nationalliga A
Playoff-Final (Best of three). 1. Spiel: Rickenbach-Wilen - Widnau 0:3 (15:20, 10:20, 11:20). - Widnau - Rickenbach-Wilen 3:2 (11:20, 17:20, 20:15, 20:17, 20:14). - Widnau mit 2:0 Siegen Schweizer Meister.
Playoff um Rang 3 (Best of three). 1. Spiel: Elgg - Oberentfelden 0:3 (18:20, 9:20, 8:20). - Oberentfelden - Elgg 0:3 (15:20, 19:21, 15:20). - 3. Spiel am Mittwoch um 19.30 Uhr in Oberentfelden.
Auf-/Abstieg NLA/NLB (Best of three). 1. Spiel: Neuendorf (8. NLA) - Schlieren (2. NLB) 1:3 (19:21, 16:20, 20:15, 13:20). - Schlieren - Neuendorf 0:3 (16:20, 6:20, 11:20). - 3. Spiel am Mittwoch um 19 Uhr in Neuendorf.
Wolfgang Rytz, Medienchef Fako Schweiz