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Trampolin: Weltcup-Silber für das Paar Fanny Chilo/Sylvie Wirth

ahv

Sie haben im Synchronfinal am Trampolin-Weltcup vom 4./5. September 2014 in Loulé (Por) alles aufs Spiel gesetzt - und wurden belohnt. Das Paar Fanny Chilo/Sylvie Wirth, als zweitletztes für den Final qualifiziert, brachte seine neue Kür erfolgreich durch und konnte sich die Silbermedaille um den Hals hängen lassen.

Der Weltcup in Loulé (Por) empfing am 4./5. September 2014 ein auf vier Turnende reduziertes Schweizer Team – Nicolas Schori, Romain Holenweg, Fanny Chilo und Sylvie Wirth – da Simon Progin aus gesundheitlichen Gründen absagen musste. Ein Ausfall, der umso bedauerlicher war, weil das Synchronpaar Schori/Progin an den vergangenen Europameisterschaften die Bronzemedaille gewonnen hatte und ein weiterer Podestplatz durchaus gerechtfertigt gewesen wäre.

Schwierigkeitsgrad heraufgesetzt

Im Hinblick auf die Weltmeisterschaften im nächsten November in Florida (USA), haben die Schweizer Turnenden am Weltcup in Loulé ihre neuen Übungen getestet. Fanny Chilo und Sylvie Wirth haben im Synchronwettkampf also erstmals eine Kür mit Schwierigkeitsgrad 11,4 gezeigt. Diese gelang ihnen ziemlich schlecht, weil sie in der Qualifikation die Übung abbrechen mussten – 8. Platz. Indem die beiden Turnerinnen im Final als zweites Paar ihre Übung abgesehen von einigen kleinen Fehlern erfolgreich durchbrachten, setzten sie die Konkurrenz unter Druck. Die Schweizerinnen liessen die Kanadierinnen (Sturz) und die Chinesinnen (keine Synchronität) hinter sich. Im Final präsentierten die Schweizerinnen eine Kür mit dreimal höherem Schwierigkeitswert und der drittbesten Synchronnote, was ihnen hinter Portugal und vor Holland eine bemerkenswerte Silbermedaille einbrachte. Die erste Medaille auf dieser Wettkampfebene für Fanny Chilo und der zweite Podestplatz für Sylvie Wirth, die bereits 2013 bereits Bronze gewonnen hatte (mit Simone Scherer).

China dominiert im Einzelwettkampf
Nicht überraschend sicherten sich die chinesischen Turner/-innen den Sieg im Einzel der Männer (Gao Lei), der Frauen (Li Dan) und im Synchron der Männer (Dong Dong/Tu Xiao). Nach einer schönen Pflichtübung (Ausführungsnote 9,1) und einem ausgezeichneten Start in die Kür, kam Nicolas Schori nach dem siebten Sprung weg von der Mitte, wodurch er leider an Höhe verlor, was seine Flugzeit verkürzte (16,285). Er beendete den Wettkampf auf dem 17. Platz (von 53 Teilnehmenden). Cheftrainer Roby Raymond ist mit Schoris Resultat dennoch zufrieden, da er mit einer Totalpunktzahl von 103,120 gezeigt hat, dass er sich jetzt regelmässig auf diesem hohen Niveau bewegt und mit einer Kürübung, die den Schwierigkeitswert von 16,70 Punkten hat, sich für den Final qualifizieren kann. Mit seinen 19 Jahren, bot der Weltcup von Loulé für Romain Holenweg eine Möglichkeit Erfahrung zu sammeln und die Schwierigkeit seiner Kür zu steigern (15,6). Leider musste er einen Sturz in Kauf nehmen, der ihn auf den 45. Platz zurückwarf.

Im Einzelwettkampf der Frauen gewann Sylvie Wirth nach einigen Stürzen in den letzten Wettkämpfen Selbstvertrauen zurück. Sie beendete ihre zwei Durchgänge nachdem sie Gelassenheit bewiesen hatte. Denn nach in ihrem sechsten Sprung war sie ins Trudeln geraten, passte aber ihre Übung spontan an, um sie zu Ende bringen zu können. So platzierte sich Wirth doch noch auf dem 18. Platz (91,155 Punkte). Fanny Chilo beendete ihre Pflicht leider auf der Umrandung (drei Zehntel Abzug) und musste am Ende ihrer Kürübung einen Fehler in Kauf nehmen – Rang 21 (87,425). Raymond freute sich trotzdem über den tollen Einsatz seiner Athletinnen und Athleten an diesem internationalen Wettkampf, dem letzten vor den Weltmeisterschaften im November in Amerika.

Annika Gil/ahv

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