Sylvie Wirth (22, Arisdorf) war seit 2013 Mitglied des Schweizer Nationalkaders Trampolin. Wirth vertrat die Schweiz an je drei Welt- und Europameisterschaften. Ihren grössten Erfolg verzeichnete sie an den letzten Europameisterschaften 2016 in Valladolid (ESP), wo sie sich im Einzelwettkampf für den Halbfinal qualifizierte und den 16. Rang erreichte. An den Weltmeisterschaften 2015 in Odense (DEN) belegte sie im Synchron-Wettbewerb gemeinsam mit Fanny Chilo den 7. Rang. Auf nationaler Ebene wurde Wirth sieben Mal Schweizer Meisterin (dreimal Einzel, zweimal Synchron, zweimal Mannschaft). Den letzten Einzel-Meistertitel feierte sie in diesem Frühling in Lausen.
„Mir war es bewusst, dass die Kombination aus Studium und Spitzensport eine schwierige Herausforderung werden wird. Im Verlauf des zweiten Semesters musste ich leider feststellen, dass ich auf beiden Seiten zu viele Kompromisse eingehen musste. Deshalb habe ich mich entschieden, den Fokus auf das Studium zu setzen und mich deshalb leider vom Spitzensport zu verabschieden“, begründet Sylvie Wirth ihren Rücktrittsentscheid. «In Zukunft werde ich meinen Fokus auf mein Studium in Zürich konzentrieren», so die 22-Jährige weiter.
«Ich möchte mich bei der ganzen ‹Trampolin-Community› bedanken, die mich über all die Jahre unterstützt hat, damit ich meine Ziele verfolgen konnte. Ein spezieller Dank geht ans Nordwestschweizerische Kunstturn- und Trampolinzentrum (NKL) in Liestal. Mit meiner Trainerin Svetlana Ihnatovich und dem NKL-Geschäftsleiter Thomas Rutishauser hatte ich ein Team an meiner Seite, welches mich in jeder Situation stärkte. Ein Dank geht auch an den Schweizerischen Turnverband, der mir dies alles erst ermöglichte.» Dem Trampolinsport werde sie sicher nicht lange fern bleiben, sagt Wirth. «Es ist für mich zwar ein Abschied als Athletin, aber nicht vom Trampolinsport an sich», so Wirth.
Text: Thomas Ditzler
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Trampolin: Sylvie Wirth tritt vom Spitzensport zurück
Die Nationalkaderathletin und siebenfache Schweizer Meisterin Sylvie Wirth hat sich entschieden, vom Spitzensport zurückzutreten.