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VLK: «Solidarisch – Effizient» setzte sich durch

An der Frühlings-Verbandsleiterkonferenz (VLK) in Sursee, vom 16./17. April 2010, dominierten zwei Themen: «Finanzen» (Mitgliederbeiträge) und die «Teilnahme an STV-Anlässen durch verbandsfremde Teilnehmer/-innen».

Finanzen
Seit dem 1. Januar 1998 gelten im STV die gleichen Beiträge. In der Zwischenzeit betrug die allgemeine Teuerung 11,3 Prozent, diese machte auch vor dem STV nicht Halt. Vor dieser Ausgangslage liess der Zentralvorstand STV (ZV) an der Herbst-VLK 2009 die Finanzsituation im Turnverband von den Verbänden analysieren. An der VLK in Sursee standen den Delegierten nun fünf Möglichkeiten zur Wahl, wie sich der grösste Sportverband der Schweiz künftig finanzieren soll: «Solidarisch – Effizient» (generelle Beitragserhöhung, exkl. Lizenzierte). – «Aktive/Jugend» (Erhöhung nur in den Kategorien Aktive und Jugend). – «Passive uno» (Senkung der Passivbeiträge). – «Andere Varianten» (diverse von den Verbänden vorgeschlagenen Modelle). – «Keine Erhöhung» (Einsparungen bei den Leistungen).

Nach einer sachlich-konstruktiv geführten Diskussion, startete ein umfangreiches Abstimmungsprozedere. Relativ rasch fielen «Keine Erhöhung», «Aktive/Jugend» und «Passive uno» aus dem Rennen. In der Schlussabstimmung standen sich «Solidarisch – Effizient» und eine vom Zürcher Turnverband (ZTV) vorgeschlagene Variante aus der Kategorie «Andere Varianten», die dem STV 8,1 Millionen einbringen würde, gegenüber. Die Delegierten entschieden sich mit 101 gegen 68 Proporzstimmen für das vom STV-Zentralvorstand vorgeschlagene «Solidarisch – Effizient»-Modell. Der endgültige Entscheid über die künftige STV-Finanzierung fällt an der Abgeordnetenversammlung im Oktober 2010 in Lausanne. Ziel ist es, dass vom 14-Millionen-Budget rund acht Millionen, etwa 60 Prozent, aus Mitgliederbeiträgen bestritten werden kann.

Verbandsfremde Startende
Zu diskutieren gab auch die Frage, wie mit verbandsfremden Teilnehmer/-innen an STV-Anlässen (Eidgenössisches Turnfest, Schweizer Meisterschaften, STV-Meisterschaften) umzugehen sei. Die Meinungen hatten eine Spannweite von «Ausschluss» bis «Status quo» (belassen wie es ist). Mit 17 gegen 11 Verbandsstimmen, bei einigen Enthaltungen, setzte sich «Status quo» durch. Das heisst aber trotzdem nicht, dass alles «so bleibt wie es ist». Bis zur Herbst-VLK will sich der ZV noch einmal mit dieser Frage beschäftigen und im September mit den Verbänden darüber sprechen.

Text: Peter Friedli/GYMlive

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