Am diesjährigen 37. Friendship Cup in Kladno (Tsch) nahmen über 170 Athletinnen und Athleten aus über 14 Nationen teil. Vertreten war auch die Schweiz mit einer STV-Delegation und einer Vereinsdelegation mit total 15 Athletinnen und Athleten sowie vier Offiziellen. Kladno gilt sicher als ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Jugend-EM im April 2010.
Die Schweizer Juniorinnen und Junioren werden beobachtet
Um sich in der Sportwelt einen Namen zu schaffen ist eine internationale Präsenz schon im Juniorenalter wichtig. In Klado konnten die Schweizer ihre starken Leistungen vom September am Loulé Cup (Por) bestätigen und erneut aufzeigen, dass sie international vorne dabei sein können. Dies zeigten auch diverse Reaktionen vor und hinter den Kulissen diverser Nationen: Die Schweizer Athletinnen und Athleten werden beobachtet; es wird mit ihnen gerechnet, als ernst zu nehmende Gegner auf dem Weg zur Spitze. Von den 15 Schweizer Teilnehmenden (fast alle aus diversen Kadern) erreichten zwölf das Finale!
Alles oder nichts: das Finale beginnt bei Null
Im Finale ging es darum aufs Ganze zu gehen und alles heraus zu holen, nicht nur was das Risiko anbelangt sondern es ging auch darum hinsichtlich Jugend Europameisterschaften nötige Erfahrungen zu sammeln. Nach dem Simone Scherrer (TV Liestal) im September im Finale am Loulé Cup ihre Übung schon beim zweiten Sprung abbrechen musste gelang ihr dieses Mal eine fehlerfreie Vorstellung. Die Silbermedaille in der Kategorie Junior Girls Individual der verdiente Lohn. Auch im Synchronturnen konnte sich Simone Scherrer zusammen mit Mélanie Peterhans (FSG Aigle-Alliance) steigern. Sie gewannen nach Silber in Loulé dieses Mal Gold.
Fairnesspreis für Mélanie Peterhans
Mélanie Peterhans belegte nach der Vorrunde bei den Junior Girls Individual den dritten Rang und sollte nach dem Finale als Drittplatzierte ausgezeichnet werden. Doch sie machte die Jury darauf aufmerksam, dass ein Berechnungsfehler vorlag und ihr die Bronze-Medaille nicht zustehe. Der Fehler wurde korrigiert und Mélanie Peterhans landete auf den fünften Schlussrang. Das OK wusste diese Fairness zu schätzen und so wurde Mélanie Peterhans mit dem Fairnesspreis ausgezeichnet.
Marcel Gut, Delegationsleiter CH-Team / rr