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VLK: «Bescheidenheit ist fehl am Platz»

Am Freitag/Samstag, 2./3. September 2011 tagten im Rahmen der Herbst-Verbandsleiterkonferenz (VLK) des Schweizerischen Turnverbandes die Delegierten der Kantonalturnverbände und die STV-Führung in Sursee. Neben den aktuellen Geschäften sprach Beni Thurnheer (SF-Sportmoderator) den Anwesenden in seinem Referat Mut zu: «Tretet selbstbewusster auf, Turnen ist keine Randsportart!»

Die VLK-Traktandenliste in Sursee zählte total 12 Behandlungspunkte. Am Freitag erläuterten Erwin Grossenbacher (Finanzverantwortlicher Zentralvorstand) und Kurt Hunziker (Abteilungschef Finanzen) die aktuelle STV-Finanzlage. Grossenbacher ging auf die Finanzplanung 2012 bis 2016 ein. Bedenken aus dem Zürcher Verband, dass 2015 oder 2016 wieder eine Beitragserhöhung auf die Verbände zu kommen könnte, wies Grossenbacher zurück. Hunziker erläuterte das STV-Budget 2012, das an der kommenden Abgeordnetenversammlung im Oktober in Chiasso präsentiert werden soll. Dieses beträgt, inklusive Kommissionsrechnung, rund 16,3 Millionen und weist einen Überschuss von 221‘000 Franken aus.

Von Kaeslin bis «Fit mit Jack»

Wie wird Turnen, wie werden die Turner/-innen von der Aussenwelt wahrgenommen? Zu diesem Thema sprach Gastreferent Beni Thurnheer zu den VLK-Delegierten. Den Aufhänger zum Referat bildete eine von ihm gemachte Umfrage bei 100 Personen, die sich zum Begriff «Turnen» äusserten. Turnfeste (29 Nennungen), Ariella Kaeslin (24) und Schule (16) waren Thurnheers Spitzenreiter. «Bekannte Turner oder eben Turnerinnen wie Kaeslin seien für eine Sportart extrem wichtig, können aber auch ein ‹Klumpenrisiko› darstellen. Das ist bei euch ja nicht so, ihr habt jetzt Giulia Steingruber und die soll ja noch besser sein», meinte der Fernsehmann aus dem Kanton Zürich. Gesundheit, Tradition, Swiss Cup und Magnesia waren weitere Turnbegriffe, die vom Medienprofi kommentiert wurden. In seiner bekannten (Schnellsprech-)Art, behandelte Thurnheer den Begriff «Fit mit Jack», der in der «thurnheerschen» Umfrage eine Nennung bekam. «So einen charismatischen Mann oder eine Frau wie Jack Günthard es war, mit einer solchen Begeisterungsfähigkeit, sollte im STV wieder gefunden werden. Über eine Million Radiozuhörer turnten in den Siebzigerjahren jeweils bei ‹Fit mit Jack› mit. Dies war eigentlich das grösste aller bisherigen Turnfeste», meinte Thurnheer. Dies habe dem Turnen zu optimaler Medienpräsenz und Bekanntheit verholfen. Turnen sei absolut keine Randsportart und gehöre auch medienmässig zu den wichtigsten olympischen Sparten. Turner/-innen sollen sich nicht selber klein machen, Bescheidenheit, wie er dies manchmal feststelle, sei völlig fehl am Platz.

Thurnheers Referat kam bei den VLK-Delegierten an. «Die Aussagen von Beni Thurnheer waren spannend. Er hat mir Denkanstösse geliefert, über die ich mir sicher Gedanken machen werde», äusserte sich Peter Aeschbacher, der Präsident vom Seeländischen Turnverband. Eine Aussage, der sich vermutlich viele der anderen Kantonalpräsidien anschlissen können.

ETF 2013: Vorarbeiten laufen auf Hochtouren

Zum Stand der Vorarbeiten für das nächste Eidgenössische Turnfest in Biel-Bienne laufen gemäss Lorenz Ursprung auf Hochtouren. Der OK-Direktor informierte im Detail über Ziele, Standorte und Programmpunkte. Die «Olympischen Spiele der Schweiz» finden vom 13. bis 23. Juni 2013 rund um das Seebecken in Biel und in den angrenzenden sechs Standortgemeinden statt. Erwartet werden neben 60‘000 Aktiven 8000 Helfer/-innen und rund 120‘000 Besucher/-innen. Damit für sie der grösste Breitensportanlass der Schweiz zu einem Erfolg wird, gebe es noch viel zu tun, so Lorenz Ursprung. Aber: «Wir sind 649 Tage vor dem Start auf Kurs.» Details zum ETF 2013 sind der neuen Website zu entnehmen, die ab 19. September 2011 online sein wird.

Bernhard Rentsch/Peter Friedli

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