Sowohl der fantastische Jason Burnett (Ka) als auch Luke Strong (Gb), der vor kurzem an der EM Silber gewonnen hatte, sind verletzt und konnten an der WM nicht starten. Hingegen waren die Chinesen, die Russen, die Weissrussen und andere bekannte Nationen während dem ersten WM-Tag mit den Qualiwettkämpfe sehr wohl anwesend. Etwa 100 Turner und 59 Turnerinnen sprangen um einen der 24 Halbfinalplätze.
Romain Holenweg und Jimmy Raymond zu nervös
Die WM-Quali war für den 19-jährigen Romain Holenweg eine harte Feuertaufe. Anlässlich seiner ersten WM-Teilnahme musste er gleich als erster Schweizer ran. In der Pflicht unterliefen ihm zahlreiche kleine Ausführungsfehler. Dies reichte für mittelmässige 43,190 Punkte. Ein schlechter Start, der auch seine Kür beeinflusste, welche er nach kurzer Zeit abbrechen musste. Mit 54,125 Punkten landete er auf dem 90. Rang. Ähnlich erging es seinem Teamkollegen Jimmy Raymond, für den es der erste Wettkampf nach einer vierjährigen, verletzungsbedingten Pause war. Nach einer guten Pflicht (45,735) stürzte er im Kürvortrag beim vierten Element (schlechten Schraube) und kam so auf den 83. Schlussrang.
Nicolas Schori 18. – Sylvie Wirth 25.
Die Schweizer Hoffnungen lasteten so auf dem «Captain», dem erfahrenen Nicolas Schori. Wie immer zeigte er sich ruhig und ausgeglichen. Er hatte die Nerven während beiden Durchgängen im Griff. Es gab 16,500 Schwierigkeitspunkte. Wäre seine Flugzeit nicht eindeutig tiefer gewesen als jene der Besten – 17,950 und 16,495 gegenüber 19,340 und 18,940 für den Erstklassierten im Qualifikationswettkampf, dem «fliegenden» Chinesen Gao Lei – wäre Schori einige Ränge besser klassiert. Mit dem Total von 105,845 erreichte er eines seiner besten Karriere-Resultate und den 18. Rang: Halbfinaleinzug.
Sylvie Wirth aus Liestal ist die einzige WM-Schweizerin. Sie zeigte sich kämpferisch und konnte ihre Kür, trotz Mühe, zu Ende turnen. Mit einem Total von 94,270 Punkten landete sie auf dem undankbaren 25. Platz. Damit ist sie erste Reserveturnerin. Sollte eine für den Halbfinal qualifizierte Turnerin verzichten, kommt Wirth in Spiel.
Schori/Raymond 10. Synchronrang
Am Samstag 8. November haben sich Nicolas Schori und sein neuer Partner, Jimmy Raymond, als eines von 33 Synchronpaaren den Kampfrichtern präsentiert. Obwohl die beiden Schweizer erst seit dem Herbst zusammen trainieren, glaubten sie bis am Schluss an eine Finalquali. Dank ihrer Pflicht mit einer einmaligen Synchronität (9,100) konnten sie lange mit den Besten mithalten, obwohl ihre Kür einen relativ niedrigen Schwierigkeitswert aufwies (14,000). Sie profitierten zudem von Stürzen von ernsthaften Konkurrenten wie China (2), Japan (1), Frankreich (2) oder Deutschland (1). Nach 29 Paaren lagen sie auf dem achten Platz, verpassten den Final am Schluss aber um zwei Ränge. Mit 85,100 beendeten sie den Wettkampf auf dem zehnten Schlussrang.
Text: Annika Gil/cs/fri.
<link https: www.youtube.com _blank>Quali-Kürübung von Nicolas Schori