In einer ersten Bilanz zu den Resultaten der 13 Schweizer Turnenden (5 Senioren und 8 Junioren), die an den Europameisterschaften Trampolin im Einsatz standen, schwankt STV-Spitzensportchef Felix Stingelin zwischen Enttäuschung über die Leistung der Männer (kein Halbfinal, kein Final erreicht) und der Zufriedenheit mit dem Nachwuchs. Allen voran Sébastien Lachavanne, Yann Amsler und Emily Mussmann, die mit den dominierenden Nationen mithalten konnten.
Dieser Wettkampf war der von Sébastien Lachavanne, der sowohl mit dem Stress als auch mit dem Misserfolg – Sturz im Synchronfinal vom Sonntagvormittag – umgehen konnte und seine Chancen im Einzelfinal vom Nachmittag nutzte. Einmal mehr turnte er seine Kür mit Bravour (höchste Schwierigkeitsnote im Final : 14,8) und klassierte sich auf dem fünften Schlussrang, hinter zwei Russen und zwei Weissrussen. «Er bewies Charakter. Kann er in die Fussstapfen von Nicolas Schori treten? Ich bin gespannt zu sehen, wie er sich in Zukunft entwickeln wird», freute sich Stingelin.
Die Enttäuschung darüber, dass sich kein/-e Schweizer Senior/-rin für den Final vom Sonntag qualifizieren konnte, wurde schnell von der tollen Leistung der acht Turnerinnen und acht Turner, die zwei Traumfinals ohne einen einzigen Sturz boten, weggewischt. Die grossen Dominatoren, der Weissrusse Wladislaw Hantscharou und die Russin Jana Pawlowa sind bereit, China und Japan an den Olympischen Spielen in Rio die Stirn zu bieten.
Text: Annika Gil/ahv
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Trampolin: Vielversprechender Nachwuchs
Die Europameisterschaften Trampolin in Valladolid (ESP) gingen am Sonntag, 3. April 2016 mit der Krönung von Weissrussland und Russland, welche die Einzel-Finals bei den Senioren und den Junioren dominiert hatten, zu Ende. Als einziger Schweizer noch im Rennen, wurde Sébastien Lachavanne bei den Junioren ausgezeichneter Fünfter.